Blick auf das Straßenschild "Tesla Straße 1" vor der Baustelle der Tesla-Fabrik. (Quelle: Jörg Carstensen)
Bild: dpa/Jörg Carstensen

Konzern-Ansiedlung in Grünheide (Oder-Spree) - Frankfurt (Oder) und Fürstenwalde hoffen auf den Tesla-Effekt

Die Tesla-Fabrik verändert nicht nur Grünheide. Auch in umliegenden Städten und Gemeinden stellt sich die Frage, ob Wohnungen und Infrastruktur ausreichen, um Pendler und Industrieansiedlungen aufzunehmen. Ein Blick nach Frankfurt (Oder) und Fürstenwalde.

Die Eröffnung der Tesla-Fabrik wird 2021 nicht nur Grünheide (Oder-Spree) verändern, sondern mit ziemlicher Sicherheit auch Städte wie Frankfurt (Oder) und Fürstenwalde (Oder-Spree) beeinflussen, wenn tausende Angestellte und Zulieferern in die Region ziehen.

Weil momentan ein großes Loch im Frankfurter Haushalt klafft, setzt der Oberbürgermeister der kreisfreien Stadt, René Wilke (Die Linke), auf Wirtschaftsimpulse durch den US-Autobauer. Doch dafür muss er städtische Gewerbeflächen für Zulieferer finden. Zwischenzeitlich hatte Wilke dafür sogar ein Gelände ins Auge gefasst, welches eigentlich dem Zoll versprochen war. So hieß es in einem Strategiepapier, das Wilke im August vorlegte. Inzwischen hat sich dieses Szenario geklärt: das Zollamt bekommt nun doch die Gewerbeflächen auf dem Gewerbezentrum Nordost. Die Erlöse daraus will Wilke wiederum in die Entwicklung anderer Gewerbegebiete stecken.

Suche nach Gewerbeflächen

Mit der Aufgabe, diese neuen Gebiete zu finden und zu erschließen, ist André-Benedict Prusa betraut, der Geschäftsbereichsleiter Stadtentwicklung Frankfurt (Oder). Er sucht nach Orten, an denen sich Tesla-Zulieferer ansiedeln könnten. Einiges an Platz gibt es in der Oderstadt schon jetzt. Aber Prusa meint: da geht noch mehr.

"Wir fahren da nicht auf Sicht, sondern gehen in die Perspektive und sagen: 42,3 Hektar müssen nicht reichen. Und deshalb wollen wir noch mehr vorbereiten", sagt er. Und zwar viel mehr. Die stadteigenen Flächen für neue Gewerbe könnten sich nämlich fast verzehnfachen. Zusätzlich zu den noch freien 42 Hektar, die auf bereits aktiven Gewerbegebieten zur Verfügung stehen, sollen 350 weitere Hektar neu erschlossen werden. Der Großteil dieser Flächen liegen fern des Stadtkerns, nördlich und südlich der Autobahn 12.

Neue Jobs für Frankfurt

Der Grund für den Enthusiasmus: Auf den Flächen könnten bald neue Jobs für Frankfurt (Oder)entstehen. 2022/23 erwartet die Stadt eine echte Investitionswelle - auch wenn es zur Zeit auf dem platten Land direkt neben der A12 noch nicht nach Wirtschaftsboom aussieht. Aber das soll sich unbedingt ändern.

"Da kann noch einiges passieren", sagt Prusa. "Das ist keine Raketenkunst. Wir haben direkte Nähe zu einem bestehenden Gewerbegebiet. Das macht es einfach. Und dass es große Gebiete sind, darf nicht schocken, denn die werden ja möglicherweise nachgefragt", sagt er. "Wir planen deshalb auch noch nicht durch, sondern gucken, wer dann kommt, deswegen ist hier auch noch nicht viel zu sehen." Schließlich habe jeder Kunde eigene Ansprüche.

