ARCHIV - 24.06.2020, Brandenburg, Grünheide: Baukräne und Baumaschinen sind auf dem Gelände der künftigen Tesla Giga-Factory zu sehen. (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Bild: dpa/Patrick Pleul

Erlaubnis von Landesumweltamt - Tesla darf Fundament für E-Auto-Fabrik vorzeitig bauen

In Grünheide kann Tesla nun das Fundament für die geplante Autofabrik legen: das Umweltministerium hat dem Unternehmen eine Vorab-Erlaubnis für den Rohbau erteilt. Die komplette umweltrechtliche Genehmigung für die Bauarbeiten steht noch aus.

Der US-Elektroautohersteller Tesla kann mit dem Bau des Fundaments für seine Fabrik in Grünheide bei Berlin beginnen - auch wenn die komplette umweltrechtliche Genehmigung noch aussteht. Das Landesumweltamt habe grünes Licht für die Zulassung des vorzeitigen Beginns von Gründungs - und Fundamentarbeiten gegeben, teilte das Umweltministerium am Dienstag in Potsdam mit. Das Unternehmen hatte die weiteren Baumaßnahmen Anfang Juni beantragt.

Rohbau nun möglich

Auch Erd- und Rohbauarbeiten sowie der Bau von Verkehrsflächen auf dem Gelände seien möglich. Mit der jetzt erteilten Zulassung dürften allerdings weiterhin keine Pfähle errichtet werden. Deshalb könnten auch die Hochbauten, die zukünftig auf den Pfählen ruhen sollen, noch nicht errichtet werden. Ebenfalls nicht enthalten sind Bauteile und Leitungen unterhalb des Grundwasserleiters - das ist ein Gesteinskörper mit Hohlräumen, der Grundwasser leiten kann. Tesla muss Auflagen etwa zum Gewässerschutz einhalten. In Grünheide sollen ab Juli 2021 maximal 500.000 Fahrzeuge pro Jahr vom Band rollen.

Bodenplatten und Verladeflächen schon im Bau

Bereits Ende Mai hatte das Landesumweltamt dem Unternehmen eine Vorab-Erlaubnis für Bautätigkeiten erteilt, unter anderem das Ausheben von Baugruben, das Verlegen von Rohrleitungen, das Verdichten des Bodens und den Bau einer Verladefläche für Güterzüge. Dieser Genehmigungsschritt hatte auch schon den Bau von Fundamenten beinhaltet - allerdings nur von solchen, die ohne Pfähle im Boden auskommen. Erste Bodenplatten hatte das Unternehmen Anfang Juni gegossen.

Erlaubnis unter Vorbehalt

Die jetzt zugelassenen Maßnahmen führt das Unternehmen laut Mitteilung weiterhin auf eigenes Risiko durch. Falls der Bau nicht abschließend genehmigt wird, muss das Unternehmen alles auf eigene Kosten wieder in den vorherigen Zustand versetzen. Das Ministerium erteilt nach eigenen Angaben die Zulassung eines vorzeitigen Maßnahmebeginns, da alle Behörden zugestimmt haben und insgesamt eine positive Genehmigungsprognose zur Errichtung der geplanten Fabrik besteht.

Einwände bis 3. September

Das Genehmigungsverfahren läuft derweil weiter. Noch bis zum 3. August können die Antragsunterlagen im Internet sowie in Papier beim Landesamt für Umwelt in Frankfurt (Oder), der Stadt Erkner, dem Amt Spreenhagen und in der Gemeinde Grünheide eingesehen werden. Bis zum 3. September können noch Einwendungen gegen das Vorhaben erhoben werden.

Sendung: Antenne Brandenburg, 14.07.2020 um 11:30 Uhr

71 Kommentare

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  1. 71.

    Brandenburg hat schon echte Probleme: Mal ist es zu trocken, dann brennt der ganze Monowald, aber wenn einer in Brandenburg bauen möchte und Arbeitsplätze schafft, stört auf einmal das viele Wasser unter der Baustelle. Das sind Alles, echt Brandenburger Probleme - jede Veränderung, ausser Windräder, Solarparks, Mono-felder und Tierhaltung zur Güllegewinnung ist einfach schlecht.

  2. 70.

    Bin zwar ein ausgefuchster TWM und Mikroelektroniker aber Hydrologe bin ich nicht. Es ist aber bekannt, dass der obere Wasserleiter so ab 4m liegt. Daraus wird kein Trinkwasser gewonnen; man sollte aber damit den Wald bewässern. Zum Grundwasserleiter darf nicht durchstoßen werden. Nun das Problem: Wer garantiert, dass da kein Durchbruch erfolgt ? Etwa der Herr Neumann ?

