"Sextortion" in Brandenburg - Zwei Jugendliche offenbar mit Fotos aus Handy-Chats erpresst

So 29.05.22 | 14:12 Uhr
Symbolbild: Eine Person am Smartphone (Quelle: dpa)
Bild: dpa

Ein Chat mit einer Unbekannten. Es wird geflirtet und Fotos werden ausgetauscht, die nicht unbedingt jeder sehen soll. Zwei Jugendliche sollen so Opfer einer versuchten Erpressung geworden sein. Die Polizei warnt - sogenanntes "Sextorting" nimmt zu.

Zwei Jugendliche sind am Freitag und Samstag offenbar Opfer einer versuchten Erpressung geworden. Dies teilte die Polizeidirektion Ost am Sonntag in Fürstenwalde (Oder-Spree) mit.

Demnach habe ein 19-Jähriger am Freitag in einem Chat Fotos mit entblößten Körperteilen ausgetauscht. Der oder die Tatverdächtige verlangte daraufhin mehrfach Geldzahlungen zwischen 50 und 1.000 Euro und drohte offenbar, Bilder des 19-Jährigen zu veröffentlichen. Das mutmaßliche Opfer ging darauf nicht ein.

Ähnliches soll laut Mitteilung am Samstag einem 15-Jährigen in Grünheide (Oder-Spree) passiert sein. Er chattete demnach auf Instagram mit einer Person, die vorgab, weiblich zu sein. Beide hätten Bilder ausgetauscht.

Die mutmaßliche Täterin soll die Bilder des Jugendlichen daraufhin in einer Collage zusammengefasst haben. Mit der Drohung, diese Collage an alle Instagram- und Facebook-Kontakte des 15-Jährigen zu senden, habe die Person dann versucht, 50 Euro zu erpressen. Auch hier erfolgte keine Zahlung.

Polizei warnt - sogenanntes "Sextortion" nehme zu

Bei diesen Erpressungshandlungen handele es sich laut Polizei um eine zunehmende Form der Kriminaltät. Sie rief dazu auf, vorsichtig mit seinen persönlichen Daten zu sein - wozu auch Fotos zählen. Sollte man erpresst werden, sollte man sich an die Polizei wenden und keine Zahlungen tätigen.

Solche Straftaten werden unter dem Begriff "Sextortion" beschrieben. Dieses Wort setzt sich aus den englischen Begriffen "Sex" und "Extortion" (deutsch: Erpressung) zusammen.

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