Symbolbild: Schülerinnen und Schüler stehen vor dem Unterricht mit Abstand auf dem Schulhof. (Quelle: dpa/Arne Dedert)
Audio: Antenne Brandenburg | 09.09.2020 | Autorin: Sabine Tzitschke | Bild: dpa/Arne Dedert

Beschluss des Verwaltungsgerichts Frankfurt (Oder) - Schulpflicht geht über Sorge vor Corona-Ansteckung

Das Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder) hat einen allgemeinen Anspruch auf Befreiung von der Pflicht zur Teilnahme am Präsenzunterricht wegen der aktuellen Pandemielage (Covid-19) abgelehnt.

Eltern fordern Befreiung vom Schulbesuch

Die Eltern zweier sieben und neun Jahre alten Kinder, die derzeit eine Grundschule besuchen, beantragten bei der Grundschule sowie dem staatlichen Schulamt die Befreiung vom Präsenzunterricht. Sie begründeten den Befreiungsantrag mit der auf Grund der Coronapandemie bestehenden Gefahrenlage und der Furcht vor Ansteckung. Grundschule und Schulamt wiesen auf die bestehende Schulpflicht hin.

Verweis auf Hygienemaßnahmen

Das Verwaltungsgericht folgte der Furcht der Eltern aber nicht, und verwies auf die Pandemie bedingte Regelungen für Schulen im Regelbetrieb im Land Brandenburg. Diese umfassen die Mindestabstände zwischen dem pädagogischen Personal, das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Innenbereich von Schulen und die Beachtung der allgemeinen Hygieneregeln.

Die Eltern der Kinder konnten, trotz Aufforderung, nicht nachweisen einer Risikogruppe anzugehören. Bedingung ist ein medizinisches Attest.

Sendung: Antenne Brandenburg, 09.09.2020, 13:30 Uhr

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3 Kommentare

  1. 3.

    Mal zur Information: Die Schulpflicht gibt es schon länger als die Bundesrepublik Deutschland, nämlich schon seit ca. 200 bus 250 Jahren.

    Und wenn die Eltern es schick finden, dass dann irgendwann die Polizei auf der Matre steht, um die Kinder in die Schule zu bringen, oder wenn die Eltern es sich leisten können, die Strafgelder zu zahlen, dann bitte.

    Außerdem: Wie hätten Sie zu Beginn der Pandemie reagiert? Dumm rumlaufen kann jeder, aber bessermachen.. Da eirds dann, glaube ich, bei vielen sehr eng.

  2. 2.

    Und wie lange würden Sie diesen bzw. Ihren Kindern noch den Besuch der Schule verweigern? Es ist nicht mehr wie am Anfang der Pandemie. - Mittlerweile ist mehr über Ansteckung etc. bekannt. Sie tun den Kindern eher schaden, wenn Sie diese nicht wieder am Präsenzunterricht teilnehmen lassen. Kinder brauchen Bildung und physichen Kontakt zu anderen Kindern. Wenn Sie Ihre Kinder weiterhin isolieren, schaden Sie damit deren Entwicklung in sämtlichen Bereichen! Und das ohne Not!!! Der bisherige Unterrichtsausfall ist schon schlimm genug. Außerdem hat eine Umfrage unter Schülern ergeben, dass die große Mehrheit wieder zur Schule will. Haben Sie eigentlich mal Ihre Kinder gefragt oder ist Ihnen deren Meinung/Willen unwichtig?

  3. 1.

    Die Schulpflicht geht vor Corona? Was soll die Verarsche? Monatelang hat man Kindern und Eltern auflaufen lassen. Und jetzt kann man nicht der Sorge von Eltern stattgeben?? Der Verweis auf die Hygieneauflagen ist ein Witz! Außer dass Kinder jetzt gerne noch zusätzlich im Durchzug sitzen, hat sich doch nichts geändert... der Staat hat uns Eltern alle Pflichten übergeholfen. Nun lasst den Eltern, die es wollen, doch ihr Leben mit den Kindern so leben wie sie es möchten. ich persönlich würde nicht auf den Schulbesuch meiner Kinder verzichten wollen, aber jedem das Seine.

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