Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde - Zwei neue Wolfsrudel mit Wolfswelpen im Landkreis Barnim nachgewiesen

Mi 15.12.21 | 19:01 Uhr
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Archivbild: Zwei spielende Wolfswelpen am 19.02.2020 (Quelle: dpa/Raimund Linke)
Audio: Antenne Brandenburg | 15.12.2021 | Klaus Lampe | Bild: dpa/Raimund Linke

Auch der Norden Brandenburgs wird zunehmend von Wölfen erobert: Seit Kurzem leben zwei neue Rudel im Landkreis Barnim - in beiden Territorien konnten erstmalig Welpen nachgewiesen werden. Die Besiedelung werde seit gut einem Jahr von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (hnee.de) in Kooperation mit dem Landesbetrieb Forst Eberswalde und den ehrenamtlichen Wolfsbeauftragten des Landkreises beobachtet, teilte die Hochschule am Mittwoch mit.

Fotos belegen Entdeckung

Im Landkreis Barnim machten über 50 Wildkameras mehr als 3.000 Aufnahmen. Dadurch sei bekannt geworden, dass im Vorjahr erstmals jeweils zwei Wolfswelpen in den beiden Rudeln geboren wurden, sagte Siegfried Rieger, Leiter des Fachgebietes für Wildbiologie, Wildtiermanagement und Jagdbetriebskunde an der Hochschule. In diesem Jahr konnten fünf beziehungsweise sechs Welpen nachgewiesen werden. Aktuell lebten in beiden Rudeln neun Wölfe.

Durch die Fotoaufnahmen wurde bekannt, dass zwei Alttiere bis zu 30 Kilometer pro Nacht laufen. Ihr Territorium umfasst rund 240 Quadratkilometer bis in den Landkreis Märkisch-Oderland.

Deutschlandweit leben in Brandenburg die meisten Rudel

In Deutschland sind derzeit 157 Wolfsrudel erfasst, die meisten davon in Brandenburg. Das geht aus den Erhebungen der Bundesländer für das Monitoring-Jahr 2020/21 hervor, die das Bundesamt für Naturschutz und die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf unlängst veröffentlichten. Die meisten Rudel leben demnach in Brandenburg (49), gefolgt von Niedersachsen (35) und Sachsen (29).

Sendung: Antenne Brandenburg, 15.12.2021, 15:30 Uhr

 

33 Kommentare

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  1. 33.

    Der Braunbär war auch mal heimisch ,und in einigen Nachbarländer lebt mann auch mit ihm gut
    Es ist schon merkwürdig ,daß nur sie hier die grosse Panik schieben

  2. 32.

    Nun schon einmal was von Stacheldraht gehört und den Zaun bis zu 50 cm im Boden eingraben und mit Heringen befestigen?
    Wenn Ihr Hund schon vor den Wildschweinen kneift um wieviel mehr wird es der Wolf tun? Die wählen nur Schwache aus und in ihren Augen ist der Schwach der keine Abwehr zeigt, also auch viele Menschen die meinen der Wolf würde flüchten!

  3. 30.

    Dann glauben sie halt an Märchen ,verbreiten sie aber nicht unnötig Angst und Panik

  4. 29.

    Nun, dann müssten Sie auch konsequent für die Wiederansiedlung von Braunbären sein.
    Es wird irgendwann dazu kommen, dass es zu einem tödlichen Angriff auf Menschen eines Wolfes kommt. Dann werden Sie sich an meine Worte erinnern, dass auf Grund der Besiedlungsdichte hier Raubtiere die größer als Luchse sind keinen Platz mehr haben!

  5. 28.

    Bei Hunden gibt es die Haftung des Hundehalters, im übrigen demaskiert Sie diese Aussage. Wissen Sie, dass Wölfe immer die schwächsten Beutetiere schlagen? Und wer ist in den Augen der Wölfe schwach? Etwa der Spießer, der Keiler oder die Bache? Nein es sind die Tiere die niemals gelernt haben sich vor dem Wolf zu schützen und wer schützt sich vor dem Wolf ebenso nicht, der Mensch! Über kurz oder lang wird es zu Begegnungen kommen bei denen Wölfe Menschen angreifen!

