Das Rathaus der Stadt Frankfurt (Oder).
Das Rathaus der Stadt Frankfurt (Oder). (Quelle: dpa/Patrick Pleul) | Bild: dpa/Patrick Pleul

Gebäude wird saniert - Rathaus-Mitarbeiter in Frankfurter (Oder) müssen umziehen

Für 24 Millionen Euro soll das Rathaus in Frankfurt (Oder) saniert werden. Lange fehlte das Geld - jetzt aber müssen die Mitarbeiter für voraussichtlich drei Jahre in andere Büros ausweichen.

Weil das Rathaus von Frankfurt (Oder) dringend saniert werden muss, ziehen ab Montag alle Mitarbeiter um. Die Büros von 72 Angestellten werden in den Oderturm verlegt, die Kämmerei zieht nach Angaben aus dem Rathaus in die Lenné-Passagen. Die Sanierung des denkmalgeschützten Rathauses soll mindestens drei Jahre dauern und kostet nach Angaben eines Stadtsprechers insgesamt etwa 24 Millionen Euro.

Dabei habe das Land Brandenburg einen Großteil der Kosten übernommen, sagte der Sprecher weiter. Mehr als 16 Millionen Euro stammten aus Fördertöpfen. Zudem darf die Kommune einen Kredit über 8,5 Millionen Euro aufnehmen. Der noch zu zahlende Eigenanteil der Stadt liegt bei 60.000 Euro.

Bislang fehlte das Geld

Zum Zustand des Rathauses sagte der Stadtsprecher, die oberen Etagen des Rathauses seien seit langem baurechtlich gesperrt, bei den Etagen darunter sehe es ähnlich aus. Der Stadtverordnetensitzungssaal sei bereits seit Jahren aufgrund akuter Einsturzgefahr gesperrt, die Abgeordneten tagten seit etwa sechs Jahren im Kleistforum.

An eine Sanierung des historischen Gebäudes war bislang nicht zu denken, denn der kommunale Haushalt war defizitär. Die Brandenburger Kommunalaufsicht hatte alle Mittel für Investitionen gesperrt und auch keine Kredite erlaubt. Der Haushalt wurde nun vor zwei Wochen genehmigt.

Das Rathaus entstand kurz nach der Stadtgründung 1253 als damals zweigeschossiger Hallenbau mit Ratsstube und Gerichtslaube im Stil der norddeutschen Backsteingotik. Im Zweiten Weltkrieg stark zerstört, wurde das Wahrzeichen der Stadt wieder aufgebaut. Seit 1978 wurde das Baudenkmal nicht mehr grundlegend saniert.

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1 Kommentar

  1. 1.

    Klamme Stadtkasse hin und her.......aber ein Baudenkmal so lange dem Verfall preis zu geben? Da hätte man doch vorher mit Landesmitteln ran müssen!

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