Grenzübergreifende Infrastruktur - Bahn startet Ausbau der Strecke zwischen Angermünde und Stettin nächste Woche

Do 25.11.21 | 16:20 Uhr
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Bauarbeiten am Bahnknoten (Quelle: dpa/Sebastian Willnow)
Bild: dpa/Sebastian Willnow

In Brandenburg beginnen am kommenden Dienstag die Bauarbeiten auf der Bahnstrecke zwischen Angermünde (Landkreis Uckermark) und der polnischen Großstadt Stettin.

Die Strecke werde zweigleisig ausgebaut, elektrifiziert und für Tempo 160 fit gemacht, teilte die Bahn am Donnerstag mit. Die Fahrzeit zwischen Berlin und Stettin solle demnach künftig nur noch 90 Minuten betragen und 20 Minuten schneller sein als heute. Damit soll der Schienenverkehr zwischen der Hauptstadt, der Uckermark und dem Nachbarland Polen attraktiver werden.

Der Bund stellt für das Projekt rund 380 Millionen Euro zur Verfügung, Berlin und Brandenburg steuern insgesamt 100 Millionen Euro bei. Die Fertigstellung der Strecke ist für 2026 geplant. An einer Feier zum Baustart am Dienstagvormittag sollen DB-Vorstand Ronald Pofalla, Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und Berlins Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) teilnehmen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 25.11.2021

5 Kommentare

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  1. 5.

    Naja die Ausschreibungen laufen schon seit 2 Jahren! Auch der „Probebetrieb“ macht hier nicht viel aus, es ist ja keine neue Hochgeschwindigkeitsstrecke damit passiert da nicht viel. Es dauert einfach wenn die Baufirmen nicht 24/7 bauen dürfen da gibt es neben den Anwohnern auch noch andere Belange die Berücksichtigung finden (den Wolf und Elch nicht zu wecken) und eines der größten Probleme! Es müssen sich auch Firmen drauf bewerben! Den im Bahnbau ist die große Zeit des Personals vorbei!

  2. 4.

    Da müsste Polen mitspielen, d.h. es wäre ein EuroCity. Und das wird Polen sicherlich nicht tun, denn Stettin hat einen eigenen Flughafen und Polen errichtet westlich von Warschau einen eigenen Großflughafen, der größer als der BER werden soll.

    Ansonsten könnte ein IC nicht schneller fahren als ein RE, da die Strecke nun mal „nur“ auf 160 km/ ausgebaut wird, was bei den großen Haltestellenabständen aber kein Drama ist. Und nach der aktuellen Planung soll der künftige RE9 Stettin-Südkreuz an weniger Bahnhöfen halten als der RE3, möglicherweise nur in Bernau und den Umsteigeknoten Eberswalde und Angermünde.

  3. 3.

    Weil zu Elektrifizierung gehören nicht nur die Oberleitung, sondern auch die Stromquelle. Hochspannungsmasten (Baugenehmigung, Bau und Inbetriebnahme), Umrichterwerke etc. Bau und Inbetriebnahme sowie Probebetrieb. Das dauert in der Regel 1-2 Jahre plus Ausschreibungsverfahren, was auch ca 1-2 Jahren dauert.

  4. 2.

    >> Intercity Stettin - Flughafen BER<<
    Ich hoffe, dass die Bahn auf der Strecke nicht nur eine Bummelbahn (RE) einsetzt, sondern dass ein Intercity (IC2) die Strecke ohne Zwischenhalt bis Berlin Hbf und dann weiter zum BER Flughafen fährt, um ihn mit Fluggästen zu füttern.
    Das funktioniert heute bereits mit Dresden und Rostock.

  5. 1.

    Gut das hier endlich der Bau beginnt und gut das die Strecke auch zweigleisig ausgebaut wird aber warum man damit bis 2026 braucht für ein paar km Schiene + Oberleitung ist mir wie auch bei vielen anderen Projekten der Deutschen Bahn ein Rätsel .

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