Ein Hochofen des Stahlunternehmens Arcelor Mittal Eisenhüttenstadt GmbH. (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Bild: dpa/Patrick Pleul

Eisen- und Stahlindustrie - Arcelor Mittal-Mitarbeitende fordern mehr Geld

Rund 100 Mitarbeitende von Arcelor Mittal in Eisenhüttenstadt haben in der Nacht auf Montag vor dem Werk protestiert. Mit Feuertonnen, Fackeln und Leuchtfeuern wollten sie so ihre Forderungen für die heute beginnenden Tarifverhandlungen deutlich machen.

Vier Prozent mehr

Die IG Metall fordert für die Beschäftigten in der ostdeutschen Eisen- und Stahlindustrie unter anderem vier Prozent mehr Geld. Außerdem will die Gewerkschaft die Übernahme von Auszubildenden sichern. Zwar habe die Stahlindustrie in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres bedingt durch die Coronakrise erhebliche Einbußen gehabt, im zweiten Halbjahr sei die Nachfrage laut Betriebsratschef Dirk Vogeler aber wieder gestiegen. Die Tarifforderungen der IG Metall für die rund 2.700 Beschäftigten in Eisenhüttenstadt seien daher angemessen.

Die Tarifverträge in der ostdeutschen Eisen- und Stahlindustrie betreffen insgesamt rund 8.000 Beschäftigte. Die erste Verhandlung mit den Arbeitgebern beginnt am Montagabend.

2 Kommentare

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  1. 2.

    Wahrscheinlich bedeutend weniger sind Mitglied der Gewerkschaft und haben einen Rechtsanspruch. Die Arbeitgeber zahlen lieber allen Mitarbeitern den Tariflohn damit nicht die gesamte Belegschaft Mitglied einer Gewerkschaft wird.

  2. 1.

    "Die Tarifverträge in der ostdeutschen Eisen- und Stahlindustrie betreffen insgesamt rund 8.000 Beschäftigte." Wie viele davon sind in der IG Metall organsiert und haben deshalb einen Rechtsanspruch auf den Tarifvertrag?

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