  3. 69.

    Sie hätten besser die auslegten Unterlagen einsehen sollen. So bringen Sie gleich mehrere Irrtümer in Bezug auf den Fabrikneubau online.

    Sperenberg liegt nicht an der A10, an der Sie ein geeignetes Gebiet kennen wollen, dafür aber dichter an Polen.

    Auch beim Versuch mit dem BER-Schallschutz abzulenken, liegen Sie wieder mal falsch. Von 26.000 Berechtigten wurden bis Ende Juli 2020 erst für 13.654 Wohneinheiten Anträge auf Schallschutz gestellt. Anträge für gut 12.800 Haushalte hat die Flughafengesellschaft bearbeitet, jedoch haben erst 377 den vorgesehen Umbau vollständig abgeschlossen und die Kosten durch den Flughafen erstatten lassen. 1168 haben Teile der Baumaßnahmen umgesetzt. In mehr als 7000 Fällen haben die Eigentümer eine Entschädigung in Höhe von 30 Prozent ihres Hauswertes. So sieht es die Planfeststellung vor, wenn die Kosten für den notwendigen Schallschutz über diesem Wert lägen. Die Entschädigung fließt ohne Zweckbindung.

  4. 68.

    Grundwasserabsenkung geschieht hier im Tagebau bis Ende Kalkabbau. Dann entsteht ein neuer RIESEN-Heinitzsee. Von einer temporären Absenkung im anektierten Teslagebiet habe ich nix gelesen. Aber die Rammpfähle würden das reine Grundwasser verdrecken. Ein Unding was da geschieht. Hinterm BER liegt Spehrenberg. Das wäre gut genug für die US-Blechkisten. Betr. BER: Noch immer fehlen die meisten Schallschutzfenster. Viele Bürger hatten den BER schon abgeschrieben. DDR-2 !

  5. 67.

    Na, wenn die zukünftigen Arbeitslosen der Lausitz alle fließend Englisch und möglichst noch andere Sprachen, z.B. Polnisch sprechen, bereit sind, jede Menge Überstunden zu machen und am Wochenende zu arbeiten, 3-Schichtsysten dürften sie ja schon gewohnt sein - dann finden sie bei Tesla vielleicht einen Job. Solche sucht Herr Musk.

  6. 66.

    Sie als Kenner der Materie wäre sicherlich überrascht, wenn die Anschluss rückgebaut werden. Solche Banalitäten würden sonst auf Ihre Kritik stoßen, weil es zu viel Information wäre. In der Hinsicht kann man es Ihnen nur sehr schwer recht machen.

    Ansonsten können Sie gerne in Form von Einwendungen dagegen vorgehen wie auch die BI über Ihr Fachwissen sicherlich dankbar wäre. Oder habt die ähnlich reagiert wie die Behörden?

  7. 65.

    Herr Neumann sie liegen wieder falsch. 56 Tage soll die beantragte Wasserspiegelabsenkung dauern. Was passiert danach mit den Brunnen? Ich habe übrigens keine Angaben gefunden, wo sie sich befinden sollen, wie sie zueinander angeordnet sein sollen, wie die Geologie an den betreffenden Standort ist, wie tief sie sein sollen, wie sie aufgebaut sein sollen (Durchmesser, eingebaute Materialien, Filterstrecken) und wie und wann der Rückbau erfolgen soll. Das sind in Deutschland erforderliche Mindestangaben für Brunnen. Sie sind bitte so freundlich und sagen mir, wo ich diese Angaben finde. Außerdem wäre es sehr nett von ihnen wenn sie Tesla darauf hinweisen, dass die getätigten hydraulischen Berechnungen, die im Zusammenhang mit den geplanten Wasserspiegelspiegelabsenkungen vorgenommen wurden, reine Fantasieprodukte darstellen, weil man die im Untergrund herrschenden geologischen Verhältnisse nicht kennt.

  8. 64.

    Wann die Brunnen zurückgebaut werden sollen, haben Sie doch schon selber herausgefunden - s. Ihr Kommentar vom 14.07.2020 um 22:30: "Dauer der Maßnahme: 56 Tage" schrieben Sie. Im gleichen Dokument findet man auch die Antwort nach dem wie und wo und dass die Maßnahmen von unterschiedlicher Dauer sind. Copy&Paste allein zeugt noch vom keinem Testverständnis.

    Vor ein paar Wochen haben Sie sich beklagt, dass die Unterlagen von Tesla zu wenig aussagekröäftig sind. Jetzt wird über das gesetzliche Maß hinaus in Detail gegangen und Sie sind offensichtlich mit den Unterlagen völlig überfordert. Dabei ist der Teil zur temporären Grundwasserabsenkung leicht zu finden.

