Ostdeutsches Wirtschaftsforum - Altmaier: Ostdeutschland profitiert von Energiewende

Archivbild: Peter Altmaier (CDU), Bundeswirtschaftsminister, spricht bei der Fortsetzung des 5. Ostdeutschen Wirtschaftsforums. (Quelle: dpa/W. Kumm)
Audio: Antenne Brandenburg | 15.06.2021 | Lucia Heisterkamp | Bild: dpa/W. Kumm

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat den ostdeutschen Bundesländern einen Aufschwung durch die Energiewende prognostiziert. Die Länder seien im Vorteil, weil dort viele dynamische und zukunftsgerichtete Unternehmen ansässig seien, sagte Altmaier am Dienstag beim Ostdeutschen Wirtschaftsforum in Bad Saarow (Oder-Spree).

Er sei davon überzeugt, dass in drei oder vier Jahren nicht mehr die Rede von einer Aufholjagd des Ostens sei, sagte Altmaier. "Sondern die Stimmung wird dann sei: "Die westlichen Bundesländer müssen sich mal auf den Hosenboden setzen und sich stärker anstrengen, um nicht völlig abgehängt zu werden", sagte Altmaier.

 

Unbürokratische Lösungen für Tesla-Ansiedlung

Als Beispiel nannte er die Autoindustrie, die ursprünglich typisch westdeutsch gewesen sei und sich jetzt schnell verändere. "Schon jetzt kommt jedes siebte in Deutschland produzierte Auto aus einer ostdeutschen Fabrik", sagte der CDU-Politiker.

Der Anteil werde wegen der E-Fahrzeuge weiter zunehmen - VW produziere Autos mit Elektroantrieb in Zwickau, BMW in Leipzig und in Brandenburg komme das neue Tesla-Werk hinzu. Dass sich das Unternehmen von Elon Musk in dem ostdeutschen Bundesland ansiedele, liege auch an der brandenburgischen Bereitschaft zum Service und zu unbürokratischen Lösungen, lobte Altmaier.

Altmaier betonte, dass Ostdeutschland maßgeblich vom Kohlekompromiss profitieren werde. 40 Milliarden Euro würden in den kommenden Jahren fließen und verschiedene Industriezweige ankurbeln, so der Minister.

Das Ostdeutsche Wirtschaftsforum gibt es seit 2016. Es steht in diesem Jahr unter dem Titel "Mut zum Vorsprung", den die Veranstalter nach eigenen Angaben als Weckruf verstanden wissen wollen. Auf dem Programm standen am Montag und Dienstag mehr als 50 Referenten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Sendung: Antenne Brandenburg, 15.06.2021, 16:10 Uhr

14 Kommentare

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  1. 14.

    Kein Wunder, dass die Löhne und Gehälter im Osten niedriger sind wie im Westen, wenn andere Arbeitnehmer ebenso uninformiert sind wie Sie. Das Beteiebsverfassungsgesetz gilt als Bundesgesetz z.B. auch in Bbg.

    Naha, und der Wasserpopanz von 1,45 Milkionen m³/a ist angesichts einen jährlichen Aufkommens von 1,2 *Milliarden* m³ in B. und Bbg. Im Jahr 2016 auch schon lange als Scheinriese entlarvt. Das hat aber auch noch nicht jeder mitbekommen.

  2. 13.

    Die Gewerkschaften fordern schon einen schnelleren Angleichung. Die Arbeitnehmer wollen sich aber nicht weniger organisieren als im Westen. Also können auch die Renten nur so steigen wie die Löhne.

  3. 12.

    Komisch... Kurz vor den Wahlen bemerken nun alle Parteien, dass das Projekt "Aufbau Ost' immernoch lange nicht abgeschlossen ist!
    Unsere Politiker erfinden sich gerade neu. Aber sicher nur bis knapp nach den Wahlen!!!!

  4. 11.

    Herr Altmeier spricht vom Ende der Aufholjagd des Ostens. Er hat wahrscheinlich Löhne, Gehälter und Renten vergessen.

  5. 10.

    Was sind 40 Milliarden noch wert?
    Bald werden nur noch Billionen und Billiarden den Osten geschoben.
    In Waschkörben.

  6. 9.

    Alles klar.

  7. 8.

    Märchenstunde mit Herrn Altmaier. Und von den 40 Milliarden kommt nur ein Bruchteil nach Brandenburg. Der Wahlkampf ist eröffnet und die Versprechen an das Wahlvolk haben wieder Hochkonjunktur. Gestern war der "Retter" Ostdeutschlands Herr Scholz dran und heute kommt Herr Altmaier des Weges. Viel Spaß bei den anstehenden Wahlen.

  8. 7.

    He Leute, es ist Walkampf!
    Da wurde vorher schon immer viel versprochen und danach nicht gehalten weil mal zu wenig Geld da war oder der Koalitionspartner dagegen stimmte. Also kurz gesagt: viel Wind um nix! :-(

  9. 6.

    Ich höre es wohl, aber mir fehlt der Glaube. Es ist halt Wahlkampf und da kommen sie alle aus ihren Löchern und locken die Menschen zur Wahl. Mit Instituten, Behörden und Ministerien wird das nix.

  10. 5.

    Ostdeutschland profitiert, dass ich nich lache.
    Ja mit 30 Cent pro kwh Strom

  11. 4.

    Energiewende? Mit Altmaier? Dem wir sowohl das Ende der deutschen Solarindustrie, als auch alsbald das Ende der deutschen Windindustrie zu verdanken haben? Was für ein Hohn für die vielen Angestellten, die Altmaiers Politik auf die Straße gesetzt hat.

  12. 3.

    "40 Milliarden Euro würden in den kommenden Jahren fließen und verschiedene Industriezweige ankurbeln" Welche sollen das im Sanierungskerngebiet sein? Nur ein einzigen mit Stammsitz und steuerzahlend bitte nennen... Und sollte das/unser Steuergeld für Bundesbehörden in "jotwidee" oder Infrastrukturprojekte ausgegeben werden (für die die Länder sowieso verantwortlich sind), ja dann wird der Rechnungshof einen Untersuchungsausschuss provozieren - wetten das das kommt? Und in Brandenburg sollte/muss unbedingt eine Rückzahlungsklausel bei Nichtgelingen verankert werden, sonst ist das Geld wieder weg...

  13. 2.

    Meine Stimme bekommen Sie durch diese Wahlkampfaktion nicht, denn Tesla ist zwar wichtig für den Osten, aber leider nicht, weil der Osten allen am Herzen liegt. Es geht um billig und schnell. Dafür steht der Osten. Billige Arbeitskräfte, kein Betriebsrat, nahe Anbindung an osteuropäische, noch billigere Arbeitskräfte. Durch und mit Tesla wird das Trinkwasserproblem wachsen, neue Reinigungsanlagen, Wasserrationierungen werden die Folge sein. Wasser ist ein Menschenrecht. Komisch, dass fast jeder von der Unfreiheit bei dem Tragen einer Maske redet, aber die Unfreiheit durch Wasserknappheit nicht realisiert.

  14. 1.

    Herr Altmaier hat mit seinen Vorhersagen schon so oft daneben gelegen, so dass auch jetzt an seinen Aussagen stark zu zweifeln ist.

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