Studieren in der Corona-Pandemie - Viadrina in Frankfurt (Oder) startet mit Präsenz in das Wintersemester

Mo 18.10.21 | 16:47 Uhr
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Zum Semesterauftakt hat Viadrina-Präsidentin Julia von Blumenthal die ersten Studierenden in Frankfurt (Oder) persönlich begrüßt
Video: Brandenburg Aktuell | 18.10.2021 | L. Mass | Bild: Larissa Mass/rbb

Die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) ist am Montag in das Wintersemester 2021/2022 gestartet. Nach fast eineinhalb Jahren Online-Lehre wegen der Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sollen die kommenden Monate unter dem Motto "So viel Präsenz wie möglich" stehen und die Studierenden wieder auf den Campus locken. "Wir haben Sie vermisst. Wir haben Sie sehr vermisst", begrüßte Viadrina-Präsidentin Julia von Blumenthal am Montag 18 Studierende, die ihrer Einladung zum Semesterstart gefolgt waren.

Besonderes Angebot für Studierende

"Viele große Vorlesungen werden tatsächlich wieder vor Ort standfinden", informierte von Blumenthal zum Semesterauftakt. Für die 5.000 Studentinnen und Studenten bedeutet das konkret, wieder in Veranstaltungen gehen zu können, vor Ort zu lernen und insbesondere auch mit Kommilitonen zusammenzukommen. Je nach Fakultät soll der Anteil der Präsenzveranstaltungen zwischen 75 und 95 Prozent liegen.

Eine Teilnahme solle zumindest mit einem 3G-Nachweis möglich sein. Laut von Blumenthal ist die Impfquote bei Studierenden überdurchschnittlich hoch, so dass einem fast normalen Uni-Alltag nichts entgegenstehe.

"Wir machen auch ein besonderes Angebot für Studierende im dritten und fünften Semester, die jetzt schon mehrere Semester online studiert haben", berichtete von Blumenthal weiter. Die Viadrina biete diesen Studierenden ein "WelcomeBack@Viadrina"-Programm an. Damit sollen unter anderem mögliche Lernrückstände oder psychologische Probleme angegangen werden – jedoch vor allem der Widereinstieg in die Präsenz-Leere ermöglicht werden.

Viadrina startet Dialog und bleibt international

Als einen weiteren Schwerpunkt des kommenden Semesters will sich die Universität verstärkt der Region und insbesondere der Stadt Frankfurt (Oder) im Dialog zuwenden. So solle Ende Oktober eine Widerauflage von "Wie sehen Sie das?" den Austausch mit Frankfurterinnen und Frankfurtern ermöglichen. Im kommenden Jahr solle dann noch eine Bürgermeisterkonferenz organisiert werden. "Das Thema Dialog wird sicherlich ein Schwerpunkt sein", betonte von Blumenthal.

Die Viadrina bleibe zudem weiter international, wie die Präsidentin bekräftigte: "Der Anteil der international Studierenden liegt bei 28 Prozent. Das ist sogar ein bisschen mehr als vorher." Derzeit würden junge Frauen und Männer aus insgesamt 106 Ländern an der Universität unterrichtet. "Wir haben allein ungefähr 200 Studierende mit unserem Programm zur Ankunft betreut", informierte Julia von Blumenthal. So habe die Universität die Mitversorgung in der Quarantäne oder die Organisation von Corona-Tests bewerkstelligt. Jedoch habe auch eine nicht näher bezifferte Anzahl an Kommilitonen die Uni während der Corona-Pandemie verlassen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 18.10.2021, 16:10 Uhr

Mit Material von Elke Bader und Jonas Metzner

1 Kommentar

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  1. 1.

    Oh, sieht sehr voll aus. Die Studenten suchen alle lieber Wohnungen und WG Zimmer in Berlin und regen sich auf, dass es keine gibt statt dort zu studieren.

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