Bundeskanzlerin ist am 30.04.2019 bei einem Bürgergespräch in Schwedt/Oder zu sehen (Bild: dpa/Monika Skolimowska)
Video: Brandenburg aktuell | 30.04.2019 | Andreas Hewel | Bild: dpa/Monika Skolimowska

Bürgerdialog in Schwedt - Merkel pocht auf gleichwertige Lebensverhältnisse

Angela Merkel in ihrer uckermärkischen Heimat: Die Bundeskanzlerin hat sich am Dienstag einem Bürgerdialog in Schwedt gestellt. Dabei ging es um die unterschiedlichen Lebensverhältnisse in Deutschland - und um ihre Flüchtlingspolitik.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei einem Bürgerdialog in Schwedt (Uckermark) noch mehr Anstrengungen gefordert, um gleichwertige Lebensverhältnisse in Deutschland zu sichern.

Das sei ein generelles Problem in den neuen Bundesländern, noch mehr als in den alten, obwohl es dort auch mehr und mehr Probleme gebe, sagte Merkel am Dienstagabend. Die Lebensverhältnisse klafften immer weiter auseinander. In der Stadt könne man kaum die Miete bezahlen, auf dem Land bekomme man oft das ererbte Haus nicht verkauft, sagte Merkel.

Mehr Ärzte aufs Land

Ein Punkt, um gleichwertige Lebensverhältnisse herzustellen, sei die medizinische Versorgung auf dem Land. Um mehr Ärzte aufs Land zu bekommen, würden junge Mediziner gefördert, wenn sie sich nach der Ausbildung verpflichteten, für eine bestimmte Zeit Landarzt zu werden, erläuterte die Kanzlerin. Der Bürgerdialog wurde unter anderem von der "Märkischen Oderzeitung" veranstaltet.

Merkel ist selbst in der Uckermark aufgewachsen und hat noch ein Wochenendhaus dort. Ihren Wahlkreis hat sie in Mecklenburg-Vorpommern.  

Flüchtlingspolitik: "Fehler schon vorher"

Merkel verteidigte in Schwedt außerdem ihre Flüchtlingspolitik. Im Jahr 2015 habe mit dem Bürgerkrieg in Syrien und dem Regime der Terrormiliz Islamischer Staat im Vorderen Orient eine Ausnahmesituation bestanden, sagte sie beim Bürgerdialog. Darauf habe man reagieren müssen. Die Fehler seien vorher gemacht worden, weil man sich nicht um die Flüchtlinge in den Anrainerstaaten wie dem Libanon oder Jordanien gekümmert habe. Heute versuche man auch, das Problem schon in den Herkunftsländern anzugehen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 30.04.2019, 19.30 Uhr

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14 Kommentare

  1. 14.

    Auch dann, wenn er einfach nur fragt "Wer flieht tatsächlich vor Krieg und wer tut das nicht?"

  2. 13.

    Es lässt tief blicken wenn jemand nicht bereit ist Menschen zu helfen, die vor Krieg fliehen.

  3. 12.

    "Reagieren"? Tatsächlich hat die Bundesregierung 2014/15 ihren Beitrag zur UN-Lebensmittelhilfe GEZIELT von 301 Millionen auf 143 Millionen gekürzt. "In Afghanistan kürzte man die Hilfe von 13 auf 1 Millionen US-Dollar, im Irak von 16,9 auf 7,4 Millionen, in Jordanien von 16,9 auf 7,5 Millionen, in der Türkei von 6 auf 2,1 Millionen, in Syrien von 28 Millionen auf Null." (Heise 2015) In den Lagern begann man zu hungern, was laut FAZ vom 08.11.15 die Fluchtwelle auslöste. ZEITGLEICH hat die Bundesregierung Werbevideos für Asyl in Deutschland produzieren und in -zig orientalischen Sprachen synchronisieren lassen - einschließlich Farsi, Paschtu, Arabisch usw. Bereits seit 2013 fährt die Bertelsmannstiftung eine massive Pro-Migrations-Kampagne und koordiniert dazu auch Regierungsentscheidungen (siehe "Norbert Häring Bertelsmann"). Von der unseligen Rolle des Westens im Syrienkrieg ganz zu schweigen. Und hinterher behauptet man, man habe nur reagiert. Das ist dreist.

  4. 11.

    Seit dem 22.11.2005 Bundeskanzlerin und ungleiche Lebensverhältnisse?

  5. 9.

    "Merkel pocht auf gleichwertige Lebensverhältnisse"

    Richtig. Kein Wunder das bei den vielen Schlaglöchern und kaputten Straßen so viele SUVs in Deutschland gefahren werden, man muss sich ja schließlich den Gegebenheiten anpassen.

  6. 8.

    .. da könnte man ja glauben Frau Merkel will endlich mal Bundeskanzlerin werden ..oder war da schon was?

  7. 7.

    Haben wir doch alles schon.
    Armut in Ost und West,Reichtum in Ost und West,abgehängte Landstriche in Ost und West-was will die Kanzlerin also.

  8. 6.

    Ganz schön spät!
    Durchschaubar! Man merkt, daß drei ostdeutsche Landtagswahlen bald stattfinden!
    Und wie lange ist Frau Merkel schon Bundeskanzlerin, um dies erst jetzt festzustellen, daß auf dem Lande der Republik was falsch läuft?!
    Ein bisschen spät! Oder?
    Oder sind es wieder die bekannten Parolen vor der entscheidenden Wahlen!? Und nach der Wahl wird man dann wieder davon nichts hören und lesen?!

  9. 5.

    dazu :
    UNTERSCHIEDLICHE Lebensverhältnisse gibt es in GANZ Deutschland, liebe Frau Merkel
    in jedem Bundesland und auch im Freistaat Bayern---
    schönen 1. Mai allen Lesern und Schreibern

  10. 4.

    Bei mir läuft das Video nur ohne Ton. Da andere Beiträge mit Ton ablaufen bitte überprüfen lieber rbb.

  11. 3.

    Was heißt schon "Merkel pocht auf gleiche Lebensverhältnisse".
    Und wieder so eine Entschuldigung betr. Flüchtlingspolitik. Deutschland war auch in früheren Jahrzehnten, als es noch Kolonien gab, NIE in den arabischen Ländern unterwegs und wir hatten auch nichts mit denen zu tun. Warum dann diese Verantwortung. 2018 wurde an das SYKES-PICOT- Abkommen vor einhundert Jahren gedacht, das Abkommen zwischen Großbritannien und Frankreich über den Nahen Osten.

  12. 2.

    Sprach Frau Bundeskanzlerin Merkel auch über Meck-Poms 27,95 bzw. 42,10 Minuten? https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2019/04/krankenhausatlas-berlin-brandenburg-notfaelle-rettungswagen.html

  13. 1.

    Welch provinzieller Horizont offenbart sich in diesem Dialog.

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