Elon Musk, spricht auf der Baustelle der Tesla Gigafactory zu Medienvertretern. (Quelle: dpa/Julian Stähle)
Video: rbb|24 | 03.09.2020 | Material: Brandenburg aktuell | Bild: dpa/Julian Stähle

Tesla-Chef in Brandenburg - Elon Musk in Grünheide: "Deutschland rocks"

Tesla-Chef Elon Musk hat auf seinem Deutschlandbesuch am Donnerstag die Baustelle des neuen Tesla-Werkes in Grünheide besucht. Dort lobte er den Baufortschritt und kündigte neue Innovationen für den Standort an.

Über diesen Besuch wurde in Brandenburg seit Tagen spekuliert: Am Donnerstag hat sich Elon Musk das Gelände der zukünftigen sogenannten Gigafabrik in Grünheide (Oder-Spree) angesehen.

Es war das erste Mal, dass sich der Tesla-Chef vor Ort über den Fortgang der Bauarbeiten informiert hat. Der Firmen-Gründer kam in einer schwarzen E-Limousine gegen Mittag am Gelände an. Dort wurde er bereits von Kamerateams und Schaulustigen erwartet. Gegner des Projekts waren - anders als noch am Mittwoch - nicht vor Ort.

"Umweltfreundlichste Fabrik der Welt"

In einem kurzen Statement lobte Musk den schnellen Baufortschritt und den Wirtschaftsstandort generell: "Deutschland rocks", sagte er und nannte die neuen Anlagen "die umweltfreundlichste Fabrik der Welt".

Für die kommenden Jahre stellte er am Standort nicht nur eine Batteriezellen-Produktion in Aussicht. Dort sollen bald auch Ingenieurleistungen und Designentwicklung vorangetrieben werden. Außerdem kündigte Musk eine völlig neue Antriebstechnologie an - "ein großes Ding", wie er sagte. Man plane "ein radikales Neudesign für die Kerntechnologien des Autobaus", so Musk. Bei einem sogenannten "Battery-Day" im September werde er Genaueres dazu sagen können, was in Grünheide an neuen Technologien für die zentrale Steuerungseinheit der Autos entwickelt werde. Am Standort würden bald sehr viele neue Arbeitsplätze entstehen.

Kein Richtfest am Freitag

Anschließend begann Musk einen Rundgang über das Gelände und sprach mit dem zuständigen Planungsbüro sowie den Baufirmen. Dabei soll es vor allem um die auf der Baustelle genutzte Fertigbauweise gegangen sein.

Auch auf die Kritik von Bürgerinitiativen ging Musk ein: Die Wasserprobleme seien lösbar, schließlich sei Brandenburg keine trockene Gegend.

Unterdessen wurde bekannt, dass am Freitag kein Richtfest auf dem Gelände gefeiert werden soll. Es blieb aber unklar, wann der Bau stattdessen eingeweiht wird. Für die Eröffnung des Werks stellte er eine große Party in Aussicht. Dazu werde die gesamte Nachbarschaft von Grünheide eingeladen, so Musk. Bei seinem nächsten Besuch wolle er zudem seinen vor wenigen Monaten geborenen Sohn mit nach Brandenburg bringen.

Elon Musk auf dem Tesla-Gelände in Grünheide Brandenburg. (Quelle: rbb)
Bild: rbb

Steinbach: "Bitte kommen Sie bald wieder!"

Nach seinem Treffen mit Musk vom Mittwoch äußerte sich Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) unterdessen auf Twitter mit großer Begeisterung: Das Treffen mit dem US-Unternehmer sei "inspirierend und motivierend" gewesen. Er hoffe auf ein baldiges Wiedersehen. Steinbach bedankte sich in dem Tweet auch dafür, dass der Firmenchef Grünheide als Ort für seine Elektroautofabrik ausgewählt und Vertrauen in die Landesregierung gesetzt habe.

