Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) - Bundesregierung will Projekt mit grünem Stahl fördern

Stahlwerk ArcelorMittal im brandenburgischen Eisenhüttenstadt (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Audio: Antenne Brandenburg | 31.05.2021 | Ronald Schleif | Bild: dpa/Patrick Pleul

Die Bundesregierung will die Umstellung auf die Produktion von klimaneutralem Stahl bei Arcelor Mittal in Eisenhüttenstadt (Landkreis Oder-Spree) fördern. Das haben Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) am Freitag bekannt gegeben. Die Förderung soll im Rahmen des Programms "Important Projects of Common European Interest (IPCEI)" erfolgen.

Entscheidung bis Anfang 2022

Gefördert werden sollen neben Eisenhüttenstadt auch die Arcelor Mittal-Standorte in Bremen und Hamburg. Mit der Umsetzung der drei Projekte kann das Unternehmen bis 2030 bereits mehr als sechs Millionen Tonnen CO2 jährlich einsparen, wie Arcelor Mittal verlauten ließ.

Vor allem die Förderung der wasserstoffbasierten Verfahren zur Produktion von klimaneutralem Stahl ist laut Arcelor Mittal dabei entscheidend. Für die Projekte wird nun die Genehmigung der EU benötigt, so dass die Investitionen getätigt werden können.

Mit einer finalen Entscheidung zur Förderung und Umsetzung sei bis Anfang 2022 zu rechnen. "Darüber hinaus wird eine Anschubfinanzierung der Produktionskosten notwendig sein, bis die neuen Technologien wirtschaftlich selbsttragend sind", sagte Geert Van Poelvoorde von Arcelor Mittal Europe.

Mit einem Produktionsvolumen von rund acht Millionen Tonnen Rohstahl ist ArcelorMittal einer der größten Stahlhersteller Deutschlands. Das Unternehmen beteiligt sich im Rahmen des Projektes am Aufbau regionaler Wasserstoff-Netzwerke.

Sendung: Antenne Brandenburg, 31.05.2021, 06:30 Uhr

7 Kommentare

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  1. 7.

    So ganz ohne Kohlenstoff ist Stahl nicht verstellbar. Wer mal in das Eisen-Kohlenstoffdiagramm geschaut hat und dieses auch verstanden hat, weiß, dass die Härte von Stahl davon abhängt, wieviel Prozent Kohlenstoff sich im Stahl befindet

  2. 6.

    Die Alternative wäre? Gesetz schreiben Stahl ab sofort in Deutschland CO2 frei herstellen.
    Dann gibt es in Deutschland ganz schnell keine Arbeiter mehr, die von früh bis spät im Stahlwerk arbeiten und dort u.a. Geld für Steuern erwirtschaften.
    Im globalen Wettbewerb muss einer den Anfang machen und das geht im Kapitalismus selten ohne Anschubfinanzierung.

  3. 5.

    Richtig. Ich habe Jahrzehnte lang Stahl geschmolzen, aber grün war der nicht.

  4. 4.

    Sie werden staunen, aber auch dieses Unternehmen erwirtschaftet Steuermillionen. Wichtig ist es zu kritisieren, auch wenn es ganz am Ende ein Plusgeschäft fürs Steuersäckel werden könnte.

  5. 3.

    Bei einem weltweiten CO2 Ausstoß ca. von 2% an dem Deutschland beteiligt ist das die richtige Entscheidung. Es sind ja nur die Steuergelder die da investiert werden vom kleinen Volk die tagtäglich von früh bis spät arbeiten. Toll……

  6. 2.

    Und ich dachte immer, nur Kupfer würde im Lauf der Zeit grün werden ...

  7. 1.

    Zitat: "Bundesregierung will Projekt mit grünem Stahl fördern"
    Als passendes Projekt könnte man sich in Berlin oder/und Brandenburg z. Bsp. eine Brücke oder einen Aussichtsturm o.ä. mit touristischer Anziehungskraft vorstellen, schließlich gibts ja in Dresen das "Blaue Wunder".

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