Stadt geht in Vorleistung

Zahlende Kunden kommen Frankfurt (Oder) sehr gelegen. Die Pandemie hat ein Millionen-Loch in den Stadthaushalt gerissen. Da könnte der Schwung durch Zuzug von Menschen und Unternehmen Abhilfe leisten, sagt Oberbürgermeister René Wilke (Linke). "Ich glaube, wir machen deutlich, dass wir uns gerade sehr stark auf diese Entwicklung einstellen", sagt er.

Damit etwas vom Tesla-Schub auch in Frankfurt (Oder) landet, muss die Stadt erstmal in Vorleistung gehen. Denn in die Erschließung der neuen Flächen muss die Stadt erst einmal Geld investieren. Geld, dass dann vielfach zurückkommen soll, wenn die Investoren schließlich kommen - so die Rechnung im Rathaus.

Grenznahe Region

"Durch neue Ansiedlungen kann das die finanzielle Kraft von unserer Stadt und der ganzen Region stärken", sagt Wilke. Zur Region gehört auch die Grenznähe. Tesla will immerhin tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Polen anwerben. Warum sollen die nicht nach Frankfurt ziehen, fragt sich die Stadtverwaltung und verweist auf mehr als 1.200 leer stehende Wohnungen.

"Ich glaube, dass Frankfurt (Oder) auch als Tor nach Polen ein guter Ort sein kann, weil wir eben sowohl eine gute Anbindung an die Tesla-Fabrik haben als auch eine gute Anbindung an ihr Heimatland", sagt der Oberbürgermeister. Und auch für Tesla-Mitarbeiter aus Deutschland könnte die Stadt interessant sein, denn das Werk ist durch die Autobahn und den Regionalexpress gut zu erreichen. In 45 Minuten ist man mit dem Auto am Tesla-Werk. Mit dem Zug dauert es sogar nur eine halbe Stunde. Hier wurde der Takt mit dem Fahrplanwechsel am vergangenen Sonntag erhöht.

Straßen rund um Fürstenwalde

Noch näher dran am Werk liegt Fürstenwalde (Spree). Auch diese Stadt hätte noch Platz für Industrieansiedlungen im Gewerbegebiet. 40 zusätzliche Hektar etwa in der sogenannten "Staatsreserve" im Westen der Stadt sollen schon kommendes Jahr dazukommen. Es sind auch durchaus noch freie Wohnungen vorhanden, zum Beispiel in der Heideland-Siedlung an der Landstraße 35, wobei es gerade im Zentrum eng werden könnte. Dort führt nur eine Brücke über die Spree. Hier stellt sich eine andere Frage: halten die Straßen mehr Pendler und Lieferverkehr aus?

Rainer Schieben ist Unternehmer in Fürstenwalde. Ihm liegt die Wirtschaft am Herzen und für die müsse auch die Infrastruktur besser funktionieren, fordert er. "Fürstenwalde hat ein sehr großes industrielles und sonstiges Potenzial, und die Verkehrsinfrastruktur ist sicherlich ein nicht wirtschaftswachstumsförderlicher Zustand", sagt er. "Wir haben hier Zustände, die zu Verkehrblockaden führen, zu Staus und auch zu einer Situation, die es nicht unbedingt attraktiv macht, hier zu leben."

Stadtplan Fürstenwalde
Bild: rbb

Lärmbelastung an der Autobahn

Rainer Schieben sagt, dass es ihm nicht nur um Schlaglöcher geht. Ihn beschäftigt auch die A12 im Süden der Stadt. 50.000 Autos und Lkws rollen schon jetzt jeden Tag hier über die Autobahn. Damit auch Tesla-Pendler und Zulieferer aus Polen schnell zum Werk in Grünheide kommen, soll ein Ausbau auf sechs Spuren her.