Musk hatte sich am Mittwoch in Berlin mit Brandenburgs Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) und Steinbach getroffen. Die Eröffnung der Fabrik ist nach Angaben der Brandenburger Landesregierung trotz der Corona-Krise weiter für den Sommer 2021 geplant.

Musk hatte sich am Mittwoch in Berlin mit Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und Steinbach getroffen. Die Eröffnung der Tesla-Fabrik in Grünheide ist nach Angaben der Brandenburger Landesregierung trotz der Corona-Krise weiter für den Sommer 2021 geplant.
Musk hatte sich am Mittwoch in Berlin mit Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und Steinbach getroffen. Die Eröffnung der Tesla-Fabrik in Grünheide ist nach Angaben der Brandenburger Landesregierung trotz der Corona-Krise weiter für den Sommer 2021 geplant.

Woidke: "Es gibt noch viele Herausforderungen"

Woidke nannte das Gespräch im Anschluss "angenehm und konzentriert". "Elon Musk ist mit allen Details der Gigafabrik Grünheide befasst", sagte der Ministerpräsident, es gebe tägliche Telefonschalten im Unternehmen, bei denen Musk über den aktuellen Stand informiert werde. Die geplante Autofabrik zeige bereits jetzt eine "Sogwirkung".

Woidke sagte aber auch, es gebe noch Herausforderungen und viel Arbeit, etwa in der Frage der Wasserversorgung. "Aber ich halte diese Herausforderung auch für lösbar", sagte Woidke am Mittwoch dem rbb.

Insbesondere wegen Bedenken zur Wasserversorgung hatten Bürger bis zum Anfang der Woche mehrere Hundert Einwendugen an das Landesumweltamt geschickt. Die Frist für die Einreichung dieser Einwendungen endet am Donnerstag um Mitternacht.

87 Kommentare

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  1. 87.

    Die Argumente sind ausgetauscht-keine unüberwindbaren Hindernisse erkennbar-die Tesla-fabrik kann endlich fertig gebaut werden. Viele Menschen in der Region können die neue Fabrik kaum noch erwarten und freuen sich riesig !!!

  2. 86.

    Gretas Eltern sind übrigens schon BEV gefahren als man mit denen noch nicht wie Sie nonstopp über die Autobahn selbst bei +20° zum Bratkartoffel-Essen an die Ostsee über die Autobahn rasen konnte.

    Wenn Sie mehr als nur nachplappern würden, hätten Sie mehr on-topic über den Zusammenhang des ersatzlosen Niederbrennes von extrem artenreichen Urwälder mit der auszugleichenden Umwandlung eines kleinen und ökologisch wenig wertvoller Holzäcker geschrieben. So bleibt wieder nur eine, diesmal sehr große, Rauchkerze übrig. Wohl nichts gehört haben Sie über die auch in diesem Jahr wieder brennenden Wälder in Sibirien. Dort kommt das Rohöl her, welches über den PCK in Ihrem Tank landet und zur Klimaerwärmung beiträgt und damit auch zum Auftauen der Permafrostböden. Das führt zu Methanfreisetzungen und zu einem noch stärkeren Treibhauseffekt.

  3. 85.

    Nun muss ich aber wirklich mal nachplappern was ich mal im DLF hörte: Man hat mit Sat.-Aufnahmen festgestellt, dass die Brandroddungsflächengröße so fast dem Mehrimport der EU an Sojabohnen entspricht. Anders ausgedrückt sind die Beklager der Rodungen ursächlich verantwortlich, denn es ist den Bauern dort nicht zu verdenken wenn sie den Lockungen des Geldes erliegen.

  4. 84.

    Amazon bietet reichlich Literatur über "Greta" an. Sie müssen die Bücher ja nicht kaufen aber man kann Rezensionen 1. Güte lesen. Sie dürfen das nicht ? Dann sind Sie ja unfrei. Da bleibt dann wirklich nur nachplappern.

  5. 83.

