RE66/RB66 - Zugverkehr nach Polen läuft nach Entgleisung ab Samstag wieder

Auf der Bahnstrecke zwischen dem polnischen Stettin (Szczecin) und Tantow in Brandenburg ist am 29.07.2021 ein Zug entgleist. Acht Menschen wurden mit leichten Verletzungen wie Schürfwunden und Prellungen ambulant behandelt. (Quelle: dpa/Marcin Bielecki)
Bild: dpa/Marcin Bielecki

Nach dem schweren Bahnübergangsunfall auf polnischer Seite am Donnerstagmorgen läuft der Zugverkehr zwischen Berlin, Angermünde und Stettin ab Samstag wieder. Das teilte die Deutsche Bahn am Freitag mit. Jedoch ist bei einigen Verbindungen ein Umstieg in Angermünde erforderlich.

Auf der Regionalbahnstrecke RB 66 ist am Donnerstag auf polnischer Seite der Zug bei einem Bahnübergang in dem Dorf Kolbaskowo mit einem Lastwagen kollidiert. Dabei sollen laut Angaben der Deutschen Bahn der Lkw-Fahrer und sieben Fahrgäste leicht verletzt worden sein. Ins Krankenhaus musste jedoch niemand.

Grenzüberschreitender Verkehr auf der Strecke mit geringer Fahrgastkapazität

Die kaputten Fahrzeuge führen laut Deutscher Bahn noch zu geringeren Fahrgastkapazitäten. Durch den Unfall fehlen demnach für die Linie RE66/RB66 nun insgesamt vier Triebwagen. Grund dafür sei bereits ein vor vier Wochen beschädigtes Fahrzeug. Die umfangreichen Reparaturarbeiten laufen noch.

Für den grenzüberschreitenden Verkehr von und nach Polen sei eine spezielle technische Ausrüstung und Zulassung erforderlich, sodass ein kurzfristiger Ersatz aus anderen Netzen schwierig sei, hieß es.

Sendung: Antenne Brandenburg, Regionalnachrichten, 30.07.2021, 17:30

3 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 3.

    Bahnübergangsunfälle klingt für mich sehr irritierend. Es ist so, als wenn maßgeblich die Bahn, nicht aber die Querenden dafür die Verantwortung trügen.

    In allen Ländern, in denen Bahnen fahren, haben Bahnen quasi aus physikalischen Gesetzen naturbedingt die Vorfahrt. Das verlangt geradezu die Achtsamkeit aller anderen Verkehrsteilnehmer an den besagten Kreuzungsstellen. Genau das ist hier in diesem Fall offensichtlich nicht geschehen.

    Es lässt sich eine Bagatellisierung und eine Verantwortungsverschiebung fatalerweise auch verbal erreichen. LKW stößt mit Bahn zusammen, wäre treffender gewesen.

  2. 1.

    Unbeschrankte Bahnübergänge mit Durchlaufsperren oder Lichtzeichen oder Blinklichtern sind in D bis 100 km/h zulässig. BÜ ohne technische Sicherung sind nur auf Nebenbahnen bis 80 km/h und maximal 2400 Autos/Tag zulässig. Warum Geher und Fahrradfahrer nicht zählen, weiß ich nicht. Vielleicht ist es egal, wenn die tot gefahren werden. Ob der Straßenverkehr das Blinklicht nicht sehen kann, weil er von der Sonne geblendet wird, ist irrelevant. Denn er muß immer nach links und rechts sehen, weil die Bahnübergangssicherungsanlage gestört sein kann. Schuld ist nicht die Sonne, sondern er selbst und evtl. sein Fahrlehrer und verdient Strafe. Lieber RBB, wenn man die Überschrift "Zug entgleist" liest, denken viele, die Eisenbahn ist unsicher und die Eisenbahner können nicht geradeaus fahren und fahren nicht mehr mit Zügen. Wenn ihr schreiben würdet, "Lkw bringt Zug am Bahnübergang zum Entgleisen" würden die Leser vestehen, daß man nicht das Zug fahren meiden muß, sondern die Lkw verbieten muß.

Nächster Artikel