Corona-Nachverfolgung - Gesundheitsamt Uckermark beendet vorerst Zusammenarbeit mit Bundeswehr

Symbolbild: Bundeswehr bei einem Einsatz in einem Impfzentrum. (Quelle: dpa/P. Pleul)
Audio: Antenne Brandenburg | 21.06.2021 | Henryk Wichmann | Bild: dpa/P. Pleul

Das Gesundheitsamt Uckermark benötigt keine Unterstützung mehr von der Bundeswehr bei der Nachverfolgung von Corona-Infizierten und ihren Kontaktpersonen. Aufgrund der niedrigen Sieben-Tage-Inzidenz sei die Zusammenarbeit am Freitag beendet worden, teilte Gesundheitsdezernent Henryk Wichmann mit.

Ein neuer Hilfsantrag könne jederzeit gestellt werden

15 Soldatinnen und Soldaten waren in der Uckermark im Einsatz. "Ohne die Bundeswehr hätten wir das mit unserem eigenen Personal überhaupt nicht bewältigen können", sagte Wichmann. Teilweise hätten bis zu 1.000 Kontaktpersonen von Infizierten ermittelt, befragt und in Quarantäne versetzt werden müssen.

Allerdings sei man mit dem Gefühl auseinandergegangen, sich bald wiederzusehen. Aktuell gebe es eine Pause nach der dritten Welle. Doch die nächste Variante sei schon im Anmarsch, warnte Wichmann: "Wir können jederzeit, wenn die Zahlen wieder hochschnellen, den Hilfsantrag über unser Kreisverbindungskommando an die Bundeswehr richten."

Landkreis führt Impfzentrum in Prenzlau weiter

Das Impfzentrum in Prenzlau wird der Landkreis ab 1. Juli weiterführen. Das Land Brandenburg und die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg übergeben bis Anfang August die Verantwortung über die Impfzentren an die Landkreise. Nach Angabe des Innenministeriums sollen neun der elf Zentren bestehen bleiben. Nur die Impfzentren in Oranienburg und Elsterwerda werden nicht übernommen.

In der Uckermark stünden die Vertragsverhandlungen kurz vor der Unterschrift, sagte Gesundheitsdezernent Wichmann. "Am Imfpzentrum hängen auch die mobilen Impfteams, die ab Herbst Auffrischimpfungen in Pflegeheimen und Heimen der Behindertenhilfe durchführen sollen", so Wichmann.

Sendung: Antenne Brandenburg, 22.06.2021, 7:30 Uhr

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