November-Zahlen der Bundespolizei - Deutlich weniger unerlaubte Einreisen über Belarus nach Brandenburg

Do 02.12.21 | 14:56 Uhr
Zentrale Bearbeitungsstelle für Geflüchtete aus Belarus von Bundespolizei und BAMF
Bild: Uta Schleiermacher/rbb

Im November sind deutlich weniger Menschen illegal auf der Migrationsroute über Belarus und Polen nach Brandenburg gekommen als im Monat zuvor. Die Bundespolizei zählte im November insgesamt 1.592 unerlaubte Einreisen. Im Oktober waren es noch 2.791 Menschen, wie die Bundespolizeidirektion Berlin am Donnerstag mitteilte. Im November waren die unerlaubten Einreisen allerdings höher als im September mit 1.305.

Bundespolizei: "Eine Entspannung der Lage zeichnet sich derzeit nicht ab."

Inklusive Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern waren es im November insgesamt 2.849 illegale Einreisen, etwas mehr als halb so viele wie im Oktober, wie aus den Zahlen hervorgeht. Die Bundespolizeidirektion sieht allerdings noch keine Trendwende: "Eine Entspannung der Lage zeichnet sich derzeit nicht ab."

Die Beamten sind nach eigenen Angaben nahe der Grenze mit intensivierten Fahndungsmaßnahmen unterhalb der Schwelle von Grenzkontrollen unterwegs. Im Sommer war die Zahl der über Belarus unerlaubt nach Deutschland eingereisten Menschen stark gestiegen.

Die EU wirft dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko vor, gezielt Menschen aus Krisenregionen nach Minsk einfliegen zu lassen, um sie dann in die EU zu schleusen. Die Innenminister von Bund und Ländern befassen sich in dieser Woche mit der Entwicklung an der Grenze zu Polen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 02.12.2021, 15:30 Uhr

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