Audio: Antenne Brandenburg | 21.06.2019 | Autor: Björn Haase-Wendt
Audio: Antenne Brandenburg | 21.06.2019 | Autor: Björn Haase-Wendt | Bild: rbb/B. Haase-Wendt

Havarie im Betonmischwerk - Schleuse Zaaren bleibt länger geschlossen

Die Schleuse Zaaren bei Templin sollte am 1. August wieder in Betrieb gehen. Daraus wird nichts. Nun bleibt der wichtige Wasserweg zwischen Berlin und Mecklenburgischer Seenplatte wohl über den ganzen Sommer gesperrt.  

Die Schleuse Zaaren bei Templin (Uckermark) an der Oberen-Havel-Wasserstraße bleibt länger als geplant geschlossen. Das teilte das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) in Eberswalde am Freitag mit. Damit kann die Schleuse nicht wie ursprünglich geplant am 1. August in Betrieb gehen.

Grund für die erneute Verlängerung der Schleusensperrung sollen laut dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt die Unwetter in den letzten Wochen sein. So gab es im zuständigen Betonmischwerk in Templin einen Blitzeinschlag. Die Steuerungstechnik wurde dabei zerstört. Eine geeignete Ersatzmischanlage konnte laut WSA nicht gefunden werden. Auch sorgte der Starkregen für Unterbrechungen bei den Betonarbeiten in der Schleuse. Wann sie nun für die Boote und Kanufahrer wieder geöffnet werden kann, ist unklar.

Seit November vergangenen Jahres ist die Schleuse Zaaren wegen dringenden Sanierungsarbeiten gesperrt. Damit ist auch die direkte und bei Wassertouristen beliebte Verbindung zwischen Berlin und der Mecklenburgischen Seenplatte unterbrochen. Die Industrie- und Handelskammern rechnen für die betroffenen Wassertourismusunternehmen in der Region bisher mit einem Schaden von bis zu zwei Millionen Euro.

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3 Kommentare

  1. 3.

    Man hat mittlerweile das Gefühl, das an vielen Stellen, wo sich Politik und Ämter einschalten, nichts mehr läuft. Nachdem Gesundheitswesen und Schulsystem totregiert worden sind, ist jetzt der Tourismus dran, siehe BER und diese Schleuse..., aber solange niemand für seine Fehler einstehen muss, ist auch keine Besserung in Sicht. Die Zeche zahlen die Firmen, die davon leben müssen. Gute Nacht !

  2. 2.

    Gewitter, Starkregen, hohe Temperaturen und ein Blitzeinschlag im Betonwerk, es klingt für mich nach einem glücklichen Ereignis für die ausführende Firma, den Fertigstellungstermin auf unbekannt zu verschieben.
    Lässt man den Blitzeinschlag gelten, kann es sich um ein bis zwei Wochen verschieben, aber bis heute keinen neuen verbindlichen Termin zu haben, lässt schlimmes befürchten.
    Seit 1.11.2018 ist ja die Schleuse schon zu, was wäre gewesen, wenn wir einen strengen Winter gehabt hätten?
    Mich würde es nicht wundern, wenn der neue Termin dann 1.4.2020 lautet.
    Es macht mich traurig, das gefühlt, alle staatlichen Bauvorhaben nie pünktlich fertig werden, und in der Regel noch ein vielfaches kosten.
    Es wird immer darauf verwiesen, das der Wasserweg von Berlin über die Elde in die Müritz befahrbar ist, aber das ist keine echte Alternative, da die Fahrrinnentiefe (3.7.2019)von Mühlenholz nach Dömitz nur 87 cm beträgt, bleibt eine Tauchtiefe von nur ca 65 cm.



  3. 1.

    Gibt es in Brandenburg nur ein Betonwerk? Ich denke das es mehrere Alternativen gegeben hätte.
    Es ist natürlich einfacher seitens des WSA eine neue Anordnung zu verfassen und die Sperre zu verlängern.
    Vielleicht sollte man hier mal über personelle Konsequenzen nachdenken.

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