Wildschwein (Quelle: imago-images/Martin Wagner)
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Audio: Antenne Brandenburg | 16.09.2020 | Bild: imago-images/Martin Wagner

Maßnahme gegen die Schweinepest - Brandenburg zahlt Prämie für das Auffinden toter Wildschweine

Das Verbraucherschutzministerium zahlt ab sofort eine Prämie für das Auffinden toter Wildschweine. Dies teilte das Ministerium am Mittwoch mit. Damit möchte das Land die Maßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) verstärken. Je nach Fundort zahlt das Land die Prämie pro Wildschwein auch an Privatpersonen. Im Kerngebiet gibt es 150 Euro. Allerdings ist das Betreten dieses Gebeits laut Tierseuchenverfügung verboten. Im gefährdeten Gebiet und in der Pufferzone gibt es 100 Euro pro gefundenem Tier.

Meldung an das Veterinäramt

Wer ein Tier findet, muss dies an das Veterinäramt melden. Verendete Wildschweine sind für das Ministerium wichtige Indikatoren, um die Ausbreitung des Virus feststellen zu können. Die Prämie soll als Anreiz dienen, um in kurzer Zeit möglichst viele Tiere zu testen. Bisher hatten nur Jäger eine Prämie von 50 Euro auf geschossene Wildschweine bekommen. Kritker sprechen davon, dass die Prämie den Katatstrophentourismus befördere. Das Virus sei hochaggressiv und könnte leicht über Schuhsohlen oder Reifen weiterverbreitet werden.

Zehn Tiere gefunden

Vergangene Woche war in Schenkendöbern im Landkreis Spree-Neiße ein erstes an ASP verendetes Wildschwein gefunden worden. Das Land hatte rund um den Fundort eine drei-Kilometer-Kernzone eingerichtet und eingezäunt und ein Gefährdetes Gebiet mit einem Radius von circa 20 bis 25 Kilometern festgelegt. Das Gebiet ist über zehntausend Hektar groß.

Inzwischen sind in der Region insgesamt zehn tote Wildschweine gefunden worden. Fünf davon sind in der ersten Probe positiv auf das Virus getestet worden, die zweite Probe steht noch aus. Bei den anderen fünf Kadavern, die am Mittwoch zwischen Sempten und Bomsdorf gefunden worden sein sollen, liegen noch keine Erkenntnisse vor.

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