  6. 27.

    Übrigens ,zu dem Thema habe ich noch nichts gesagt
    Wie man Schafherden Schützen kann sagt " Tim "
    Brauch ich nichts zu sagen ,er hat mit allem Recht

  7. 25.

    " Lucky" hat recht
    Eher geht von Hunden eine Gefahr aus ,als vom Wolf
    Manche Hundehalter kommen mit ihren Hunden nicht zurecht ,und auch streundende entlaufende Hunde können Schafen gefährlich werden ,was ist den mit denen
    Und wie wollen sie mit Wildschweinen umgehen ,die oft auch aggressiv sind ,Auch ausrotten ???

  8. 24.

    Sie haben wohl wirklich zu oft Rotkäppchen und der Böse Wolf geschaut
    Auch in Deutschland gibt es mehr Platz für den Wolf, als sie denken ,er gehört zu einem gesunden Ökosystem dazu ,
    Heidekind: das der Wolf kein Kuscheltier ist weiß wohl jeder, Reh ,Wildschwein ,Hirsch und Co, sind aber auch nicht

  9. 23.

    „Nun, dann erklären Sie mal, was Sie als geeignete Maßnahmen ansehen!“

    Hab ich zwar schon geschrieben, für Sie aber auch gerne noch mal: z.B. Herdenschutzhunde. Zum Teil werden die auch hierzulande sogar schon von Schäfern eigesetzt. In Ländern, wo der Wolf nie weg war, sowieso.

    https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/wissen/22352.html

    Trotz dichter Besiedlung hat es hier, soweit ich weiß, bislang keinen Fall gegeben, in dem ein Wolf einem Menschen gefährlich geworden wäre. KFZ, beispielsweise abbiegende LKW, töten ständig Menschen … Aber Ruft deswegen jemand nach einer Abschusserlaubnis für Auto- oder LKW-Fahrer? Komischerweise scheint das einfach so hingenommen zu werden, während beim Wolf Forderungen nach einer Bejagung laut werden, bevor es überhaupt auch nur einen einzigen Vorfall gegeben hätte – da stimmt doch was nicht …

  10. 22.

    Nein, ich sehe es nur realistisch!
    Vergleichen Sie doch die Besiedelungsdichte heute mit der Zeit als der letzte Wolf geschossen wurde. Heute sind Problembegegnung vorprogrammiert und damit leider auch Angriffe durch Tiere die sich bedroht fühlen! Meinen Sie das Kindchenschema der kleinen Wölfe bleibt? Nein das sind ausgesprochene Taktiker bei der Jagd!

  11. 21.

    Ach Rumgeunke? Die Geschädigten sollen Maßnahmen ergreifen? Nun, dann erklären Sie mal, was Sie als geeignete Maßnahmen ansehen! Sie scheinen wohl nie sich mit der Lebensweise der Wölfe auseinanderzusetzen und eines kommt noch hinzu, dass die Bundesrepublik wesentlich dichter besiedelt ist, als es zu Zeiten des Abschusses des letzten Wolfes war.

  12. 20.

    So, ihr Wolfsspezialisten. Der Wolf ist kein Kuscheltier und auch kein Killer. Der "Kritiker" schrieb was von Celle, also von meinem Vorgarten. Neben dem Wolf gibt es dort auch die Gattung "Tourisicus Blödius". Das ist die Gattung, die die Viecher auch noch anfüttert, vergleichbar mit den Wildschweinfans an der hiesigen Havelchaussee. Sonst gibt es da noch Märchenerzähler https://landgestuetcelle.de/de/aktuelles/einen-baeren-aufgebunden.html und echte Wolfsrisse
    https://www.haz.de/Nachrichten/Der-Norden/Wildkamera-nimmt-Wolfsriss-im-Landkreis-Celle-auf-Rotwildspiesser-getoetet und auch Wölfe, die selbst mir etwas zu nahe dran wären
    https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/Wietzendorf-Spaziergaengerin-begegnet-Wolf,wolf4492.html
    Wie immer ... Schwarz / Weiß gibt es nicht.

