Geplantes Zukunftszentrum - Frankfurt startet Bewerbungskampagne

So 16.01.22 | 22:32 Uhr
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Blick auf Frankfurt (Oder) (Foto: Patrick Pleul/dpa)
Audio: Inforadio | 16.01.2022 | Oberbürgermeister René Wilke | Bild: Patrick Pleul/dpa

Frankfurt (Oder) bewirbt sich als Standort für das von der Bundesregierung geplante "Zukunftszentrum für Europäische Transformation und Deutsche Einheit". Am Sonntagabend startete die Stadtverwaltung ihre Bewerbungskampagne unter dem Motto "Stadt der Brückenbauer".

Danach soll das dafür vorgesehene Gebäude direkt vor der Oderbrücke entstehen. Oberbürgermeister Wilke (Linke) erklärte, Frankfurt eigne sich aufgrund seiner Lage und seiner Erfahrungen. Auch Brandenburgs Ministerpräsident Woidke (SPD) unterstützt die Bewerbung.

Ort soll "Brückenschlag in die Zukunft" werden

Das Zukunftszentrum soll ein Begegnungsort mit überregionaler Strahlkraft werden. Es solle sich mit den Veränderungen in den vergangenen 30 Jahren in Deutschland befassen und auch ein "Brückenschlag in die Zukunft" sein, so die Bundesregierung im Juni 2021 [www.bundesregierung.de].

Zuletzt der bisherige Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz (CDU), und der ehemalige brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) eine Arbeitsgruppe geleitet, die sich mit der konkreten Ausgestaltung des geplanten Zukunftszentrums beschäftigt. Schon früh wurde bekräftigt, dass eine solches Zentrum in Ostdeutschland anzusiedeln sei.

Eine Entscheidung für den Standort soll bis Mitte des Jahres fallen. 2027 soll dann das Zukunftszentrum laut bisheriger Planung fertiggestellt werden.

Sendung: Brandenburg aktuell, 16.01.2022, 19:30 Uhr

7 Kommentare

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  1. 7.

    Wir Bewohner ist ja ein vielschichtiger Begriff. Diese Stadt hat durchaus ein intellektuelles Potential und die wahrscheinlich internationalste öffentliche Hochschule Brandenburgs, wenn nicht sogar Deutschlands.
    Schon allein das architektonische kann sehr spannend werden. Bis auf funktionale Einkaufszentren und sozialistischen Zweckbau hat unsere Stadt nicht viel an zeitgenössischer Architektur zu bieten. Da wäre so ein Objekt schon ein Schmankerl was FF nie allein bezahlen könnte.
    Forschung ist eben nicht immer nur Technik oder Medizin sondern auch Soziologie und Geschichte.
    Ich finde das hochspannend und halte es für das beste was dieser Stadt seit Wiedergründung der Viadrina geschehen könnte.
    Letztenendes wird es ein Geschenk des Bundes das man keineswegs ausschlagen sollte.
    Das wäre mind. das dritte Objekt auf europäisch höchstem Level in der Stadt, die hoffentlich bald nicht mehr unterschätzt wird und auch in Potsdam die Aufmerksamkeit bekommt die ihr gebührt.

  2. 6.

    Eigentlich hat Frankfurt ja noch ein ganz anderes gigantisches Projekt am Start:
    tinyurl.com/2p8sevuv
    Die Neutrino Energy Group will nach eigenen Angaben einen Teil der nichtsichtbaren Strahlungsenergie und Wärmedifferenzen in Strom umwandeln. „Gleichsam einer Solarzelle, die jedoch auch bei völliger Dunkelheit funktioniert“, heißt es im Pressetext.
    Machbar werde die „Pi-Technologie“ durch ein „quantenmechanisches 2D-Arbeitstool, einem Wandler, der aus mehrschichtig dotiertem Silizium besteht, in dessen Zwischenräumen spezielle Graphenschichten durch äußere Einflüsse in Schwingungen und Resonanzen versetzt werden“, wird weiter ausgeführt. Die Bauteile wiederum sollen die Grundlage für das künftige „Pi-Car“ bilden, ein Elektroauto, das ohne Tank und Ladesäule auskommt, weil es den benötigten Strom einfach einsammelt und damit selbst bereitstellt.

  3. 5.

    Damals (2006) stimmten nicht nur fast 83% Frankfurter gegen die Brückentram, sondern vor allem stimmte eine große Slubicer Bürger-Mehrheit gegen diese Tram. Dies geschah sowohl aus ökonomischen Gründen als auch aus Mißtrauen gegenüber den deutschen Politikern und ihrer permanenten Umklammerungspolitik. Ich war damals gegen die Tram und bin es auch heute. Slubice hat jedes Jahr Probleme, seinen Anteil am Grenzbus zu zahlen. Daran ändern deutsche Liebesgrüße nichts.

  4. 3.

    Wo schon die Stadtbrücke auf dem Foto ist, sollte auf jeden Fall feststehen, dass die Zukunft von Frankfurt / Oder nur mit Slubice zusammengedacht werden kann. Anders ginge es nicht. Da fällt mir unter anderen auch der öffentliche Nahverkehr ein, wobei fast 20.000 Einwohner nur mit einer einzigen und im Stadtgebiet von Slubice zudem noch reichlich versteckten Buslinie bedient werden. Dies ist verbunden mit dem recht frommen Wunsch, dass es in den nächsten Jahrzehnten gelingt, diejenigen 18%, die seinerzeit NICHT misstrauisch gegenüber Polen waren, noch zu steigern. Dann würde die Stadtbrücke mit Schienen und Oberleitung sichtbar bereichert. Simpler Asphalt ist für ein sichtbares, zukünftiges Zusammengehen eben zu wenig.

  5. 2.

    „Zukunftszentrum soll ein Begegnungsort mit überregionaler Strahlkraft werden“ bei solch hochtrabener Ankündigung kann das nur ein Rohrkrepierer werden. Ich seh es schon vor meinem geistigen Auge….eine langweilige Ausstellung und möchtegern Events die keinen interessieren, aber mit Millionen Steuergeldern unterstützt werden. Warum bewirbt sich Ffo nicht mal für wichtige Dinge, wovon wir Bewohner auch in unserem täglichen Leben etwas haben???

  6. 1.

    Jeder Frankfurter OB hat "seine Vision".

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