Rainer Schieben findet das gut, hat aber auch Sorgen. "Je nachdem wie der Wind steht, hat man es doch mit einem erheblichen Lärmeintrag zu tun, auch weil die Lkw in der Nacht fahren. Da müsste man sicherhlich im Verkehrskonzept und im Lärmschutzkonzept nochmal nacharbeiten, damit hier die Lärmbelästigung in Grenzen gehalten werden kann", sagt er.

Längerer Bahnsteig, neuer Radweg

Aber Bürgermeister und Amtsdirektoren aus Fürstenwalde und den Nachbargemeinden des Tesla-Werks haben nicht nur Straßen im Blick. Neben der Sanierung der L35 in der Fürstenwalder Innenstadt und dem Ausbau der A12 soll auch der Bahnsteig am Fürstenwalder Bahnhof verlängert werden. Dann könnten bald mehr und längere RE1 Züge halten. Auch soll die Regionalbahn 35 bald von Bad Saarow nicht mehr nur bis Fürstenwalde sondern weiter bis zur Station Fangschleuse beim Tesla-Werk fahren. Außerdem plant die Stadt im Zentrum einen neuen Radweg entlang der L35.

Einige der Bauarbeiten könnten schon bald beginnen: "Was das Thema Landesstraßenausbau und Radwege betrifft, da kann ich mir gut vorstellen, dass wir 2022 zumindest bauen", sagt Fürstenwaldes Bürgermeister Matthias Rudolph (Bündnis für Zukunft). Aber bei der Bahnsteigverlängerung und dem Autobahnausbau könnte es wesentlich länger dauern. Immerhin wird Fürstenwalde wahrscheinlich nur für den Radweg zahlen müssen. Den Rest übernehmen wohl Bund, Land und Bahn.

Was letztere angeht, hat Rudolph noch mehr Ideen. Viele Fürstenwalder Industriegebiete sind über Schienen mit den Gleisen der RE1 Linie verbunden. Allerdings wurden diese Schienen seit der DDR Zeiten nicht mehr saniert. Auch weil Tesla nach eigener Ankündigung, möglichst viel Rohstoffe über Güterzüge beziehen, würde Rudolph diese DDR-Gleise gerne sanieren.

Beitrag von Philipp Barnstorf und Franziska Hoppen

44 Kommentare

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  1. 44.

    Herr TESLA-Neumann; sie haben ja schon wieder die Klebebandtechnologie für den Wärmetauscher und das Blech mit den willkürlichen Spaltmaßen vergessen. So ein Teslablech ist doch niemals das Ende der Hochtechnologie. Weshalb sollte der Musk denn an deutschen Ingenieuren für sein Berlinvorhaben interessiert sein ? Sie werden doch wohl auch nicht so narrisch sein, dass unsere deutsche Autoindustrie stets hintenan stehen bleibt; hinter TESLA. Selbst Hyunday wird den Musk abhängen. Ganz ohne ihre PR-Gags . Irgendwann aber ganz bald ist es wieder wie Frühling.

  2. 43.

    Totaler Unsinn, beim Klimawandel und dem Ziel des verkehrsträgerwechsels noch viele Straßen und eine Autofabrik zu bauen, die 500000 Verkehrshindernisse/Jahr produziert, die auf Busspuren, Geh+Radwegen den Verkehr behindern, und durch Fehlverhalten an Bahnübergängen den Verkehr sabotoeren. Da soll man lieber die anderen Autofabriken schließen. Um elektriasch zu fahren, braucht man keine Autos. Denn die meisten Eisenbahnen sind seit Jahrzehnten elektrifiziert. Wer dazu Autos baut, handelt falsch.

  3. 42.

