Mehrjährige Sanierung - Frankfurt erschließt keine alternativen Badegewässer für Helenesee

Sperrung am Heleneseee
Bild: rbb

Für den Helenesee, der aufgrund von Rutschgefahr seit Mai dieses Jahres gesperrt ist, wird es wohl keine angemessene Alternative als Badegewässer geben. Das ist das Ergebnis einer Diskussion der Stadtverordnetenversammlung in Frankfurt (Oder) am Donnerstagabend.

Die Fraktion der Linken und die "Bürgerinitiative Stadtumbau" hatten die Stadtverwaltung zuvor in einen Antrag aufgefordert, über die kurz- und mittelfristige Ertüchtigung alternativer Badegewässer nachzudenken.

Dem Antrag zufolge seien im Sommer Badegäste aufgrund der Sperrung der Helene auf kleinere Badestellen ausgewichen. Diskutiert werden sollte in der SVV nun eine mögliche Ertüchtigung des alten "Lokbades" in Frankfurt oder des Kliestower Sees im Norden der Stadt. Auch die Möglichkeit des Oderschwimmens an der Insel Ziegenwerder stand zur Debatte.

Keine Ertüchtigung möglich

Auf der SVV wurden nun die Voraussetzungen für die alternativen Badestellen diskutiert. Laut dem Vorsitzenden Wolfgang Neumann ließen sich im Ergebnis aber weder der Kliestower See, noch die Oder oder das Lokbad herrichten. "Wenn man allein die Größenverhältnisse sieht, ist das kein Ersatz für die Helene. Der Zugang zum Kliestower See ist mittlerweile sehr eingeschränkt." Grund dafür seien beispielsweise die umliegenden Privatgrundstücke. "Außerdem gibt es keine Möglichkeiten, um alles notwendige, was einen Badesee im öffentlichen Betrieb ausmachen würde, zu garantieren."

Neumann zufolge werde aktuell noch im Verkehrsbeirat der Stadt geprüft, als Alternative den öffentlichen Nahverkehr nach Müllrose (Oder-Spree) oder Alt Zeschdorf (Märkisch-Oderland) besser zu takten.

Im März war ein 27 Meter breites Helenesee-Strandstück in den See gerutscht – das Rutschvolumen wird auf 500 Kubikmeter beziffert. Daraufhin wurden zunächst zwei Uferbereiche gesperrt, seit Mitte Mai der komplette Helenesee.

Sendung: Antenne Brandenburg, 03.09.2021

1 Kommentar

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  1. 1.

    Für viele Frankfurter wären die kleinen Badestellen schon ein Ersatz. Für die Gäste aus Berlin und ganz Deutschland sicher nicht. Vielleicht nutzen unsere emsigen Nachbarn ja die Lücke und bringen das Freibad in Slubice in Schuss.
    Eine neue einer offiziell so genannten Sportstadt angemessene Schwimmhalle werden wir wohl auch nie bekommen. Wozu dann also ein Freibad.

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