41. Oderrundfahrt - 120 Rad-Profis stellen sich den Oderhängen

Do 07.07.22 | 11:45 Uhr
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Archiv: Frankfurt (Oder), 05.07.2018 - Internationale Oderrundfahrt 1. Etappe(Quelle: IMAGO / Mausolf)
Audio: Antenne Brandenburg | 07.07.2022 | Organisator Dan Radtke | Bild: IMAGO / Mausolf

Nicht nur für Hobby-Radfahrer, sondern auch für Profis sind die Strecken entlang des Grenzflussen zwischen Deutschland und Polen interessant. Doch bei der Oderrundfahrt wird die Landschaft zur Nebensache und der Kampf um die Zeiten dominiert.

Nach zwei Jahren Corona-Pause startet am Donnerstag in Frankfurt (Oder) der Radsport-Klassiker der Oderrundfahrt. Das Etappen-Rennen wird zum bereits 41. Mal ausgetragen. Los geht es mit dem Großen Preis von Frankfurt. Der ist gleichzeitig der Auftakt des diesjährigen Stadtfestes. Organisiert wird das Radsport-Rennen vom Frankfurter Radsportclub und dem Ex-Friedensfahrer Dan Radtke.

Hart am Berg und Gegenwind?

Insgesamt gibt es drei Starterfelder, eingeteilt in ein Jedermann-Rennen mit rund 254 Kilometer, ein Rennen für den Nachwuchs mit 116 Kilomerter und eines für die Elite-Fahrer mit circa 462 Kilometer. Die Teilnehmenden müssen ab 18:30 Uhr einen Rundkurs in der Oderstadt bewältigen. Insgesamt 50 Mal geht es den Rosa-Luxemburg-Berg gegenüber der Stadtbrücke hoch. "Hier muss man im Grunde alles können", sagt Dan Radtke zum Profil der Rundfahrt. "Wir haben keine extrem langen Berge, aber die Vielzahl dieser kurzen, steilen Anstiege macht es den Rennfahrern unheimlich schwer."

Hinzu komme der Wind etwa in der Oder-Niederung. Dort ist am Freitag mit 160 Kilometer einer der längsten Etappen zu bewältigen. Dort seien vor allem Sprint-Fertigkeiten gefragt, so Radke weiter. Auch der mit Kopfstein gepflasterte Berg in Podelzig nördlich von Lebus (Märkisch-Oderland) habe es in sich. "Den muss man überstehen und den muss man fahren können. Wenn wir Regen haben sollten, dann sind selbst da in den letzten Jahren die Männer abgestiegen und mussten schieben."

Generalprobe für die EM

Insgesamt gehen 120 Elitefahrer auf die viertägige Etappen-Tour, die am Sonntag mit dem Preis von Seelow (Märkisch-Oderland) endet. Am Start sind vor allem junge Radsportler, die auf dem Sprung in eine Profi-Karriere sind. Dabei ist unter anderem der Bahn-Rad-Vierer der U-23-Nationalmannschaft, verrät Dan Radtke. "Die breiten sich auf die Europameisterschaft in Portugal vor und nutzen die Oderrundfahrt nochmals als Härtetest und Feinschliff." Dort soll es schließlich auf dem Treppchen ganz nach oben gehen. Favoriten sind allerdings die Holländer. Sie treten gleich mit mehreren Mannschaften an. Und an denen kommt laut Ratdke in diesem Jahr kein Team vorbei.

Um dennoch eine Chance zu haben, sind Zuschauer zum Anfeuern der Deutschen an den Etappenorten gern gesehen. Gelegenheit dazu gibt es am Donnerstag am Rosa-Luxemburg-Berg in Frankfurt (Oder) und am Freitag in der Thälmann-Siedlung in der Ziltendorfer Niederung in Oder-Spree. Am Samstag dann geht es für die Fahrer im Lebuser Ortsteil Wuhden an die Hänge. Der Abschluss mit der Siegerehrung ist am Sonntag dann in Seelow geplant. Organisator sagte dazu: "Der Bürgermeister, der Landrat und wir freuen uns. Alles ist gerichtet und wir können losfahren."

Sendung: Antenne Brandenburg, 07.07.2022, 14:40 Uhr

Mit Material von Michael Lietz

2 Kommentare

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  1. 2.

    Oh Gott, da werden Landstraßen gesperrt. Kann man so etwas nicht in der Stadt veranstalten, da muss man nicht unbedingt weiträumig(!) umfahren. Lach.
    Ich höre sie schon meckern, die ewigen Nörgler. Bitte enttäuscht mich nicht.

  2. 1.

    Wie wäre es, wenn alle Fahrer angefeuert würdèn, nicht nur die Deutschen? Man sollte doch über jeden Gast froh sein. Anfang der Woche haben die Dänen uns das vorgemacht, wie man Gäste behandelt.

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