Teilnehmer der deutsch-polnischen Pride-Demonstration ziehen von Slubice nach Frankfurt (Oder). (Quelle: imago-images/ean-Marc Wiesner)
Video: rbb|24 | 05.09.2020 | Material: Brandenburg aktuell | Bild: imago-images/ean-Marc Wiesner

Demo für LGBTIQ-Rechte - Pride-Teilnehmer in Słubice und Frankfurt (Oder) fordern Ende der Diskriminierung

Eigentlich dürfen in Polen an Demonstrationen nur 150 Personen teilnehmen. Doch zur ersten Pride-Parade von Słubice nach Frankfurt (Oder) kamen deutlich mehr. Die Teilnehmer wollten auf die Diskriminierung vor allem in Polen aufmerksam machen. Von Uta Schleiermacher

Die Veranstalter*innen aus Polen und Deutschland zeigten sich am Samstagabend höchst zufrieden: Zur ersten grenzüberschreitenden Pride-Parade durch Słubice und Frankfurt (Oder) sind weit mehr Menschen gekommen als vorher angemeldet.

Schon am Startpunkt auf dem Plac Bohaterow in Słubice hatten sich am Mittag deutlich mehr als die in Polen derzeit für Demonstrationen erlaubten 150 Menschen versammelt. Die Veranstalter*innen wiesen auf die Maskenpflicht und den Mindestabstand von zwei Metern hin und teilten die Menschen kurzerhand in zwei Demonstrationen auf. Am Ende waren es 800 bis 1.000 Menschen, die sich gegen 14 Uhr durch die polnische Grenzstadt auf den Weg in Richtung Frankfurt machten.

Beschimpfungen auf dem Weg zur Demo

Zahlreiche Teilnehmer*innen trugen wehende Regenbogenfahnen oder hatten sich in Regenbogenfarben gekleidet – etwas, was in Polen derzeit nicht ganz ungefährlich ist. Denn viele Kommunen besonders im Süden und Westen des Landes haben sich bereits zu sogenannten LGBTI-freien Zonen erklärt, dort werden Homosexuelle oder Transpersonen bereits gesellschaftlich stark ausgegrenzt.

Słubice gehört nicht dazu, doch auch hier beschimpfte etwa ein Anwohner einige deutlich erkennbare Demoteilnehmer*innen auf dem Weg zum Startpunkt aus seinem geöffneten Fenster als "verfickte Schwuchteln", und rief ihnen nach, sie sollten "sich verpissen". Passant*innen fotografierten einzelne Menschen auf dem Weg zur Demo. "Habt die Kinder im Park im Auge, sie haben Eier dabei, die sie auf uns schmeißen wollen", warnte außerdem der Moderator kurz nachdem die Demo sich in Gang gesetzt hatte.

Forderung: Geeignete LGBTIQ-Anlaufstellen

Ein Redner einer polnischen Gruppe hatte auch eine gute Nachricht für die Demonstrant*innen. "Zielona Gora hat sich als erste Kommune in Polen zur LGBTIQ-freundlichen Zone erklärt", sagte er bei der Auftaktkundgebung. "Wir haben gehört, dass Słubice nah daran ist, auch so eine Erklärung zu beschließen", sagte er weiter. "Wir hoffen auf eine ganze Welle solcher Erklärungen und auf einen positiven Wandel." Die Anmelderin der Demo auf polnischer Seite, Natalia Zwirek, war da weniger optimistisch. "Ich hoffe, dass es eines Tages so weit ist, aber ich fürchte, dass wir dafür noch Zeit brauchen", sagte sie.

Bei der Zwischenkundgebung überreichten die Organisator*innen ihre Forderungen an den Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder). Sie prangerten den Mangel an geeigneten Anlaufstellen an. "Wenn eine Person hier in Frankfurt bemerkt, dass sie nicht heterosexuell ist oder dass sie transgeschlechtlich ist, hat sie keinen Ort, an den sie sich wenden kann, und es gibt keine Vernetzungsmöglichkeiten. Es kann nicht sein, dass queere Menschen in der Doppelstadt so allein mit ihren Problemen dastehen." Demnach ist auch eine der Forderungen, solche Anlaufstellen und etwa queere Jugendclubs einzurichten.

