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Video: Brandenburg aktuell | 05.12.2018 | Katja Geulen | Bild: rbb/Peter Hartwig

Sozialdezernent in der Uckermark - Herr Wichmann kommt nach Hause

Der CDU-Abgeordnete Henryk Wichmann ist neuer Sozialdezernent in der Uckermark. Damit kehrt der Landtagsabgeordnete in die Heimat zurück. Der gebürtige Lychener will sich nun unter anderem um die Schulabbrecher kümmern. Von Torsten Sydow

Der CDU-Landtagsabgeordnete Henryk Wichmann wurde dank zweier Dokumentarfilme über ihn als Politiker bundesweit bekannt. Nun kehrt der Christdemokrat Potsdam den Rücken und kehrt als neuer Sozialdezernent der Uckermark zurück in die Heimat.

Henryk Wichmann wurde am heutigen Mittwoch mit 27 von 44 Stimmen zum neuen Sozialdezernenten der Uckermark gewählt. In seinen Arbeitsbereich fallen beispielsweise das Jobcenter und das Jugendamt.

Sozialdezernent will Zahl der Schulabbrecher senken

Von wem eine gute Idee stammt, ist dem 41-Jährigen egal - Hauptsache, sie werde umgesetzt, sagt er. "Es hat mich immer genervt, wenn eine gute Idee nicht umgesetzt werden konnte, weil sie von der falschen Fraktion kam", sagt er. "Wenn es eine gute Idee gibt, müssen wir schauen, wie wir sie umsetzen können."

Als neuer Sozialdezernent des Uckermark-Kreises, der mehr Fläche als das Saarland hat, möchte der vierfache Familienvater nun täglich etwas für die Menschen in der Region bewegen. "Es wurde viel in der Uckermark erreicht. Sorgen bleiben aber immer, nicht nur beim Thema Altenpflege."

Es sind die vielen Schulabbrecher, die den jungen Politiker Sorgen bereiten. "Wer keinen Schulabschluss hat, schafft meistens auch keine Berufsausbildung", sagt Wichmann. Damit hätten die jungen Menschen kaum eine Chance, ihr Leben in den Griff zu kriegen und seien später möglicherweise auf soziale Unterstützung angewiesen. "Es reizt mich, diesen Teufelskreislauf zu durchbrechen." Ein weiteres Thema seien die Langzeitarbeitslosen Mitte 50.

Politiker will auch zurück zur Familie

Henryk Wichmann zieht es nicht nur aus beruflichen Gründen zurück in die Heimat. Auch die Familie freut sich auf den Wechsel von Potsdam in die Prenzlauer Kreisverwaltung. "Wenn man abends immer erst so spät nach Hause kommt, dass die Kinder schon im Bett sind und man nur per "Whatsapp" über ihre Probleme sprechen kann, ist das keine Dauerlösung", sagt Wichmann.

Beitrag von Torsten Sydow mit Informationen von Katja Geulen

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