Kinder in Seelow mit Bürgermeister
Audio: Antenne Brandenburg | 08.07.2020 | Autor: Elke Bader | Bild: rbb | Elke Bader

Mayors for Peace: - Seelows Stadtverwaltung flaggt für Frieden

Vor dem Seelower Rathaus wurde am Mittwoch die Flagge des weltweiten Bündnisses “Mayors for Peace“ gehisst. Gemeinsam mit vielen anderen Kommunen engagiert sich die Kreisstadt von Märkisch-Oderland seit zwei Jahren auf diese Weise für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen. Mit Material von Elke Bader

Die grüne Flagge des Bündnisses wurde am frühen Nachmittag an der Stirnseite des Rathauses ausgerollt. Rund 20 Mitarbeiter der Stadtverwaltung und Bürger aus Seelow waren dabei, um für die Ziele des Bündnisses zu demonstrieren.

Vereinbarung läuft aus

In diesem Jahr fordern die Bürgermeister mit der Aktion die Verlängerung des New-Start-Vertrages. In dem Abkommen haben die USA und Russland die Begrenzung von Atomwaffen vereinbart. Diese letzte noch gültige Vereinbarung zwischen den Supermächten läuft im Februar 2021 aus.

15 bis 20 Atomwaffen in Deutschland

Außerdem forderten die Bürgermeister alle Staaten auf, den Atomwaffenverbotsvertrag von 2017 zu unterzeichnen. 122 Länder hätten diesen bereits unterzeichnet. Die Bundesrepublik Deutschland gehöre bislang nicht dazu, genauso wie alle anderen Atommächte. Schätzungen zufolge sind hierzulande noch immer rund 15 bis 20 amerikanische Atombomben stationiert, was die rund 20 Teilnehmer der Aktion vor dem Rathaus in Seelow kritisierten.

Besondere Verantwortung in Seelow

Die Stadtverwaltung am Rande des Oderbruchs sieht sich dabei in einer besonderen historischen Verantwortung, sich für Frieden weltweit einzusetzen. Bei der Schlacht um die Seelower Höhen haben im zweiten Weltkrieg mehr als 100.000 Menschen ihr Leben verloren.

Weitere Städte beteiligen sich

Die Organisation Mayors for Peace wurde 1982 vom damaligen Bürgermeister von Hiroshima Takehi Araki gegründet. Dahinter steckt die Überlegung, dass Bürgermeister für die Sicherheit und das Leben ihrer Bürger verantwortlich sind.

In Brandenburg beteiligten sich unter anderem auch Ahrensfelde, Eberswalde, Eisenhüttenstadt, Erkner und Prenzlau an der Aktion.

Sendung: Antenne Brandenburg, Hallo Brandenburg, 08.07.2020, 17:10 Uhr.

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

2 Kommentare

  1. 1.

    War das wenigstens während der Arbeitszeit oder nach Feierabend?

Das könnte Sie auch interessieren