Weihnachten allein am Handy (Quelle: www.imago-images.de/Gemma Ferrando)
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Weihnachten ohne Familie in Frankfurt (Oder) - Wie ausländische Studierende die Feiertage verbringen

Lockdown, Quarantäne, Angst vor Ansteckung: Viele internationale Studierende der Europa-Universität Viadrina bleiben über Weihnachten und Silvester in Deutschland. Robert Schwaß hat eine ukrainische Studentin in ihrem Wohnheim in Frankfurt (Oder) besucht.

Olya Ostapowitsch hat es sich gemütlich gemacht. Den Weihnachtsbaum hat die Viadrina-Studentin festlich geschmückt, mit dicken Wollsocken aus ihrer Heimat, den Karpaten, läuft die Ukrainerin durch ihr Frankfurter Wohnheim.

Weihnachten und Silvester sind in ihrer Familie wichtige Feiertage. Doch wegen der Corona-Pandemie bleibt die 23-Jährige dieses Mal lieber in Frankfurt (Oder). "Meine Eltern haben Angst und ich auch. Während des ersten Lockdowns war ich in der Ukraine. Ich habe Angst, dass wenn ich jetzt nochmal in die Ukraine komme, dass alle Grenzen wieder geschlossen sind."

Digitale Kommunikation

Auch andere ausländische Studierende fahren aufgrund der Corona-Lage zum Jahreswechsel nicht nach Hause. Viadrina-Präsidentin Julia von Blumenthal hofft, dass die jungen Menschen trotz der schwierigen Situation nicht ganz alleine sind. "Man soll nicht schauen, was man alles nicht machen kann, sondern schauen, was geht und wie man die Zeit gut gestalten kann." Von Blumenthal empfiehlt ihren Studierenden, digital Kontakt mit Freunden und Familie zu halten.

Harry Potter im Wohnheim

Olya Ostapowitsch verbringt die Feiertage in Frankfurt mit ukrainischen Freunden im Wohnheim und einem Harry Potter Abend. In ihrer Heimat wird Weihnachten traditionell von vielen orthodoxen Christen erst Anfang Januar gefeiert. So auch in Olyas Familie. Aufgetafelt werden normalerweise 12 Gerichte, der Platz von Olya bleibt dieses Jahr aber leer.

"Ich habe ein Foto gemacht als Postkarte. Dann habe ich das verschickt. Meine Mutter hat das als Dekoration auf den Tannenbaum gesetzt", so die ukrainische Studentin. Spätestens im Sommer 2021 will sie für ein paar Wochen ihre Familie besuchen.

 

Sendung: Antenne Brandenburg, 22.12.2010, 15:40 Uhr

1 Kommentar

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  1. 1.

    Wenn ausländische Studenten nicht studieren sondern zu Hause sind, sind es keine Studierenden sondern Studenten.
    Dieses krampfhafte Gendern der deutschen Sprache, was zu absurden Formulierungen führt seitens der öffentlich-rechtlichen wird kontraproduktiv wirken.
    Ich kenne viele Mitbürger, Gebührenzahler und Zuschauer, die zunehmend in Opposition gehen.
    Bitte nicht noch mehr Umerziehungsversuche!

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