Sammelabschiebung Ende Mai - Protestierende kritisieren vor Ausländerbehörde im Barnim Asylpolitik

Demonstration vor der Ausländerbehörde in Eberswalde.
Bild: rbb /Brandenburg Aktuell

Rund 50 Menschen haben am Dienstagnachmittag vor der Ausländerbehörde in Eberswalde protestiert. Sie kritisieren die Asylpolitik im Kreis Barnim und im Land Brandenburg. Flüchtlinge müssten teils jahrelang auf eine Bleibeperspektive warten und seien psychischem Druck ausgesetzt. Anlass der heutigen Kundgebung war auch die Abschiebung eines Nigerianers, der schon seit 22 Jahren in Deutschland lebte. Organisiert wurde der heutige Protest vom Bündnis "Barnim für alle." Auch der Flüchtlingsrat Brandenburg unterstützte die Demonstration.

Kritik an Sammelabschiebungen

Hintergrund ist nach Angaben des Flüchtlingsrates eine Sammelabschiebung mehrere Menschen Ende Mai. Unter ihnen war auch ein Nigerianer, der 22 Jahre in Deutschland gelebt hat, darunter eine lange Zeit im Barnim. Zu der Aktion hatte die Initiative Barnim für alle aufgerufen. Mitorganisator Ahmed Mustafa erklärt gegenüber dem rbb, dass sie die Abschiebungspolitik als sehr brutal empfinden.

Nach Ansicht von "Barnim für alle" ist sein Fall ein Beispiel von vielen: Aufgrund des bewussten Drucks von Ausländerbehörden habe es in den vergangenen Monaten vermehrt Abschiebungen, aber auch Selbstmorde im Vorfeld angekündigter Rückführungen in das jeweilige Heimatland des Flüchtlings gegeben.

Sendung: Antenne Brandenburg, 08.06.2021, 16:30

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