Eberswalde - Schulbetrieb wird wegen fehlender Heizung vorerst eingestellt

Der Regler einer Heizung (Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa)
Audio: Antenne Brandenburg | 28.09.2021 | Stadtsprecher Johann Bodner | Bild: Hauke-Christian Dittrich/dpa

An der Bürgel-Grundschule in Eberswalde (Barnim) ist wegen zu niedriger Temperaturen in den Kassenräumen der Unterricht am vergangenen Freitag und am Montag ausgefallen. Die Werte lagen nach Angaben der Eberswalder Stadtverwaltung unter der 18-Grad-Celsius-Marke. Damit sei ein Unterricht nicht mehr möglich gewesen.

Hintergrund für diese Bedingungen sei eine fehlende Heizungsanlage in dem Schulgebäude. Dort werde aktuell das 120 Jahre alte Gebäude saniert. Eine moderne Heizung auf Holzpellets-Basis soll erst in den Herbstferien, Mitte Oktober, komplett installiert sein. Darüber hatte die Schulleitung per Mail auch die zuständigen Elternsprecher informiert.

Zwischenlösung wird gesucht

Nach Angaben der Stadt sei das Problem vorerst mit einer Zwischenlösung behoben worden. Es könne wieder regulär unterrichtet werden. Sprecher Johan Bodnar sagte dem rbb dazu: "Wir haben sehr schnell reagiert und direkt am Dienstag eine temporäre Heizungsanlage installiert und in Betrieb genommen." Damit soll die Zeit bis zu den Herbstferien überbrückt werden.

Bereits am vergangenen Freitag gab es in der Grundschule keinen regulären Unterricht. Wie die "Märkische Oderzeitung" (MOZ) meldet, gebe es in der Lehrerschaft der Grundschule einen hohen Krankenstand.

Sendung: Antenne Brandenburg, 28.09.2021, 07:30 Uhr

7 Kommentare

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  1. 7.

    komisch..... im letzten winter sassen alle bei offenen fenstern in der schule

  2. 6.

    Irgendwie komisch. Sobald auch nur irgendwie über kinderbetreffende Missstände berichtet wird, kommt jemand aus dem Keller gekrochen und bringt FFF ins Spiel. Mit Verlaub, es ödet mich an und ich frage mich ob manche schon "erwachsen" geboren worden sind.
    Natürlich ... mit zunehmenden Alter wird man weiser ... deshalb sind gelbe Bananen auch schlauer wie grüne.

  3. 5.

    Das wäre doch mal eine sinnvolle Aufgabe für die "Fridays for Future"-Bewegung. Auf die Straße für gute Schulen! Schule hat nämlich auch was mit Zukunft zu tun.

  4. 4.

    Ich muß mich dem Kommentar von Wolfgang / Fürstenwalde anschließen. Meine Enkelin besucht die 4. Klasse einer Grundschule, deren Zustand und den des gesamten Schulgeländes, ich als eher "erbärmlich" für ein mitteleuropäisches Land im 21. Jahrhundert bezeichnen muß. Wer dafür die Verantwortung trägt, ist unklar. Die Leidtragenden sind in jedem Fall unsere Kinder und Enkel.

  5. 3.

    Man kann es auch übertreiben.

  6. 2.

    Das sind die Früchte der brandenburgischen Bildungspolitik. Sparen muss sein aber nicht bei unseren Kindern. Ich habe seit 95 als Lehrer gearbeitet und mehrere Bildungsminister erlebt. Einer/ne immer unfähiger als der/die Andere.
    Marode Schulen sind da nur ein Beispiel. Es geht weiter mit zu großen Lerngruppen und zu wenig Lehrer*innen. Wenn mal investiert wurde dann in Gymnasien oder Oberschulen. In der Grundschule werden aber die Grundlagen gelegt. Das sollte den Damen und Herren des Bildungsministeriums mal klar werden. Mit den Ergebnissen haben dann nämlich die weiterführenden Schulen zu kämpfen.

  7. 1.

    Da fehlt scheinbar nicht nur eine moderne Heizung, sondern auch eine vernünftige Dämmung. In meiner Wohnung (Mehrfamilienhaus, Ende der 60 gebaut, Dämmung und neue Fenster 2008) sind an den kühlen Tagen ungeheizt 21 - 22 Grad gewesen. Heute sind es sogar 23 Grad.

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