Bahnlinie zwischen Berlin und Küstrin-Kietz - Interessengemeinschaft Ostbahn gründet sich neu

Di 29.09.20 | 16:34 Uhr
Gründung der Interessengemeinschaft Ostbahn
Audio: Antenne Brandenburg | 09.09.2020 | O-Ton Guido Noack | Bild: rbb/Fred Pilarski

In der Seelower Stadtverwaltung (Märkisch-Oderland) gründete sich am Dienstag die Interessen-Gemeinschaft der Ostbahn neu. Zwölf Gemeinden entlang der Regionalbahnlinie 26 gehören zu dem neuen Verein. Die Interessengemeinschaft Ostbahn setzt sich für einen stärkeren Ausbau der mehr als 150 Jahre alte Schienenverbindung ein, die zwischen Berlin und Küstrin-Kietz (Märkisch-Oderland) verläuft.

Die Interessensgemeinschaft wird unterstützt vom Kreis Märkisch-Oderland und den Industrie- und Handelskammern Berlin und Ostbrandenburg.

Entwicklungsschub durch Bahnstrecke

Heute gilt die Ostbahn als meistgenutzte deutsch-polnische Pendlerstrecke. Doch die Züge zwischen Berlin und Kostrzyn sind oft überfüllt und unpünktlich, der Stundentakt reicht nicht aus.

Gemeinden im Oderbruch erwarten einen Entwicklungsschub von einer modernisierten Bahn. Mit einem schnelleren Takt und höheren Geschwindigkeiten erhoffen sich beispielsweise Seelow-Gusow, Letschin und Golzow auch für Pendler, Touristen und Unternehmer attraktiv zu werden.

Der RB26 startet in Berlin-Ostkreuz und hält auf dem Weg nach Kostrzyn unter anderem in Strausberg, Seelow-Gusow und Golzow.

Ausbau deutsch-polnische Verbindung

Organisator Guido Noack von der IHK-Ostbrandenburg sagte zu den Aufgaben: "Die Interessengemeinschaft muss dafür sorgen, dass der Politik Druck gemacht wird, damit die Ostbahn ausgebaut wird und auch zweigleisig und elektrifiziert wird". Noack zufolge nutzen täglich mehr als 1.000 Menschen die deutsch-polnische Bahnlinie.

Durch die offizielle Vereinsgründung mit 19 Gründungsmitgliedern bekommt die Interessengemeinschaft Ostbahn ein juristisches Fundament.

Sendung: Antenne Brandenburg, 29.09.2020, 15:30

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