Bürgerbefragung Strausberg - Mehrheit stimmt für Einbahnstraße in der Altstadt

Symbolbild: Blaue Einbahnstraßenschilder mit weißem Pfeil zeigen nach rechts und eines nach links (Bild: dpa/Wolfram Steinberg)
Bild: dpa/Wolfram Steinberg

Die Entscheidung über die Umgestaltung der Verkehrsführung in der Strausberger Altstadt (Landkreis Märkisch-Oderland) fällt knapp aus. Bei der Bürgerbefragung am Sonntag stimmten nach dem vorläufigen Endergebnis rund 39 Prozent für die Option, aus der Großen Straße eine Einbahnstraße zu machen. Die Große Straße ist die Hauptverkehrsachse der Strausberger Altstadt, aktuell gilt hier ein Tempolimit von 20 km/h. Sollte daraus eine Einbahnstraße werden, könne das Tempolimit auf 50 km/h erhöht werden.

Knapp dahinter liegt die Möglichkeit, eine Fußgängerzone einzurichten. Hierfür stimmten 32 Prozent. 28 Prozent sind dafür, die Verkehrsführung nicht zu ändern. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 70 Prozent. Wahlberechtigt waren alle Einwohner Strausbergs über 16 Jahren. Das Ergebnis muss in der nächsten Woche vom Wahlausschuss offiziell bestätigt werden. Danach entscheiden die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am 21. Oktober, ob sie der Präferenz der Einwohner folgen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 01.10.2021, 5:30 Uhr

8 Kommentare

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  1. 8.

    Also hier in meiner Stadt gings auch schon Jahrzehte durch alle möglichen Varianten. Ein Einbahnstraßensystem so als Ring in der Altstadt hatten wir auch schon mit Querstraßen mal nur ein eine Reichtung, dann Jahre später wieder in beide Richtungen. Nun sinds wieder normale Straßen alles in beide Richtungen und der Verkehr wurschtelt sich da irgendwie durch. Wobei es hier wirklich nur Verkehr ist, der dort auch hin will und nicht nur durch.
    Und da liegt die Kruks: Egal welchen roten Teppich man den Leute für kleine Geschäfte in einer Altstadt ausrollt... wenn keiner dort einkaufen will, weil das Konzept so nicht funktioniert, dann ist halt mal tote Hose. Ich selber schaffe es nie, in der Altstadt mal ein Geschäft zu besuchen. Um 18 Uhr ist ja alles schon dicht. Shopping Center haben länger offen und Internet 24h. Da nützen auch Autobahnen in der Altstadt nichts.

  2. 7.

    Einbahnstrasse hatte wir doch schon mal, genau wie jede andere erdenkliche Möglichkeit.
    Je nach dem wer gerade am lautesten schreit bekommt wie immer recht.
    Die momentane Reglung mit Pollern die zeitlich versenken und herausfahren kann man ja bestehen lassen und je nach Lust und Laune später mal wieder betreiben.

  3. 6.

    #Falco, Mensch das ist wie im Großen: die SPD hat ja auch die Mehrheit mit 25,7% der Zweitstimmen und von 39 % träumen sie und die anderen Parteien.
    Die Demokratie und Politik haben eine eigene Mathematik.

  4. 5.

    Re: Falco| Eberswalde. Gerade habe ich einen Kommentar an den RBB geschickt. Bitte lesen Sie ihn, damit Sie besser verstehen, was die eigentliche Problematik ist. Andererseits habe ich bei verschiedenen Besuchen von Eberswalde festgestellt, dass es auch immer wieder andere Verkehrsführungen gibt. Vielleicht haben Sie ja einen Lösungsansatz, welcher die örtlichen Gegebenheiten in Strausberg berücksichtigt und alle Beteiligten zufrieden stellt...

  5. 4.

    39% sind 39% mehr als 28%. Das ist schon ein deutlicher Unterschied. Es gibt verschiedene Arten "Mehrheit". Heir handelt es sich um eine "relative Mehrheit" für Einbahnstraßen. Sie denken vielleicht an die "einfache Mehrheit", oder vielleicht an die "absolute Mehrheit". Vielleicht mangelt es ja bei Ihnen an Rechen- oder Sprachverständnis?

  6. 3.

    Das Thema Verkehr der "Große Straße" innerhalb von Strausbergs Altstadt geht inzwischen über 40 Jahre. Im Durchschnitt gab es alle fünf Jahre einen neuen Anlauf. Neue Studien, Projekte Verkehrszählungen, die Zusammensetzung der Kundenströme und des Alters wurden wiederholt durchgeführt. Es gab alle möglichen gute und weniger gute Versuche und dementsprechend verschiedene Folgeprobleme. Der bislang letzte Versuch war mit an zwei verschiedenen Stellen zu unterschiedlichen Zeiten versenkbaren Pollern. So wurde die Straße, egal zu welcher Tageszeit, immer zur Sackgasse künstlich geteilt,. Dies teilte die Altstadt während der Öffnungszeiten der Geschäfte, sodass etliche Geschäfte, nördlich des oberen Pollers starken Kundenrückgang haben und teilweise die Inhaber anderer bereits aufgaben. Die perfekte Lösung wird es hier nie geben, da die Anlieger ob Bewohner oder Gewerbetreibende, aber auch die zu diesem Thema zerstrittene Stadtverwaltung, sehr stark unterschiedliche Interessen und Ansichten haben, welche die jeweilige Gruppe verfolgt.

  7. 2.

    Es sollte dazu in der SVV eine namentliche Abstimmung geben, damit man als Bürger im Falle weiß, welchen Abgeordneten der Abstimmungsbeschluss und damit der Bürgerwille egal ist. Auch viele Gewerbetreibende wünschen sich eine Einbahnstraße. Ich hoffe, dass bald der jahrzehntelange Hickhack um die Verkehrsführung beendet wird.

  8. 1.

    Aha, 39 Prozent sind die Mehrheit. Hier mangelt es offenbar an Sprach-, Rechen- und Demokratieverständnis.
    Ebenso offensichtlich gibt es keine Präferenz - alle zur Wahl gegebenen Optionen haben fast gleich viel Zuspruch bekommen.

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