Ostdeutsches Wirtschaftsforum - Altmaier blickt optimistisch auf Brandenburgs Wirtschaft

Peter Altmaier und Initiator Frank Nehring
Audio: Antenne Brandenburg | 22.09.2020 | Peter Altmaier | Bild: Michel Nowak/ rbb

Beim 5. Ostdeutschen Wirtschaftsforum in Bad Saarow (Oder-Spree) haben am Dienstag noch einmal Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über die Zukunftsperspektiven für Unternehmen in den östlichen Bundesländern gesprochen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zeigte sich optimistisch, dass die aktuelle Corona-Krise auch ein Motor für den Strukturwandel sein könne.

Altmaier und sein Staubsauger

In seiner Rede gab sich der Bundeswirtschaftsminister optimistisch, was neue zukunftsorientierte Industrie-Ansiedlungen im Osten Deutschlands betrifft. Zudem verteidigte Altmaier ausdrücklich die Produktion von Elektro-Batterien, wie sie etwa für die Tesla-Autos in Grünheide geplant sind. Für einige Lacher sorgte Altmaier als er seinen neuen batteriebetriebenen Handstaubsauger als Beleg heranzog. Mit dem sei er nämlich "extrem zufrieden".

Hoffnungen beruhen auch auf Tesla

Über die E-Autofabrik selbst sprach der CDU-Politiker in Superlativen. Es sei ein ganz großer Coup, dass Tesla dieses für ganz Europa produzierende Werk in Brandenburg ansiedelt. Altmaier sieht zusätzlich zu den tausenden Arbeitsplätzen direkt in der Elektroauto-Fabrik weitere tausende bei Zulieferern und in deren Umfeld entstehen.

"Es entwickelt sich ein ganzes Ökosystem"

Er sagte in seiner Rede: "Egal wie Sie zum Verbrenner-Motor und alternativen Antriebs-Techniken stehen, es ist für zehntausende von Menschen ein Signal der Hoffnung. Und wenn dort eine Gigafactory mit 10.000 Arbeitsplätzen entsteht, dann sind das nicht nur Arbeitsplätze für Facharbeiter und qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Drum herum entwickelt sich ein ganzes Ökosystem, wo vieles entstehen wird."

Der Bau des Werks werde über Deutschland hinaus genau beobachtet. Insgesamt glaubt der Wirtschaftsminister, dass der Osten mit vielen neuen Arbeitsplätzen gestärkt aus der Corona-Krise hervorgehen kann.

Firmen nicht ganz so optimistisch

Für seine optimistische Sichtweise erntete der CDU-Politiker von den Teilnehmern aus Wirtschaft und Forschung durchaus Widerspruch. Joachim Ragnitz vom Dresdner ifo-Institut für Wirtschaftsforschung, sagte etwa dem rbb, dass nach einer Umfrage fast ein Fünftel der ostdeutschen Firmen die Krise als existenzbedrohend ansehen. In die hier herrschende eher positive Grundstimmung in Hinblick auf Energie- und Mobilitätswende sowie Strukturwandel mischten sich hier dann doch auch einige zweifelnde Töne.

Sendung: Antenne Brandenburg, 22.09.2020, 16:10 Uhr

3 Kommentare

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  1. 3.

    Wie kommen Sie denn auf Ihre ganzen Behauptungen? Der Begriff Ostdeutsche Wirtschaft kommt im Artikel und dem Auszug der Rede gar nicht vor. Und wer denkt dass Ossis polnisch sprechen? Grünheide liegt auch nicht an irgendeiner Grenze außer zu der nach Berlin. Milliarden für Tesla, gibt es Belege dafür?

  2. 2.

    Altmaier ist zwar Minister aber was besagt das heute schon. Die haben alle die rosarote Brille auf und Wünsche sind Vater der Gedanken. Fachleute sehen keine guten Zeiten für ganz Europa.

  3. 1.

    Was meint der Herr Minister mit Ostdeutscher Wirtschaft - Milliarden für den Flughafen BER, weitere Milliarden für Tesla und daraus resultierende notwendige Infrastruktur, künstliche Seen und weitere Milliarden für die Lausitz ??? Also denken die Wessis doch noch Alle, Wir sind irgendwelche Polen, sprechen nur polnisch und leben höchstens 60-80 Kilometer von Osteuropa entfernt. Danke Herr Minister, das alle Ossis nur entlang der Grenze leben, bzw. nur dort Fördermilliarden und Unterstützung bekommen.

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