    Greta hat nachgedacht, andere plappern gedankenlos Stichworte wie brasilianische Urwälder nach und und scheitern immer wieder kläglich beim Versuch, das eigene schlechte Gewissen mit abseitigen Vergleich zu beruhigen. Denken Sie mal darüber nach, welche Flächen in größerer Entfernung zur ehemaligen Residenzstadt der Brandenburger Kurfürsten zum Verkauf stehen.

  6. 82.

    Wer hier ein Schulmädchen zitiert oder nennt, der ist heute der gefragte Mann. Wer darüber nachdenkt -ein Bösewicht.

  7. 81.

    Was ist aus den Flächen des ehem. Werkzeugmaschinenkombinats und der Stahlindustrie geworden ? In Eberswalde gab es auch mal mehr Arbeitsplätze und nun Luckenwalde. Es geht weiter allerdings fliegen die Klimaprediger weiter mit Kerosin und erst mal die Kampfflieger der USA oder RU. Wenn alles so weitergeht sind die BEV der berühmte Wassertropfen. Wann ist übrigens der brasilianische Urwald nicht mehr da ? Einfach verbrannt für den Gewinn von Ganoven.

  8. 79.

    Greta und Co. haben in Brandenburg genügend zu tun und wollen auch keine Tausende innovative Industrie-Arbeitsplätze bekämpfen. Da sind Themen, wie Zigtausende Hektar schädlicher Monokulturen der Agrarindustrie und der Holzindustrie, viel wichtiger. Ackergifte, Überdüngung und Einleitung von Schadstoffen der Landwirtschaft in unsere Flüsse und Seen. Klima-und Umwelt schädigende Massentierhaltung, Austrocknung der Böden und der Luft, durch eine auf riesige Monokulturen eingestellte Landwirtschaft. Da, haben Greta und Co. wichtigere Aufgaben in Brandenburg, als die Vernichtung von Arbeitsplätzen in der Industrie. 3 Quadratkilometer Brandenburger Monokultur an der A10, sind unerheblich für unser Klima und für unsere Umwelt.

  9. 78.

    Dennoch ist dieses Gebiet trotz Wiederholungen nie ein NSG gewesen. Ja, und wo existierenden die "alte Industrieflächen aus DDR-Zeiten" oder andere Alternativen, auf die Sie schon seit Monaten mehrfach immer wieder hinweisen? Auf Nachfrage kam auch von Ihnen immer nur Stille. Deswegen hätten auch andere Kommunen wie hier für BMW ein Gebiet überplant oder sich wie andernorts für Porsche bewegt etc. "Giga Berlin" zeigt zudem einen schon früh von Tesla bestätigten Grund für die Standortentscheidung auf.

  10. 77.

    Tja, leider schwelgen zu viele in der Verbrenner-Vergangenheit. Es musste ein Weckruf von der anderen Seite des Atlantiks kommen, dass die ein schlechtes Gewissen bekommen und immer wieder auf andere,die nicht im Entferntesten mit dem Thema zu haben, zu zeigen, um immer wieder kläglich zu versuchen, sich selber zu entlasten.

  11. 76.

    Wenn sich jeder so für Ökologie und damit technisch richtige Fertigungstechnologien interessieren würde wären wir wieder ganz weit vorn in der Welt. Außerdem schäme ich mich für die unendlich vielen Dreckstellen in Berlin. Die Hasenheideverdrecker hätte ich festgesetzt und die hätten alles wieder in Ordnung gebracht. Alles andere ist Steuergeldzahlerausplünderung.

  12. 75.

    Typische Neumann-Antwort. Es ist ja noch viel schlimmer; dieses Gebiet würde von anderen Umweltschutzämtern nie zur Industriebebauung frei gegeben werden. Jedes Stück bisher nicht bebaute Fläche ist kostbar. Wo existieren alte Industrieflächen aus DDR-Zeiten. Die Nähe zu Berlin wird überbewertet. Außerdem wird dort später so manch Tesla abbrennen wie heute schon so viele Fahrzeuge. Mehr Geld in schulische Umerziehung stecken wenn es das Elternhaus nicht packt. Wo aber kommen diese Fam. her ?

  13. 74.

