Interview | Feuerwehr Panketal im Hochwassergebiet - "Die Leute hier sind sehr dankbar für unsere Hilfe"

Feuerwehrmänner bei der Arbeit nach einer Überschwemmung in Panketal. (Quelle: Freiwillige Feuerwehr Panketal)
Bild: Freiwillige Feuerwehr Panketal

Das Hochwasser hat im rheinischen Erftstadt besonders stark gewütet. Die dortige Feuerwehr hat eine Partnerschaft mit der Freiwilligen Feuerwehr im brandenburgischen Panketal. Die hilft nun vor Ort. Thomas Bielicke erzählt im Interview von dem Einsatz.

rbb: Herr Bielicke, was machen Sie heute?

Thomas Bielicke: Wir haben bis ungefähr bis sieben geschlafen, dann gefrühstückt. Heute sind wir in Weilerswist (Anm. d. Red.: eine direkt an Erftstadt angrenzende Gemeinde). Hier steht das Wasser auf einer Fläche circa 80 Zentimeter hoch. Wir pumpen das jetzt in den Swistbach.

Hier in Weilerswist haben wir auch unsere Unterkunft beim Schützenverein. Die Mitglieder des Vereins kümmern sich rührend um uns, angefangen vom Frühstück über das Grillfleisch abends, bis zum Feierabendbierchen. Dafür sind wir sehr dankbar.

Was bot sich Ihnen für ein Bild, als Sie ankamen?

Es gibt schwer betroffene Gegenden wie Bliesheim, Lieblar und Blessem (Anm. d. Red.: allesamt Teile von Erftstadt). Weilerswist ist weniger betroffen. Da sind gemischte Gefühle, aber die Leute sind sehr dankbar für die Hilfe. Gestern waren wir in einer Notunterkunft duschen. Da kam eine ältere Dame mit ihrer Katze und hat sich bedankt. Wir sind ja doch einige Kilometer gefahren, aber hier zu helfen war uns sehr wichtig, gerade nach 30 Jahren Partnerschaft, aus der Freundschaft geworden ist.

Was sind bei Ihnen vor Ort die wichtigsten Aufgaben?

Hier ist es wichtig, die Stromversorgung wiederherzustellen. Das Wasser hat so auf das Erdreich gedrückt, dass die Keller von den Häusern nicht trocken wurden. Wenn in den Kellern Wasser steht, kann der Strom nicht wieder angeschaltet werden.

Wir haben es inzwischen geschafft, eine größere Fläche freizupumpen. Gestern Abend haben wir angefangen, auch die Keller auszupumpen. Dann konnten die Fachleute vom Technischen Hilfswerk die elektrischen Anlagen in den Häusern begutachten. Nun wird nach und nach der Strom wieder eingeschaltet.

Wie lange wollen Sie noch vor Ort bleiben?

Die Lage beruhigt sich langsam. Unser Plan ist, dass wir morgen wieder Richtung Heimat fahren. Aber wenn wir noch einen Tag länger gebraucht werden, bleiben wir natürlich gerne noch hier.

4 Kommentare

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  1. 4.

    Ein positives Interview. Schön, dass die Feuerwehrleute dort helfen.

  2. 3.

    Was heißt hier schmarn? Da alle mit dem Fahrrad fahren sollen, und auch die LKWS , Feuerwehr und Polizei auf E Umstellen sollen. Da hilft auch keine Sirenen wenn’s brennt…denn dann muss erstmal geladen werden , aber wie ohne Strom?
    Und der Bus kommt auch nicht.

  3. 2.

    Was für ein Schmarrn. Dafür sind diese Fahrzeuge nicht gedacht. Und falls sie normale PKW meinen, dann kann man nur noch lachen. Vielleicht erstmal mit dem Thema beschäftigen, bevor sie hier so ein Kram schreiben.
    An die Helfer:Aller größten Respekt! Und vielen Dank für den Selbstlosen Einsatz Kameraden! Passt auf euch auf und kommt alle wieder gesund heim.

  4. 1.

    Ein Hoch auf unsere E Fahrzeuge überzeuger! In den Katastrophen NRW und s w wären ja diese Fahrzeuge wohl kaum vorwärts gekommen ohne Strom…oder? Einen großen Dank an alle die jetzt dort helfen…aber wie gesagt ohne Strom !! Geht nichts.

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