Fluchtbewegungen aus der Ukraine - Sonderzüge pendeln jetzt zwischen Berlin und Frankfurt (Oder)

Do 03.03.22 | 15:45 Uhr
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Ein Regionalzug fährt in den Bahnhof Frankfurt (Oder) ein. (Quelle: Patrick Pleul/dpa)
Bild: Patrick Pleul/dpa

Die Deutsche Bahn will Geflüchteten aus der Ukraine auf dem Weg ins deutsche Landesinnere zügig helfen. Ab sofort pendeln Sonderzüge zwischen Frankfurt (Oder) und Berlin.

Für Flüchtlinge aus der Ukraine fahren nun Pendelzüge zwischen Frankfurt (Oder) an der polnischen Grenze und Berlin. Seit Donnerstag fahren die zusätzlich eigens eingesetzten Pendelzüge sechs Mal täglich zwischen beiden Städten, wie die Deutsche Bahn mitteilte. "Die eingesetzten Züge können insgesamt rund 5.000 Reisende aufnehmen. Damit verdoppelt die DB das Angebot zwischen der polnischen Grenze und Berlin", so der Sprecher weiter.

Bislang kommen die Menschen mit täglich acht internationalen Fernzügen über Frankfurt (Oder) nach Deutschland. Insgesamt können Flüchtlinge laut Bahn in rund 40 internationalen Fernzügen über Polen, Österreich und Tschechien nach Deutschland einreisen.

Bis Berlin, Dresden, Nürnberg und München reicht der ukrainische Pass oder Personalausweis. Für die Weiterreise können Flüchtlinge den Gratisfahrschein "helpukraine"-Ticket erhalten. Ein Drittel aller Flüchtlinge, die Berlin mit dem Zug erreichen, haben dies nach Bahn-Angaben schon genutzt, um weiter zu reisen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 03.03.2022, 15:30 Uhr

10 Kommentare

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  1. 10.

    Das ist klar und das war nicht gemeint. Die Ansage klang wie einfach irgendwie mal schnell weiterschicken, irgendwo anders wird schon jemand was mit denen dann anfangen können - es klingt einfach wie überhaupt kein Plan (die Durchgangslager nach dem Krieg waren organisiert und es gibt jetzt doch gar keine echten Durchgangslager mit einer Erfassung der Personen und gezielten Weiterleitung).

  2. 9.

    Weil sonst die, die noch kommen sich nur hinten anstellen können.
    Ist doch recht logisch, FF ist der bedeutendste Grenzbahnhof und die wichtigste Autobahn von Osten. Die meisten Flüchtlinge kommen hier durch. Und wenn die nicht zügig weiterverteilt werden, staut sich das. Wie auf der Autobahn löst sich ein Stau nur vorn am Knoten auf.
    Wenn Sie auf die Kapazitäten in Ostbrandenburg abzielen, die wird man schon auslasten und ggf. erweitern. Die lokale Politik hat diesbezüglich in allen Zeiten diesbezüglich regelmäßig mit Pragmatismus geglänzt.
    Auch die hiesigen Flüchtlingslager nach dem 2ten Weltkrieg waren Durchgangslager.

  3. 8.

    Ich stimme dir zu´und bin dafür, daß Wladimir Putin alle Kosten bezahlt und notfalls gepfändet wuird.

  4. 7.

    Mir tun die Ukrainer sehr Leid was sie ertragen müssen. Wie wäre es denn wenn alle Politiker die ein Haus besitzen Leute aufnehmen? Das wäre Vorbild und nicht nur Gerede wie immer.

  5. 6.

    "auf dem Weg ins deutsche Landesinnere zügig helfen" Warum müssen Kreigrsflüchlinge unbedingt zügig ins Landesinnere verteilt werden? Das fällt hier einfach so alternativlos vom Himmel ohne Begründung für die unbedingte Notwendigkeit.

  6. 5.

    Gegenfrage: Wer kommt für die immensen Kosten auf? Hoffentlich nicht Bahnkunden und Steuerzahler.

  7. 4.

    Wie schon einmal gesagt: Als ehemaliger Lokführer wäre ich gerne mit meiner Lokomotive dabei.

  8. 3.

    Es werden ja wohl hoffentlich auch (WEST-)EUROPAWEIT erst einmal ALLE Züge und ALLE ÖPNV in ALLE Richtungen freigegeben, damit die Frauen, Kinder und Alte die jetzt schon wissen wohin sie können sofort dahin weiterfahren können … Denn ein großer Teil der Männer und Väter die in der Ukraine zurückblieben werden ihre Frauen und Kinder nur mit riesengroßer Sorge „anderen Transportmitteln“ anvertrauen wollen.

  9. 2.

    Die "8 internationalen Züge" stimmen so nicht. Zwar lässt die DB alle ukrainischen Staatsbürger "aus internationalen Fernzügen aus Polen" (also den EC aus Warszawa, Gdynia und Przemysl) bis Berlin kostenfrei fahren gegen Vorlage des ukrainischen Ausweises/Passes, bei PKP-IC gilt das aber nur für die in Polen als IC verkehrenden Züge.

    Ausschließlich für diese bekommen Ukrainer von PKP-IC kostenlose Fahrkarten gegen Vorlage ihres Ausweises/Passes ausgestellt, das sind nur noch 4 Züge pro Tag: Der EC56 aus Przemysl, der EC58 aus Gdynia, der EC248 aus Warszawa und die 3 Kurswagen aus Wroclaw am NJ456. (Quelle: https://www.intercity.pl/pl/site/o-nas/dzial-prasowy/komunikaty/bezplatne-przejazdy-dla-obywateli-ukrainy-pociagami-pkp-intercity.html)

    Wer nicht mit diesen mitkommt dem bleibt nur noch der Regionalverkehr.
    Für die anderen Züge Polen-Berlin (allesamt aus Warszawa) müssen auch die Ukrainer Fahrkarten kaufen, und das sind dann mal eben 250 PLN pro Person (ca. 52€)

  10. 1.

    Falsch geschrieben, sorry!

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