  13. 19.

    Immer dieses vorauseilende Rumgeunke … Bei vielen WIRKLICH WICHTIGEN Dingen handeln wir Menschen doch auch erst (frühestens) dann, wenn etwas schon massiv negative Auswirkungen für uns hat – wovon beim Wolf bisher aber nun wirklich nicht die Rede sein kann. Und wenn ein Schafhalter sich weigert, effektive Maßnahmen zu ergreifen wie Herdenschutzhunde … tja … dann soll der Wolf deswegen dran glauben müssen? Das kann‘s ja wohl nicht sein … Wölfe gehören in unseren Breiten einfach zu einem funktionierenden Ökosystem dazu und daher ist es nur gut und richtig, dass sie wieder zurück sind!

  14. 18.

    Da sind ja die Hundehalter die ihre Hunde nicht im Griff haben - ach, der will ja nur spielen - gefährlicher, weil da sind schon Menschen zu Tode gekommen. Und die paar tausend Tote durch Autofahrer? Dann sollte man vllcht das Autofahren verbieten - aber da würde man ja die Freiheit eines einzelnen einschränken ;-)

  15. 17.

    Ach sind die kleinen Wölfe niedlich!!! Die können doch niemanden etwas zu leide tun und auch keine Schafe reißen. Dieses Thema Wolf wird immer von denen befeuert die entweder von den Tieren nicht betroffen sind
    oder zumindest keine Ahnung haben. Rudel in dieser Menge, auf so engen Raum, dass wird und kann nicht gutgehen.

  16. 16.

    Hören Sie auf ,Märchen vom bösen bösen Wolf aus Grimms Rotkäppchen zu erzählen ,Panikmache bringt nichts

  17. 15.

    PS. Ich würde mich ganz ehrlich gesagt sogar freuen ,ihnen ich mal einen Wolf in freier Natur sehen würde
    Die Wahrscheinlichkeit ist aber sehr gering ,weil in der Regel ist ein Wolf extrem Scheu ,bevor wir ihn sehen ist er mit eingeklemmten Schwanz ( vor Angst) wieder weg
    Zur Regulierung des Wolfsbestands
    Der Wolfsbestand sollte bevor er überhand nimmt reguliert ,aber keinesfalls ausgerottet werden
    Das gleiche gilt aber auch für Wildschwein ,Reh ,Hirsch

  18. 14.

    Sie machen es also von einem Einzelfall aus ,das mann am besten ein heimischen Wildtier ausrotten sollte
    Wenn mann so denkt wie sie ,müssten wir zb. Das Wildschwein auch ausrotten ,von denen geht eher Gefahr für den Menschen aus ,als vom Wolf
    Ein Wildschwein geht eher zum Angriff über ,ist schon oft passiert ,sie gehen auch in Wohngebiete ,richten Schaden an
    Vom Wolf hört mann kaum bis garnicht Das er in Wohngebiete geht . Sie erzählen hier teilweise Sachen, die sie mal belegen müssen
    Zu schafhalter : Da sehe ich das größte Problem
    Natürlich müsste ei Schäfer Entschädigung bekommen ,wenn er Schaden durch den Wolf hat ,
    Man kann heute auch feststellen welcher Wolf angegriffen hat
    Wenn ein bestimmter Wolf das ständig macht ,sollte er zum Abschuss freigegeben werden
    Das ich den Wolf verharmlose ist falsch ,ich sehe ihn als wildtier an ,wie jedes andere auch
    Es werden nur zuviel Märchen erzählt ,Motto, der böse ,böse Wolf,
    Panik wegen ihm gemacht

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