Pride zwischen Slubice und Frankfurt (Oder) (Quelle: Uta Schleiermacher)Gegendemonstration in Słubice

Betender Gegenprotest

Kurz bevor die Parade dann auf die Stadtbrücke einbog, standen den zahlreichen Regenbogenfahnen dann ein Dutzend polnische Flaggen gegenüber. Rund 30 Gegendemonstrant*innen einer religiösen Gruppierung namens "Dienst für das Leben und die Familie" schwenkten die polnischen Nationalfarben, auf ihren Schildern wandten sie sich gegen Sexualkundeunterricht, bekannten sich zu "Treue, Reinheit und Religiosität" einem "zivilisierten Leben" und zu von "Gott geschützten Familien". Während die Pride-Parade vorbeizog, beteten sie und sangen Kirchenlieder. Die polnische Community ist diese Art von Gegenprotest bereits gewöhnt. "Wenn wir etwas machen, sind sie auch da, besonders die Gruppen, die für uns beten", sagte Mewa Topolska aus dem polnischen Orga-Team.

Die Demonstrant*innen begegneten ihnen weitgehend ironisch: sie warfen den Gegendemonstranten Kusshände zu, klatschten oder formten mit den Händen Herzen. Ein Mann in der Pride-Parade fing an, lautstark mitzubeten, um seine Verbindung zum Christentum zu zeigen. Auf einem Balkon über den Gegendemonstranten zeigten sich zwei Frauen und fielen sich zu lautstarkem Beifall aus der Pride-Parade demonstrativ in die Arme.

Auch 2021 soll es eine Pride geben

"Wir sind superzufrieden, auch darüber, wie viele Teilnehmer*innen gekommen sind“, sagt Ira Helten aus dem Organisations-Team, die in Frankfurt (Oder) studiert. Von den Teilnehmer*innen waren viele auch aus Berlin, Stettin, Poznan oder Zielona Gora angereist. "Es ist friedlich gelaufen, die Polizei war in beiden Städten auch sehr zufrieden damit, dass wir selbst so gut für Sicherheit und Ordnung gesorgt haben", sagt sie. "Außerdem sind wir sehr glücklich darüber, dass auch der Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder) unsere Forderungen angenommen hat und sich so viele Leute solidarisiert haben." Helten kündigte an, dass das Team auch im nächsten Jahr wieder eine deutsch-polnische Pride-Parade in der Doppelstadt veranstalten wolle.

"Kein Grund, sich in Deutschland zurückzulehnen"

"Die Gegendemonstration an der Brücke hat uns akustisch gestört, aber es gab keine Übergriffe. Die Polizei hat das klar abgegrenzt und auch für unsere Sicherheit gesorgt, auch die Kinder, die Eier werfen wollten, hat die Polizei zurückgeholt", sagt Helten. In Słubice sei neben der Demo der religiösen Gruppe eine zweite Gegendemonstration angemeldet worden. "Das waren zwei Autos und vier Leute, und da ist ein Auto mit Aufsteller durch die Stadt gefahren, auf dem stand 'Stop Pädophilie' und dass LGBT eine Ideologie ist", sagt Helten. "Während der Demo habe ich die Autos nicht gesehen, aber als ich zur Demo gelaufen bin, bin ich dem Auto zweimal begegnet." Die Auto-Demo sei vom örtlichen Kreisverband der PiS-Partei angemeldet worden.

Dass queere Menschen angefeindet und ausgegrenzt würden, sei kein Problem, dass es nur in Polen gäbe, sagte Jackie-Oh Winehouse von der Initiative "Travestie für Deutschland" beim Konzert nach dem Ende der Demo. Auch in anderen EU-Ländern gerieten queere Menschen unter Druck. Hierzulande etwa schüre die AfD den Hass auf homosexuelle Menschen und queere Lebensweisen. Es gäbe keinen Grund, sich in Deutschland zurückzulehnen, sagte sie.

