Lkw stauen sich auf der A12
Bild: rbb / Fred Pilarski

Polnische Grenzkontrollen wegen Corona-Virus - Unfall und kilometerlanger Stau auf Autobahnen nach Polen

Lkw-Staus durch ganz Ostbrandenburg und Lunchpakete für die Fahrer. Die Situation auf den Autobahnen nach Polen ist nach wie vor angespannt. Erschwert wurde die Situation am Donnerstag durch einem schweren Unfall, bei dem ein Lkw-Fahrer starb.

Was Sie jetzt wissen müssen

Bei einem schweren Unfall auf der Autobahn 12 ist am Donnerstag ein Mensch ums Leben gekommen. Laut Polizei kam es zwischen Storkow und Fürstenwalde zu einem schweren Auffahrunfall mit drei Lkws. Dabei sei ein polnischer Fahrer tödlich verletzt worden.

Die A12 war zeitweilig in beiden Richtungen gesperrt. Der Stau Richtung Polen reicht laut Polizei bis auf den Berliner Ring.

Lunchpakete für Lkw-Fahrer

An der deutsch-polnischen Grenze gibt es durch die Coronavirus-Krise wieder Kontrollen. Polnische Beamte messen seit dem Wochenende Fieber bei allen Fahrern, die die Grenze überqueren wollen, um Corona-Verdachtsfälle zu finden und so die Ausbreitung des Virus zu erschweren. Durch diese Kontrollen sind lange Staus auf mehreren Autobahnen entstanden.

Auf der A12 stauten sich am Donnerstag die Lkws vom Dreieck Spreeau auf ungefähr 50 Kilometer mit Unterbrechungen bis zum Grenzübergang bei Frankfurt (Oder). Hier hatten ein Logistikverband und das Deutsche Rote Kreuz am Donnerstagmittag ungefähr 500 Lunchpakete an die Lastwagenführer verteilt. Laut Polizei wurde die Autobahn für Pkw gesperrt und Lkw dürfen zusätzlich den Standstreifen nutzen. Auch sei auf der A15 ein Stau von 35 Kilometern Länge vor dem Übergang Roggosen entstanden.

Weiter nördlich auf der A11 standen die Lastwagen auf mindestens 30 Kilometern vor dem Übergang Pomellen (Mecklenburg Vorpommern). In Schwedt (Uckermark) ging der Verkehr zwischenzeitig so langsam voran, dass Bürgermeister schon um die Versorgung der Stadt und die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr fürchtete. Inzwischen lässt die Polizei Lastwagen nur noch in einzelnen Gruppen durch die Stadt fahren.

Lkw auf einem Vorstauplatz an der A12
Bild: rbb / Fred Pilarski

Innenminister erwartet Entspannung

Um die Grenzkontrollen zu beschleunigen und die Situation zu entspannen, verzichten die polnischen Grenzbeamten seit Donnerstag darauf, die Fahrer Formulare zu ihrer Erreichbarkeit ausfüllen zu lassen. Der Brandenburgische Innenminister Michael Stübgen bewertete die Lockerung der Kontrollen als hilfreich. "Es darf davon ausgegangen werden, dass sich die Staus jetzt abbauen werden, aber das braucht noch einige Zeit", teilte Stübgen mit.

Reisende in Frankfurt (Oder) gestrandet

Besonders hart traf die Situation die Passagiere eines Reisebusses, der von Köln in die Ukraine unterwegs war und nicht nach Polen fahren durfte. Die Reisenden campierten daraufhin mehrere Tage an der letzten Tankstelle vor dem Grenzübergang. Am Mittwochabend führten Helfer des Katastrophenschutzes die Menschen in ein derzeit leerstehendes Sportinternat in Frankfurt (Oder). Dessen Mitarbeiter richteten dort noch am späten Abend Notunterkünfte ein.

Sendung: Antenne Brandenburg, 19.03.2020, 16:30 Uhr.

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