  9. 63.

    Dass Sie jemanden nicht mögen, der Sie mit Fakten vorführt, verwundert wieder mal nicht. Sie sind immer noch in der Bringschuld, Ihre Behauptungen zu belegen, nicht Tesla. Das können Sie offensichtlich weiterhin nicht, sonst würden Sie sich mit Gleichgesinnten zusammentun oder der BI zuarbeiten. Sie wissen aber wohl, dass deren Reaktion ählich ist wie Sie mmer wieder unbelegt von den Behörden behaupten.

  10. 62.

    Herr Robert ich habe auch eine Frage: "Sind sie der neue Herr Neumann"? Zu mindestens de Schreibstil ist ähnlich.

  11. 61.

    Herr Robert, ihre Fragestellung ist falsch. Sie müssen fragen : "Wo steht geschrieben, wie und wo die Brunnen gebaut und wann und wie die Brunnen zurückgebaut werden sollen, sodass am Ende wieder nachweislich die ursprünglichen natürlichen Lagerungsbedingungen herrschen. Das müssen sie Tesla fragen und nicht mich. Genau das stört mich an der hinterhältlichen Art und Weise der Tesla-Gegner, mich aufs Glatteis führen zu wollen. Nicht ich habe mich zu verantworten, sondern Tesla. Die sollten sie übrigens auch fragen, wie bei Nichtgenehmigung des Gesamtprojektes der Konzern den Urzustand wieder herstellen will. Laut Gerichtsbeschluss steht das immer noch im Raum. Ich hoffe es zwar, aber ich glaube nicht, dass das passieren wird, denn das hätte einen Zusammenbruch der politischen Ordnung in Brandenburg zur Folge. Unsere Landespolitiker haben sich in eine Situation manövriert, dass sie voll erpressbar geworden sind. In Grünheide bestimmt nur noch einer und der sitzt an seiner Spielekonsole.

  12. 60.

    Schreiben Sie keinen Unsinn, Herr Neumann!

    Niemand agitiert aus Halberstadt, gegen Tesla. Wenn man in Berlin einer Tätigkeit nachgeht, muss man taub und blind sein, um nichts über Tesla zu erfahren. Ich bin oft genug vor Ort, um mir verschiedene Urteile bilden zu können.

  13. 59.

    Herr Robert sie haben richtig erkannt. So wirr wie Fugro mit den Bezeichnungen "Bericht", "Studie" und "Gutachten" rumhantiert ist auch der Inhalt strukturiert.

  14. 58.

    Ich spreche Fugro nicht die Kompetenz ab. Nur in Freienbrink haben sie ein Problem. Sie haben den Auftrag das Tesla-Vorhaben hoffähig zu machen. Es gibt jedoch so gut wie keine Altunterlagen, auf die sie sich stützen können. Also bauscht man das Ganze auf, lässt der Fantasie freien Lauf, füllt Papier und hofft dass niemand den Angaben auf den Grund geht. Die Folgen im Untergrund werden meist erst nach Jahren festgestellt. Dann gibt es Tesla vielleicht nicht mehr und Fugro ergeht es wie 2017.
    Die Sanierung des Gebietes muss dann üblicherweise die öffentliche Hand übernehmen, was nicht so einfach zu realisieren ist, zumal man hier in Freienbrink nicht den wahren Aufbau des Untergrundes kennt. Man kennt weder die Verbreitung von natürlichen Schutzschichten, noch die Wegsamkeit und auch nicht die hydraulischen Antriebsfaktoren fürs Wasser. Bei einem Störfall im Teslawerk müsste man erst beginnen den Untergrund zu untersuchen, um geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

  15. 57.

    Letzter Beitrag von mir hier. Vielleicht beantworten sie endlich die Frage.
    Wo steht das, was sie hier geschrieben haben? Sie können aber auch weiter auf neue "Baustellen" ausweichen.

    Zitat: "Die Brunnen sollen anscheinend so dimensioniert werden, dass man später als Selbstversorger den eigenen Wasserbedarf abdecken kann. Bloß das Wasser wird dann dem Wasserwerk Hohenbinder Straße entzogen. "

    Kommentar #86
    https://www.rbb24.de/studiofrankfurt/wirtschaft/tesla/2020/tesla-gruenheide-unterlagen-wasser-fundament-grundwasser-fabrik-brandenburg.html

  16. 56.

