Hochgestellte Stühle auf Tischen in einer Kita © dpa/Ralf Hirschberger
Audio: Antenne Brandenburg | 13.02.2019 | Autorin: Elke Baader | Bild: dpa/Ralf Hirschberger

Kita-Gebühren - Eltern in Erkner protestieren gegen Höchstsatz von 500 Euro

In Erkner will am Dinstag eine Elterninitiative gegen die geplante Erhöhung der Kita-Kosten demonstrieren. Mit über 500 Euro im Monat wäre in der Stadt im Berliner Speckgürtel ein Betreuungsplatz im Landesvergleich besonders teuer.

Der Höchstsatz für einen Krippenplatz in Erkner wird mit 509 Euro angesetzt - bei einem Netto-Einkommen der Eltern von mehr als 60.000 Euro im Jahr. Das ist der Plan der Stadtverordneten.

Zum Vergleich: In den Nachbargemeinden Woltersdorf und Schöneiche liegen die Höchstsätze bei 316 bzw. 425 Euro bei mehr als achstündiger Betreuung täglich. Die Begründung für die geplante Erhöhung: Die Grundstückskosten in der Region seien stark gestiegen. In den Kitas, in denen die Stadt Miete zahlen muss, schlage sich das nieder.

Die Stadtverordneten von Erkner wollten am Dienstag eigentlich über die Erhöhung der Kita-Gebühren beraten. Doch nun ist das Thema kurzfristig von der Tagesordnung gestrichen worden. Die Initiative gegen die Erhöhung der Kita-Gebühren wollte trotzdem am vor dem Rathaus demonstireren.

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7 Kommentare

  1. 7.

    Das Grundproblem bei den Kita-Gebühren ist doch die Ungleichbehandlung der Familien in Deutschland. Ein Netto-Einkommen von 60k bedeutet nicht automatisch, dass die Familie finanziell sorgenfrei sein kann. Vom Netto gehen schließlich unterschiedlich hohe Fixkosten ab, die nicht bei der Gebührenfestsetzung berücksichtigt werden und schwer vermieden werden können. Es kommt zudem auf den Wohnort an wie tief die Gemeinde den Eltern in die Tasche greift. Die Kita ist längst eine Bildungseinrichtung und als solche sollte diese auch kostenfrei bzw. 100% staatlich finanziert sein. Leider hat sich ein System etabliert, dass Familien gerade aus der Mittelschicht stärker belastet als andere. Ich zahle an meinem Wohnort gerne Kita-Gebühren, da ich weiß, dass das Geld wirklich gut investiert ist. Aber ich bin grundsätzlich gegen das System, welches Eltern zur Finanzierung der Kitakosten heran zieht. Die Finanzierung sollte gesamtgesellschaftlich erfolgen. Nur das wäre wirklich fair.

  2. 6.

    moin, falls Sie es wissen, Seevetal liegt im Speckgürtel Hamburgs, im Moment mit Grundstückspreisen von 190 - 240€ pro qm. Ja, unsere Kinder sind aus der Wohnung. Diese hatten keine Möglichkeit eine Kinderkrippe zu besuchen. Sie konnten mit 3 Jahren in den Kindergarten. War auch nicht billig. So musste man auf andere Sachen, wie den jährlichen Urlaub oder Neuanschaffungen verzichten. Natürlich sind 1500€ Warmmiete sehr hoch, aber schon mal überlegt zu kaufen? Bei einen weniger hohen Abtrag doch auch möglich, dann bleibt unterm Strich mehr. Und 1500€ monatlich zum Leben, da würden sich nicht nur wir uns freuen.

  3. 5.

    Mit Blick auf Uwe J. und Arkesilas kann ich nur den Kopf schütteln über soviel Ignoranz. Ihre Aussage deuten darauf hin, dass Sie keine Kinder im betreuungspflichtigen Alter haben und stehen auf einem Level mit "Ich wohne seit 40 Jahren im Eigenheim und habe das Grundstück damals für 5DM/m² gekauft, was jucken mich die heutigen Grundstückspreise mit deutlich über 100€/m²?".
    Als Familie mit zwei Kindern müssten wir auch mit einem Jahreseinkommen unter 60k netto nahezu 1000€ pro Monat zahlen - ohne Essen und sonstige Kosten wohlgemerkt. Hinzu kommen klassische Kosten wie Brei&Windeln. Wir zahlen für unsere Wohnung übrigens 1500€ Warmmiete - das halten Sie bei 80m² sicher auch für angemessen? Schon bleiben von einem Monatsnetto von 4500€ knapp 1500€ "zum leben".

  4. 4.

    Die 5000€ netto bei einem Verdienst beider Elternteile ist mittlerweile nicht mehr unrealistisch. Was ist denn wenn sie z.B. Zwillinge haben? Dann sind im Monat 1000€ nur für die Krippe fällig. Dazu kommen dann noch die laufenden Kosten (evtl. ein Darlehen) dann bleibt am Ende auch nicht mehr viel übrig.

  5. 3.

    Nur kurz zur die Kita finanziert sich nicht nur über Elterngeldbeiträg sondern auch über Zuschüsse vom Land und
    Berliner Eltern deren Einkommen 5000 Netto im Monat ist bezahlen nichts, na gut 30 € fürs Essen.

  6. 2.

    Also, bei 8 stündiger Betreuung 509€ zu zahlen finde ich nicht zu teuer, das sind doch nur 3,18€ pro Stunde. Wahrscheinlich wird sogar noch Essen ausgegeben. Das können sich Leute mit einem Jahresverdienst von 60.000€ Netto wohl leisten. Das ist ja auch der Grund, weswegen die Kleinsten in die Krippe müssen. Wovon sollen die Betreuer denn leben? Ich glaube, die wären froh die Hälfte im Jahr zu verdienen.

  7. 1.

    Wer also mindestens(sic!) 5000 Netto im Monat hat, meint die Kita nicht bezahlen zu können? Haben die Leute etwa 10 Kinder? Wohl kaum.

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