 

Sendung: Brandenburg aktuell, 05.09.2020, 19:30 Uhr

Beitrag von Uta Schleiermacher

39 Kommentare

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  1. 39.

    Gegenfrage: was hat das mit @ Jules hervorragenden Kommentar zu tun? Nur soviel, dass die RKK mitsamt der PSI Regierung gemeinsame Sache macht. Und sowas geht schon mal gar nicht.

  2. 37.

    Ich weiß zwar nicht, was die deutsche Sprache unter "Buzzword" versteht - ich meine, was wollen diese LGBTIQ-Leute Ihnen persönlich wegnehmen? Leben und leben lassen - oder für die Freunde der guten alten Zeit: "In meinem Staate kann jeder nach seiner Façon selig werden." F. zwo

  3. 36.

    Ich war selbst auf der Demo.
    1. wir haben Abstand gehalten und ALLE Masken getragen. Wir durften während der Demo zB nicht rauchen. Dazu müsste man aus dem Zug rausgehen und sich abseits stellen. Es wurde auch darauf hingewiesen, dass bitte nicht so viel Alkohol getrunken werden soll.
    2. Diese Demo war so wichtig. Ich finde es furchtbar was mit der Community gerade in Polen passiert.
    3. Warum haben die Menschen Angst vor uns wir Lieben NUR.
    4. Wir nehmen niemandem etwas weg.
    5. Wir wollen nicht als etwas besseres behandelt werden. Nein wir wollen einfach nur in Ruhe Leben.
    6. Die Übergriffe auf Homosexuelle werden immer mehr auch in Berlin. Es kann nicht sein das ich fast täglich angerotzt und beschimpft werden NUR weil ich in einer lesbischen Beziehung bin.

    An alle Homophoben Menschen da draußen. Gibt mir einen Tag. Und ich behandel euch einen Tag lang someone wir Homos ein lebenlang durchs Leben gehen. Glaubt mir die meisten überleben das nicht. Denkt mal drüber nach

  4. 35.

    Ich muss und werde mich durch sie nicht belehren lassen, aber gestehe ihnen ihre zuweil sehr extremistischen Ansichten zu, solange sie nicht die Gewalt befürworten, mit der einige sie umsetzen wollen(siehe Leipzig in den letzten 3 Nächten).

    Ihre Vorstellung von Demokratie scheint jedoch ein andere zu sein als die meine.
    Meine Vorstellung schließt das komplette politische Spektrum bis zu den Radikalen ein und schließt lediglich Extremisten aus.

  5. 34.

    Welche Privilegien habe ich denn gegenüber LGBTIQ-Personen? Erklären Sie's mir oder wollten Sie nur mal mit dem neuerdings beliebten Buzzword "Privilegien" wedeln?

    Das ist vielleicht ein bisschen jenseits des identitätspolitischen Horizonts, aber früher durfte man auch Meinungen zu Angelegenheiten haben, die einen nicht persönlich betreffen.

  6. 33.

    Sie gehen von Normalitäten in der Gesellschaft aus die nur für sie existieren, denen sie aber Allgemeingültigkeit geben. Das ist vollkommen falsch, unsere Gesellschaft setzt sich aus vielen Minderheiten zusammen. In einem gebe ich ihnen recht, nämlich dass besonders agressive Minderheiten ihre Rechte durchboxen. Nur ist das eben die Minderheit, die besonders intolerant ist und vorgeben für die "homogen normale Mehrheit" zu sprechen. Was die Erziehung des Nachwuchses betrifft gehe ich davon aus, das Heranwachsende intelligenter und reflektierter sind als sie es ihnen zutrauen. Eine gute Erziehung sollte ein Kind zum selbstständigen Denken und Handeln führen, um seinen eigenen Weg zum Glück zu finden und es nicht mit Normalitäten infiltrieren. Ich präsentiere hier meine Version als Vater und ich weiß nicht aus welchem Erfahrungshintergrund sie sprechen. Sie sind sehr verallgemeinernt und sprechen für vermeintlich andeand ohne zu kennzeichnen wer das ist.

  7. 32.