    Von mir aus kann das auch Bericht heißen. Die Datei beginnt mit Gutachten. Der Titel enthält Studie. Im Text spricht man auch vom Gutachten. Keine Ahnung welche Qualifikation sie besitzen, das sie die Qualität beurteilen können.

    Im Endeffekt egal. Auch schön der Hinweis auf den DVGW. Aber grundsätzlich nicht relevant. Normen und Regeln die sie definieren sind nicht bindend (nicht umsonst schrieben sie maßgebend, nicht Gesetz). Sonst müssten sie auch frei zugänglich sein, damit dies jeder nachprüfen kann.
    Was die Antragsunterlagen zur Grundwasserabsenkung beinhalten muss steht in den Verwaltungsvorschrift über Grundwasserabsenkungen bei Baumaßnahmen (VVGWA). Dies liegt den Antragsunterlagen bei. Das ist die Pflicht.
    Die Kür wäre, wenn die Durchführung sich nach Normen und Regeln des DVGW richtet.

    PS: Ich finde es trotzdem amüsant, das sie Fugro die Kompetenz absprechen. Immerhin 10.000 Mitarbeiter stark und in 65 Ländern Weltweit aktiv. Seit 1962 existent.

  17. 55.

    Für das Gas- und Wasserfach sind in Deutschland die Regeln und Normen des DVGW maßgebend. Die Richtlinien sind jedoch nicht kostenfrei erhältlich. Wenn ich mich recht erinnere bewegt sich der Preis oberhalb von 30 Euro pro Exemplar. Um das ganze Wasserfach abzudecken müssen sie mehrere Hundert Euro investieren.

  18. 54.

    Es gibt übrigens kein hydrogeologisches Gutachten. Das was Fugro abgegeben hat, wurde als Studie tituliert. Dieses Werk verdient auch diese Bezeichnung nicht, weil handwerklich voll daneben. Die gezeichneten geologischen Profile stellen im Bereich der gerodeten Fläche ein reines Fantasiemodell dar, weil dort keine einzige Bohrung vorhanden ist, die Aufschluss über Lagerungsverhältnisse im Untergrund geben könnte. Fugro kennt aus der Nachbarschaft nur einen Grundwasserleiter, den oberen, den die Tesla-Handlanger wie einen Schweizer Käse durchlöchern wollen, ohne zu ahnen, was sie dadurch anrichten und das LfU winkt das durch. Das ist der eigentliche Bauskandal. Es gibt weitere, tiefere Grundwasserleiter, die Gefahr laufen geschädigt zu werden, von oben durch Kontamination infolge der gegenwärtigen Baumaßnahmen und des zukünftigen Produktionsbetriebes und von unter durch Salzwasseraufstiege, initiiert durch Tesla-Aktivitäten in Oberflächennähe.

  19. 53.

    Ich sprach von aufzeigen. Treten sie an die Presse, klären die die Anwohner vor Ort auf. Stellen sie unter Benennung der Vorschrift dar wogegen verstoßen wird. Da wäre zB die "Verwaltungsvorschrift über Grundwasserabsenkungen bei Baumaßnahmen"
    Meinen sie wirklich sie fallen tot um, wenn sie Wasser aus einem WSG trinken, in dem ein Autowerk liegt? Darf man in Ludwigsfelde kein Wasser trinken? Darf man in Ingolstadt kein Wasser trinken, liegt doch das Wasserschutzgebiet angrenzend am Werk? Darf man kein Wasser aus einem WSG trinken wenn da auch nur irgendeine Form von Industriebebauung oder zB Tankstellen liegen? Das Wasser wird ja kein stop einlegen und an der Grenze zu den Betriebsgeländen sämtliche Verunreinigungen ablegen, damit die zuständigen Wasserwerke keine Verschmutzung feststellen können.

    Falls sie Einwände eingebracht haben und diesem nicht entsprochen wurde, können sie Widerspruch einlegen. Wird dem Widerspruch nicht entsprochen, besteht Recht auf Erhebung einer Klage.

  20. 52.

    Eventuell ist mein geschriebener Beitrag ja schon aufgetaucht.
    Hätte aber noch eine Frage. Haben sie einen Link wo man nachlesen kann, was alles für den Bau eines Brunnen erforderlich ist? Also was sie aufgelistet haben.
    Ich habe jetzt speziell für die Grundwasserabsenkung das Merkblatt der unteren Wasserbehörde LOS angesehen. In diesem ist aufgelistet, was alles vorgelegt werden muss, wenn man diese durchführen will. Das was dort gefordert wird, ist alles den Antragsunterlagen, insbesondere dem hydrologischen Gutachten, zu entnehmen.

    Ich stöbere mal weiter durch die Vorschriften.

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