Niederlage im Landespokal - Union Fürstenwalde holt neuen Trainer und setzt niedrige Saison-Ziele

Matthias Mauksch (Quelle: dpa)
Bild: dpa

Nach dem verlorenen Finale im Brandenburgischen Landespokal trennt sich Union Fürstenwalde von Trainer Matthias Maucksch. Grund dafür sind aber gar nicht die sportlichen Leistungen.

Der FC Union Fürstenwalde hat am vergangenen Sonnabend den Pokaltitel der Regionalliga Nordost nicht verteidigen können. Gegen Babelsberg 03 unterlagen die Fußballer aus Oder-Spree mit 0:2. Damit gehen Union Fürstenwalde auch die Einnahmen einer möglichen DFB-Pokal-Teilnahme verloren.

Maucksch geht, Langer kommt

Wegen der angespannten finanziellen Situation verlassen neben einigen Leistungsträgern auch Trainer Matthias Maucksch und Co-Trainer Nico Hinz den Verein. Nach Informationen der Märkischen Oderzeitung hätte Maucksch seinen Vertrag beim Verein gerne verlängert. Allerdings ließen die Rahmenbedingungen das nicht zu. Damit verlässt er den Trainerposten nach 2016 und 2018 bei Fürstenwalde bereits zum dritten Mal. Wohin es als nächstes gehe, sei noch offen.

Unions Vereinspräsident Sieghard Richter hat indess bereits Ersatz gefunden, wie er dem rbb auf Nachfrage mitteilte. Ihm zufolge seien die Verträge mit Andreas Langer aus Fürstenwalde und seinem Co-Trainer aus Cottbus bereits unterschrieben. Der 61-jährige Langer hatte zuletzt den Nachwuchs vom FC Energie trainiert. Bis Juni 2020 war er bereits beim Fürstenwalder Nachwuchs aktiv.

Corona sorgt für finanziellen Engpass

Schon vor dem Pokalfinale stand fest, dass Union Fürstenwalde in der kommenden Spielzeit mit einem geringeren Budget planen muss. Präsident Richter seien besonders in der Coronapandemie viele Sponsoren aus der Region verloren gegangen. "Fürstenwalde und Bad Saarow sind eine Region mit Hotels, Restaurants und so weiter. Viele haben wirtschaftliche Probleme und das hat sich auch bei uns ausgewirkt."

Deshalb müsse sich Fürstenwalde für die kommende Spielzeit neu aufstellen. Man habe Spieler etwa aus Cottbus, Zwickau oder Bayern zum Probetraining eingeladen, so Richter weiter. Mit ihnen gelte es, ein neues Team zu formen. "Es wird so sein, dass wir dann nicht wie bisher in der vorderen Tabellenhälfte mitwirken. Uns geht es darum, die Regionalliga zu stabilisieren, dass wir nicht absteigen und uns dann nach und nach weiterentwickeln."

Sendung: Antenne Brandenburg, 31.05.2021, 14:10 Uhr

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