    Unter uns Pastorentöchtern: Die Frage nach sexueller Normalität stellt sich der Sohn nicht nach dem Fach "sexuelle Erziehung", sondern nach einer Stunde youporn im Internet.
    Welches Ihrer Privilegen sehen Sie durch die Demonstranten gefährdet?

  8. 31.

    Vielen lieben Dank an Sie Herr Glaudino und auch wieder an @rbb-24-nutzer, @Martina und @Nachtweih für all die Kommentare hier. Tut gut zu lesen. Da ich häufig aus dem Bauch heraus und nicht mit den Kopf vorran kommentiere, gehen diese oftmals der Nettiquette zum Opfer. Besonders wie hier der um Vetter Henry. Ich hab’s leider nicht so drauf mit dem Argumentieren. Aber dafür lese ich mit Leidenschaft gerne Eure Kommentare zu wichtigen Themen. So nun hoffe ich, dass wenigstens dieser kleine Lobbeitrag Anerkennung beim Schrubberdienst erhält. Im übrigen wurde wiedereinmal in der U-Bahn eine Trans-Person öffentlich beleidigt und beschimpft und weil ihr dabei zwei männliche Personen zu Hilfe kamen, wurden diese von fünf Jugendlichen angegriffen und verletzt. Davon ist hier im Forum nichts zu lesen. Schade.

  9. 30.

    Zitat: " Im übrigen ist Polen ein souveräner Staat . . ."

    Und diese Souveränität sehen Sie durch die länderübergreifende Demo in Frage gestellt, Gerda? Sie haben offenbar keinen Schimmer davon, inwieweit Homosexuelle in Polen von Regierungsvertretern öffentlich diffamiert werden. Die PiS, als alleinregierende Partei, sieht den Staat offenbar als Beute an, den man nach seinen Vorstellungen beliebig gestalten kann, da die Opposition ja verloren und demzufolge Unrecht in allem hat.

    Nun ist es aber so, dass sich Polen mit dem Beitritt zur EU-Gemeinschaft zu deren Werten bekannt hat, und der bei weitem größte EU-Subventionsempfänger ist. Dass man mit diesen reichlich fließenden Zuwendungen kein national-konservatives System nahezu postsozialistischen Ausmaßes etablieren soll, das bspw. einen Teil der Bevölkerung diffamiert, gehört nachdrücklich angesprochen.

  10. 29.

    ..eingentlich, wollte ich genau das schreiben....


    Also meene volle Zustimmung, find den daumen gerade nich!

  11. 28.

    Sorry, war nicht wirklich böse gemeint! ;)
    Wollte nur irgendwas extrem doofes zynisches schreiben, eigentlich wäre ich auch gerne ein Hippie, aber in den Zeiten...

  12. 27.

    Na Sie haben ja eine merkwürdige Vorstellung von "Meinung" und Demokratie und vor allem wer wie warum nicht "zu Schaden" kommt.

    Vielleicht gelingt Ihnen mit Hilfe einer Analogie selbstkritischer Blick. Dazu muss man einmal nehmen was heute als selbstverständlich gilt. Wahrscheinlich auch Ihnen - aber vor 100 Jahren nicht selbstverständlich war. In der Schweiz zum Beispiel bis weit in die 1970er Jahre: Wer kommt denn "zu schaden" habe ich "die Meinung" das Frauen kein Wahlrecht haben?
    Sie werden sich schon POSITIONIEREN müssen HALTUNG einnehmen. KENNTLICH sein müssen. Denn auch Sklaverei wäre sonst nur eine pluralistische "Meinung".
    Und noch immer eben auch: Das Homosexuelle irgendwie die anderen, weniger Berechtigten, die Unnatürlichen sind.
    Geht aber in der Demokratie nicht. Gibt kein Recht darauf Antidemokrat in der Demokratie zu sein.
    Gilt übrigens auch für die enorme Ungleichheit, in der Verteilung von Einkommen und Eigentum. Ist halt so in der Demokratie.

  13. 26.

    Welche Rechte wollen sie denn die es nicht schon gibt? Im übrigen ist Polen ein souveräner Staat mit eigenen Bürgern, sog. Wählern und daraus resultierenden Gesetzen. Die Mehrheit ist scheinbar dagegen.

