Ein Schild mit der Aufschrift "Haßleben ohne Massentierhaltung" hängt am 29.06.2014 in Haßleben (Brandenburg) an einem Laternenmast (Quelle: dpa/Oliver Mehlis)
Audio: Antenne Brandenburg | 09.07.2020 | Torsten Glauche | Bild: dpa/Oliver Mehlis

Nach 16 Jahren Streit - Schweinemastanlage Haßleben ist endgültig vom Tisch

16 Jahre lang hatten Anwohner und Umweltschützer sich gegen eine riesige Schweinemastanlage in Haßleben gewehrt - nun ist die Sache endgültig entschieden. Ein Urteil, das die ursprüngliche Genehmigung aufgehoben hatte, ist rechtskräftig.

Die geplante Schweinemastanlage Haßleben in der Uckermark wird es nicht geben. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat einen Berufungsantrag des Investors endgültig abgelehnt. Das hat das Gericht rbb|24 bestätigt.

Damit wird nun ein Urteil des Verwaltungsgerichtes Potsdam aus dem Jahr 2017 rechtskräftig, das die Anlage verbietet. Mit der Entscheidung endet der seit 16 Jahren andauernde Streit zwischen Investor und Verbänden, Initiativen und Privatpersonen um die geplante industrielle Tierhaltungsalage in der Uckermark.

Urteil aus 2017 damit rechtskräftig

Das Verwaltungsgericht Potsdam hatte 2017 die Schweinemastanlage aus bauplanungsrechtlichen Gründen für unzulässig erklärt. Die Genehmigungsbehörde war zunächst davon ausgegangen, dass der Komplex der alten DDR-Mastanlage innerhalb des Orts Haßleben in der Uckermark eingebettet sei. Dem widersprach das Gericht mit dem Argument, dass sich eine solche Großanlage nicht in ein kleines Dorf "einfügt".

Gegen die Zulassung der Schweinemastanlage geklagt hatten die Umweltverbände Nabu und BUND sowie der "Deutsche Tierschutzbund" zusammen mit dem "Deutschen Tierschutzbund Landestierschutzverband Brandenburg".

Sendung: Antenne Brandenburg, 09.07.2020, 12:00 Uhr

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13 Kommentare

  1. 13.

    Den Skandal beim der Bio-Schlachtung letztens haben Sie schön verdrängt. Ja sie machen es sich schön einfach.

  2. 12.

    und vielen Dank nochmal an Anita Tack(Linke) und Matthias Freude (bis 2015 Präsident der Fachbehörde Umwelt) das sie uns aufgrund ihrer tatsächlich noch 2013 erteilten rechtswidrigen Genehmigung von 37.0000 Mastplätzen in Haßleben ermöglichten diese zu Beklagen.

  3. 11.

    Eine gute Nachricht für das Grundwasser.

  4. 10.

    Hoffentlich haben Sie recht und das ist nur der Anfang vom Ende dieser Massentierquälung.
    Die Arbeitsplätze, die sowieso nur an Sklavenarbeit grenzen dürfen da keine Rolle spielen.

  5. 9.

    Eine gute Nachricht.
    Herzlichen Dank und Glückwunsch an alle, die sich dafür eingesetzt haben!
    Das darf (im Rahmen der derzeit gültigen Vorgaben) gefeiert werden. :-)

  6. 7.

    Ich kenne keinen Menschen in meinem näheren Umfeld, der derartiges Fleisch essen möchte.
    Glückwunsch an alle die da protestiert haben.

  7. 6.

    Nö war nicht die "Umweltlobby" rein gar keine dunkel-dräuenden Verschwörungen, oder demokratisch nicht legitimierte Entscheidungsprozesse. Sie kriegen nur nicht immer Recht. Das ist schlicht alles.
    Und manchmal sind 30 Arbeitsplätze nichts gegen die Katastrophe die der Arbeitsplatz bedeutet.

    Finden Sie sich damit ab, dass manche manchmal klüger und vorausschauender sind als Sie. Das kommt immer mal vor. Und ist auch gar nicht schlimm. Sie irren sich halt bloß.
    Massentierhaltung wie hier geplant war ist von Gestern. Sie reiten einen toten Gaul.
    Kein vernünftiger Landwirt produziert so Schlachtvieh. Das ist einfach vorbei.

  8. 4.

    Arbeitsplätze? Das ist eine Tierquälerische Anstalt. Und nein, ich bin kein Vegetarier. Aber ich esse mein Fleisch nur noch vom Jäger geschossen. Die mastbetriebe sind einfach nur ekelig. Und nebenbei, der Mensch kann auch ohne tierische Produkte leben. Lieber ein paar mehr Förster einstellen, statt drei Leute in der schweinemast, es ist heute ohnehin alles Computergesteuert und automatisiert.

  9. 3.

    Hat die umweltlobby es endlich geschafft Arbeitsplätze zu vernichten.

  10. 1.

    Ein Glück!

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