Start der Sommerferien - Was Brandenburger Schüler bei Ferienjobs beachten sollten

Do 07.07.22 | 14:30 Uhr | Von Tony Schönberg
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Symbolbild: Eine Schülerin lässt sich etwas bei ihrem Ferienjob als Kellnerin erklären. (Quelle: dpa/J.Büttner)
Audio: Antenne Brandenburg | 07.07.2022 | Felicitas Montag | Bild: dpa/J.Büttner

Statt mit Eltern oder Freunden in den Urlaub zu fahren, verbringen viele Schüler die schönste Zeit des Jahres auf dem Feld oder im Büro. Dabei gelten viele Regeln. Doch mit Ferienjobs können auch Weichen für die Zukunft gelegt werden.

Für die rund 256.000 Schülerinnen und Schüler in Brandenburg beginnen am Donnerstag offiziell die Sommerferien. Für viele heißt das, sich das Taschengeld mit einem Ferienjob aufzubessern. Allerdings gibt es dabei einiges zu beachten.

Arbeiten ja, aber mit Einschränkungen

Laut dem Brandenburgischen Ministerium für Jugend, Bildung und Sport ist die Arbeit für Kinder unter 16 Jahren grundsätzlich verboten. Ausnahmen gelten aber für Jugendliche zwischen 13 bis 15 Jahren. Sofern die Eltern zustimmen, dürfen sie bis zu zwei Stunden täglich leichte Tätigkeiten ausüben. Dazu zählen etwa Zeitungen austragen, Nachhilfeunterricht oder Hilfe bei der Ernte.

Schüler zwischen 15 und 18 Jahren dürfen in den Schulferien für maximal vier Wochen im Jahr, acht Stunden pro Tag und 40 Stunden die Woche beschäftigt werden. Abgesehen von Jobs in der Pflege, Gastronomie oder der Landwirtschaft ist die Arbeit am Wochenende untersagt.

Die Ferienarbeit muss grundsätzlich leicht und geeignet sein. Verboten sind zum Beispiel das Tragen schwerer Lasten, gefährliche oder Tätigkeiten mit schlechter Körperhaltung. Zudem müssen Arbeitgeber ihrer Aufsichtspflicht nachkommen. Auch auch die Bedienung schwerer Maschinen ist tabu.

Eigeniniviative ist gefragt

Die Brandenburger Arbeitsagenturen raten besonders unentschlossenen Schülerinnen und Schülern dazu, die Ferien etwa mit einem Praktikum zur Berufsorientierung zu nutzen. Laut der Eberswalder Agentur-Sprecherin Sabine Endmann sollten Jugendliche dafür aktiv auf Unternehmen zugehen. Denn nur wenige Betriebe und Arbeitsagenturen würden entsprechende Angebote ausschreiben.

"Aber gute Erfahrungen hat man damit, dass man initiativ auf die Unternehmen zugeht", sagt Endmann. "Vielleicht unterstützen einen auch die Eltern, wenn die im Bekanntenkreis jemanden kennen, wo es mit dem Berufswunsch oder den Interessen der Schüler übereinstimmt."

Sendung: Antenne Brandenburg, 06.07.2022, 14:30 Uhr

Beitrag von Tony Schönberg

2 Kommentare

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  1. 2.

    Einfach mal bei einem Handwerksbetrieb fragen, ob man etwas mithelfen darf. Da wird man mit Handkuss genommen und die Bezahlung stimmt auch. So kann man gleichzeitig seine Fähigkeiten abstecken und einen Wunschberuf ausprobieren!

  2. 1.

    Personaler lieben es, wenn man erkennen kann, das jemand ein Ziel hat und daraufhin arbeitet...

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