  14. 25.

    "Ansonsten ist die Katholische Kirche der Meinung, es handele sich bei der Homosexualität um eine Mode."
    Kochen und sich bewegen ist ja auch ziemlich in Mode in letzter Zeit.

    Im Übrigen sind wir ja alle miteinander verwandt, wenn ich die christliche Abstammungslehre richtig verstehe. Seien Sie also mal ein bischen lieb zu Ihren Verwandten, Vetter Henry! :-)

  15. 24.

    "Mir fehlt aber die nötige Fantasie oder Angst wie ich und meine Familie bei einer 1:1 Gleichstellung benachteiligt werden soll."

    Dass Ihnen solche Befürchtungen fehlen, heißt nicht, dass es sie bei anderen nicht gibt bzw. geben kann. Vielleicht sind solche Befürchtungen überzogen, aber sie gründen in Erfahrungen mit Minderheiten, die für sich eine Gruppenidentität definiert und daraus Forderungen abgeleitet haben.

    Nehmen wir z.B. Erziehung zu "sexueller Vielfalt". Wenn dort die guten Absichten ins Gegenteil umschlagen, fragen Söhne ihre Eltern eines Tages: "Bin ich unnormal, wenn ich auf Mädchen stehe?". Weil die Lehrkraft sich nicht dem Vorwurf der Heteronormativität aussetzen wollte und Heterosexualität gleichberechtigt als eine von 60 Spielarten dargestellt hat. Oder Quoten bei Stellenbesetzungen. Das betrifft dann sehr wohl andere, jedes Quoten-Schutzgebiet verkleinert schließlich das "frei" verfügbare Angebot.

  16. 23.

    Jedem seine Meinung gelten lassen ohne dass jemand zu Schaden kommt ist ja richtig. Wenn aber jemand eine Meinung vertritt die ihn selbst privilegiert und den anderen benachteiligt wird es schon schwierig. Ich bin selbst Familienvater und glücklich und jeder soll auf seine Weise glücklich werden. Mir fehlt aber die nötige Fantasie oder Angst wie ich und meine Familie bei einer 1:1 Gleichstellung benachteiligt werden soll.

  17. 22.

    Statt also etwas zur menschenrechtsbasierten und vielfaltsorientierten Demo zu schreiben, fällt Ihnen als Erstes ein, die Demonstrierenden zu delegitimieren und die Gegendemos zu legitimieren.

    Dann nochmal deutlicher: Sie begehen einen biologistischen Fehlschluss, indem Sie von einem Sein auf ein Sollen schließen. Weil Menschen grds. auf die von Ihnen geschilderte Art gezeugt werden, hat das keinen Einfluss auf sexuelle Präferenz oder Identität. Letztere haben Sie zudem komplett unter den Tisch fallen lassen, rein heteronormative Plattitüden verbreitet.

    Ich würde so weit gehen und behaupten, dass die Gegendemos gegen sexuelle Vielfalt bei gleichen Bedingungen - also mit min. einer rechtsextremen Partei an der Macht - hierzulande vergleichbar ausfielen. Das ist genau der Unterschied, ob Anti-Gender-Mainstreaming von klerikalfaschistischen o. rechtsextremen Kräften außer- oder aber innerparlamentarisch Einfluss entfalten kann, s. AfD, "Ehe für alle", Sarrazin und Co.

  18. 21.

    " Mit der Jungfrau Maria und dem heiligen Geist will ich gar nicht erst anfangen". Das ist auch besser so. Denn die Jungfrau Maria hat mit der Trinität nichts zu tun. Ansonsten ist die Katholische Kirche der Meinung, es handele sich bei der Homosexualität um eine Mode.

    https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/queerspiegel/katholische-kirche-papst-franziskus-nennt-homosexualitaet-eine-mode/23706418.html

  19. 20.

    Sir Henry- oder wer auch immer: Ein bisschen mehr Respekt und Achtung vor anders denkenden Menschen würde ihnen gut tun! Lassen sie doch einfach jeden sein Leben so gestalten wie er es für richtig hält. Deshalb muss ich keinen beleidigen.

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