Übertragung durch Zeckenbisse - Drei Brandenburger Landkreise zählen ab sofort zu FSME-Risikogebieten

Do 03.03.22 | 18:09 Uhr
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Eine Zecke (Ixodida) krabbelt über eine Decke. (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Bild: dpa/Patrick Pleul

Millionen Menschen werden jährlich von Zecken gebissen. Vor allem die übertragene FSME-Erkrankung ist gefährlich. Zu den Risikogebieten zählen nun auch drei Brandenburger Landkreise.

Ab sofort gehören auch drei Landkreise in Brandenburg zu FSME-Risikogebieten in Deutschland. Dabei handelt es sich um Oder-Spree, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße. Das hat das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstag mitgeteilt. Damit sind jetzt deutschlandweit 175 Kreise als FSME- Risikogebiete [rki.de] eingestuft.

Stiko empfiehlt FSME-Impfung

Geschätzte zehn Millionen Menschen werden pro Jahr in Deutschland von Zecken gebissen. Neben der Borreliose übertragen Zecken die weit gefährlichere Krankheit: Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Dabei handelt es sich um eine Hirnhaut- beziehungsweise eine Gehirnentzündung. Diese werden meist im Frühjahr und Sommer übertragen.

Wenn eine Zecke durch einen Stich das FSME-Virus überträgt, kann es einige Zeit dauern bis Symptome auftauchen. Im Schnitt können ein bis zwei Wochen vergehen bis die Erkrankung ausbricht. Die FSME verläuft bei vielen Patienten in zwei Phasen: Die ersten Anzeichen sind grippeähnliche Symptome, wie zum Beispiels Kopfschmerzen, Fieber oder Müdigkeit. In einer zweiten Phase kommt es zu einem symptomfreien Intervall ohne Fieber. Die nächste Phase des Krankheitsbildes kann bei fünf bis 15 Prozent der Infizierten zu einem Befall des zentralen Nervensystems führen.

Die Ständige Impfkommision (Stiko) empfiehlt Personen eine entsprechende Impfung, "die in FSME-Risikogebieten gegenüber Zecken exponiert sind, und Personen, die durch FSME beruflich gefährdet sind, wie zum Beispiel in der Forstwirtschaft oder Landwirtschaft arbeitende Personen sowie Laborpersonal".

Brandenburg bis in die 1960er Jahre FSME-Risikogebiet

Bis in die 1960er Jahre war Brandenburg – so wie Mecklenburg-Vorpommern – FSME-Risikogebiet. Danach galt die Viruserkrankung hier als ausgestorben. In den vergangenen Jahren hat das Robert-Koch-Institut immer neue Landkreise als FSME-Risikogebiete ausgewiesen. Der Schwerpunkt liegt in der Südhälfte Deutschlands, in den vergangenen Jahren rückte das Virus Richtung Norden und Osten vor.

Wesentliche Endemiegebiete in Deutschland liegen in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Thüringen und Sachsen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 03.03.2022, 16:30 Uhr

12 Kommentare

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  1. 12.

    Etwas übergriffig, ihre zerebrale Entgleisung. Ich kann mich auch nicht erinnern mit Ihnen schonmal Schafe gehütet zu haben oder ausgeritten zu sein. Aber es ist schön, das sie meine Kommentare nerven. Sie scheinen ja ins Schwarze zu treffen - die Kommentare. Trotz allem - ein schönes Wochenende.

  2. 11.

    Statt wie immer nur zu fabulieren können die "Stadtmenschen" doch kaufen. 400 Quadratmeter feinste Wiese in Waldlage 1,5 Mill. Euro. Dann kannst du deine unsinnigen Gedanken umsetzen.

    Deine Kommentare nerven. Von nichts ne Ahnung, Überfall mitreden wollen und alle vollabern.

  3. 10.

    Jetzt frage ich mich wirklich, warum man in Waldesnähe oder überhaupt im Grünen wohnen will, wenn einem die "Mitbewohner" suspekt sind und man den "Neckermann-Kurzrasen" auch noch mit Gift vollmüllt. Ich glaube es gibt genügend Stadtmenschen, die sich liebend gern auf das Experiment "Wilderness-Living" inkl. der Gefahr einer blutrünstigen Raubmücke zu begegnen einlassen würden. Für alle anderen reicht doch grün angestrichener Beton.

    Übrigens ... Repellents sind nicht empfehlenswert. Ballistol stichfrei schon eher und das gute alte Öl von dieser Sorte ist auch ein absolutes unbedenkliches Allroundmittel.

  4. 9.

    Besonders gefährlich sind Gehwege,die mit Gras bewachsen sind, an dem die Hunde die Zecken abstreifen. Impfung ist zu empfehlen. Leider keine Impfung gibt es gegen Borreliose, die hier nur am Rande erwähnt wird. Da gehe ich lieber einmal zu oft zum Arzt. Sie lässt sich nur mit Antibiotika behandeln, und kann von Arthrose bis zu Herzschäden alle möglichen Folgen haben. Sie kann überall auftreten. Ich glaube nicht, dass sich die FSME an die von der Stiko genannten Kreise halten wird.

  5. 7.

    Anderes Getier sind diese blöden Grasmilben, bei mir zählt dazu auch die blöde Mücke. Da hilft schon ein Repellent, ist auch besser als "Wollsocken" hinterher auskochen zu müssen ;-) Rasen kurz halten und im Frühjahr 2 mal mit Zecken- und Grasmilben-Ex besprühen, wenn man nahe am Wiesenrain/Wald wohnt. Da Zecken kurzbeinig sind, kommen sie nicht gut voran, außer auf einem "Wirt". Eine Saison hat man dann Ruhe - wenigstens im Garten.

  6. 5.

    Ok, Zecken können ekelig werden. Impfung hilft.
    Aber welches "andere Getier"? Wenn man nicht gerade Allergiker*in ist, fällt mir da in unseren Breiten nix ein. Am Besten 'ne schöne Wildblumenwiese anlegen - was da Getier unterwegs ist - traumhaft. Entspannt total.

  7. 4.

    Den Rasen insgesamt sehr niedrig halten, oder wer dazu keine Lust oder Zeit hat, einfach mit dem Propangasbrenner drüber gehen. Hält sehr lange vor.

  8. 3.

    Autan! Stinkt, hilft aber ;-)

  9. 2.

    Die Hinweise zu exponierten Lagen könnte man noch erweitern. Vielleicht nur ein weiteres Beispiel: Gärten mit Rasenflächen aber auch Rasenflächen in Waldgebieten oder an Grundstücken sollten auch dazu gerechnet werden. Beim Rasenmähen empfiehlt sich nicht nur festes Schuhwerk (Arbeitsschutz) sondern auch lange eng schließende Hosen und dicke Wollsocken wegen Zecken und auch anderem Getier.

  10. 1.

    Schlimme Krankheit, weiß ich aus eigener Erfahrung
    Impfen hilft

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