Aufholbedarf nach Distanzunterricht - Schüler in der Uckermark bekommen Förderung

Fr 12.11.21 | 18:16 Uhr
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Archivbild: Unterricht in Pandemiezeiten. (Quelle: Patrick Pleul/dpa)
Audio: Antenne Brandenburg | 12.11.2021 | Torsten Sydow | Bild: Patrick Pleul/dpa

Durch On- und Off-Unterricht zu Corona-Zeiten konnten viele Schülerinnen und Schüler nicht ihr volles Leistungsvermögen abrufen. Ein Förderprogramm soll helfen. Zusätzliche Lernangebote gibt es allerdings nicht.

In der Pandemie haben Schüler durch Unterrichtsausfälle und Unterricht von zu Hause viel verpasst und konnten dadurch teilweise weniger lernen. Deswegen gibt es jetzt Geld für die rund 920 Schulen: Sie können seit August zusätzliche Lern- und Freizeitangebote beantragen und organisieren.

Problemfächer Mathe, Deutsch, Fremdsprachen

Wochenlanger Distanz- und Wechselunterricht aufgrund der Pandemiegefahr haben bei Schülerinnen und Schülern der 7. bis 13. Klassen an der Gesamtschule Talsand in Schwedt (Oder) Spuren hinterlassen. Das hätte die hätten die sogenannten Lernstandserhebungen gezeigt, berichtet Schulleiter Carl Cnyrim. "Hoher Nachholbedarf besteht in den Fächern Mathe, Deutsch. Auch die Fremdsprachen sind betroffen. Uns hat die Sprachpraxis beispielsweise in Englisch gefehlt."

Bund und Länder stecken 68 Millionen Euro für Corona-Folgen in Bildung

Je nach Wissenslücke werde jetzt individuell im Unterricht gefördert, schildert Cnyrim. "In den Regelstunden wird nachgeholt, gefestigt und nachgearbeitet. Es gibt keine zusätzlichen Lernangebote", erklärte er.

Das jetzt von Bund und Land aufgelegte Aufholprogramm nach Corona im Umfang von 68 Millionen Euro soll Schüler mit künstlerischen Angeboten helfen - und soziale Kompetenzen stärken. Zum Beispiel gebe es eine Zusammenarbeit mit den Uckermärkischen Bühnen, berichtet der Schulleiter.

"Wir haben viele Klassenzimmerstücke in die Schule holen können. Wir haben den Schülern wieder vermehrt Theaterbesuche ermöglicht." Aber auch beim Nachholprogramm nach Corona gehört immer die Maske im Gesicht dazu.

Schulleiter wünscht sich weitere Lehrkräfte

Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrer in Schwedt hoffen, dass es jetzt nicht wieder zu Schulschließungen aufgrund der Pandemielage kommt. Schulleiter Cnyrim hätte gern noch mehr Kolleginnen und Kollegen. "Im Rahmen des Programms Aufholen nach Corona sind mehr als 200 zusätzliche Lehrkräfte für Brandenburg angekündigt worden. Wir würden und wünschen, dass die zeitnah kommen. Wir hätten Bedarf an Lehrkräften für Deutsch, Mathe und Englisch", so Cnyrim.

Sendung: Antenne Brandenburg, 12.11.2021, 14:10 Uhr

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1 Kommentar

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  1. 1.

    Finde ich super, Talsand ist eine super Schule. Ich drücke die Daumen, dass es den Kindern voran bringt. Natürlich auch den anderen Schulen. Lg

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