    Wahrscheinlich haben Greta und Co. gesehen, dass das Industriegebiet nicht in einem Naturschutzgebiet liegt und auch nie lag.

  14. 73.

    Ich staune,dass die Umweltaktivisten,Greta undco diesen Bau und die Abholzung dieses Naturschutzgebietes zugelassen haben. Mich regt so vieles zur Zeit auf,was in Deutschland passiert .... !!!!!
    Und alle machen mit,oder sind blind.

  15. 72.

    Jedenfalls bin ich größer als 1,68 m und sehe keine Bedarf, auf Ihre Nebelkerzen zu antworten, da die nichts mit der Energiewende im Allgemeinen wie mit Tesla im Speziellen geschweige den diesem Artikel zu tun haben.

    Nebenbei können Sie mit Ihrem Stromanschluß Energie für knapp 100 km Stadtverkehr mit einem modernen Mitrelklasse-BEV in einer guten Stunde nachladen oder in 6 h - 8 h das nahezu leere Akku wieder auf 100 % Ladezustand bringen. Die Energieversorger behalten zwar die stark zunehmende Zahl an BEV im Auge, sehen aber keinen akuten Handlungsbedarf. Mit der aktuellen Netzstruktur sind heute bereits Kapazitäten von über 10 Millionen E-Autos gemäß der EnBW machbar. Wenn Sie im Dunkeln sitzen, hat das andere Gründe.

    Ach, doch noch völlig off-topic: Meine erste Waschmaschien war eine BSH, die ich als Student gebraucht gekauft hatte und hielt insgesamt ein paar Jahrzehnte ohne Reparatur. Die aktuelle, ebenfalls BSH, ist auch schon in Teenager-Alter.

  16. 71.

    Sie brauchen sich da absolut keine Sorgen machen. Gelernt ist gelernt und die MIELE ist ja so aufgebaut, dass man überall .mit wenigen Handgriffen ran kommt und man erhält auch Ersatzteile. 10 A zieht die Heizung; wir können sogar den Herd komplett einschalten. 3x16A kann man sogar überschreiten; so erlaubt es ein 10 A-Zähler für eine Phase für max 30min ganze 30 A zu ziehen. Der heißt deshalb 10/30. Das Problem liegt am deutschen Netz auch wenn der Mainstream etwas anderes behauptet. Bleiben Sie lieber bei ihren BEV und Konsorten. Sie haben viel verpasst in der Jugendzeit.

  17. 70.

    "Beeindruckend" wie Sie Fragen ausweichen. Waren Sie mal Journalist beim Neuen Deutschland ? Also, Techniker mit Abschluss sind Sie nicht. Fahren Sie eigentlich schon Tesla oder schwärmen Sie nur ? Ein bissel könnten Sie ja mal verraten.

  18. 69.

    Es gibt halt solche und solche Techniker. Manche schwelgen als Rentner in der Vergangenheit und versuchen ihr schlechtes Gewissen mit Ablenkungsmanövern permanent zu kaschieren, andere interessieren sich für die Zukunft. Die Themen Neuzulassungsverbote und Enfahrbeschränkungen für Klimakiller hatten wir ja schon mehrfach gehabt,

  19. 68.

    Da haben Sie doch einen guen Anfang gemacht: Es ist wirklich banal sich wochenlang als BEV-Experte zu outen. Ob es der Mainstream nun will oder nicht: Es wird weiterhin mehrere Antriebe für Fahrzeuge geben. Tesla ist nicht der Nabel der Welt.
    In der TG steht ein Oldtimer-BMW; der hat einen Spritverbrauch von über 16 L ! Man muss nun ganz sparsame Verbrenner nicht fördern wie es nun wieder der Scheuer will; aber diese Fahrzeuge werden gebraucht u. finden ihre Käufer. Wie oft fliegt "man" übrigens derzeit wöchentlich nach Bonn ? Warum brennen in Berlin fast täglich Fahrzeuge? Wer hat vergessen diese Typen zu sozialisieren ?

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