    Da ich viele Jahre dort in Rahnsdorf in einem sehr bekannten Forschungsinstitut beschäftigt war ist es mir bekannt, dass es auch denkende Rahnsdorfer gibt. Da kommt so ein Typ aus den USA und die Politik kniet nieder. Es gab mal eine BM in Grünheide, die alles um Grünheide erhalten wollte. Wer ein Autowerk bauen will muss es ja nicht unbedingt dort so dicht zwischen Löcknitz und Spree bauen. Dort in noch heiler Natur. Woanders steht so ein Betonklotz in der Wüste. Batterieautos ist eine temporäre Erscheinung und dann sind die wieder weg. Rohstoffe einfach alle; weg wie mal gute Ware beim Discounter. Obendrein kann man doch E-Autos nicht mit Kohlestrom -oder Atomstrom betreiben. Viel dringlicher ist außerdem die baldigste Abschaffung der Schiffschwerölantriebe. Die sind die Verpester und nicht die modernsten Verbenner.

  4. 41.

    Der größte "Einmischer" ist ja wohl ein ganz anderer. Aber mal ein bissel Nachhilfe: Warum wollte die Politik es so wie es geschichtlich festgeschrieben nun mal gelaufen ist. Zu DDR-Zeiten konnte der Westen nicht genug hochwertige Zulieferungen oder Einzelerzeugnisse aus dem Osten haben. Für uns war die 2. Wahl bei vielen Erzeugnissen verordnet gut genug.Nach 1990 kam dann so viel Mist an Möbeln z. B. aus dem Westen. Gut ausgebildete Fachkräfte aus dem Osten hinterließen nun mal leere Wohnungen. Warum haben wir hier keinen Politikermangel ? Grübeln sie mal.

  5. 40.

    Wer Fragen wie "wieso wird wenige Meter weiter die Natur plötzlich so wertvoll, dass sie den Titel Naturschutzgebiet trägt?" stellt, mag zwar persönliche Interessen haben, ist aber schon ganz lange nicht mehr in Grünheide gewesen. Es war offensichtlich kein Irrtum, als Sie von Ihren Eindrücken beim Passieren der vierspurigen (!) Autobahn berichtet hatten.

  6. 39.

    In diesem Artikel geht es aber um Fürstenwalde und Frankfurt.

  7. 38.

    S. g. A. N., das mit dem Horizont riecht etwas anrüchig. Die Kenner haben aber den Wissensstand, dass man von Ihnen nichts anderes erwarten darf. Halt, nur kollerische Anektoden... ..

  8. 37.

    Also die Folgen der Wende sind glaub ich verarbeitet und weitestgehend überwunden.
    In Füwa haben sich inzwischen Unternehmen mit großer Bedeutung und ihren jeweiligen deutschen Zentralen neu angesiedelt. (Bonava , e-dis).
    FF hat einige Jahre vertrödelt eventuell weil man dachte oder glaubte das mit den blühenden Landschaften geht von ganz alleine. In den 2000er Jahren gab es dann ein paar heftige fremdverantwortete Fehlschläge die der Stadt noch heute zusetzen, Chipfabrik, Solarfabriken. Da wurden viele kommunale Vorleistungen durch staatliche oder kapitalistische Entscheidungen zunichte gemacht. Aber wir stehen bislang immer wieder auf und hoffen von neuen auf eine wirtschaftlich bessere Zukunft. Historisch war Frankfurt aber nie eine echte Industriestadt. Ein paar Jahre Halbleiterwerk und ein bissel Möbelfabrik das war es dann auch schon an überregional bedeutender Industrie.

  9. 36.

    Sie haben in der Tat nicht verstanden, dass die Qualität der Tesla aus China ein ganz andere sein soll als aus den USA. Da kann so mancher deutscher Hersteller nicht mithalten und hat trotzdem Fabriken in Wasserrscdhutzgebieten. Stöbern Sie mal in der Auto Motor Sport.

    Wenn Sie Ihren Horizont rechtzeitig über die Stammtischkante äh Lokalpresse hinaus nicht nur über die baurechtliche Situation in Grünheide sondern auch in Bezug auf die Qualität der Fahrzeuge erweitert hätten, wäre Ihnen leicht aufgefallen, dass das ebenfalls kein neues Thema ist. Auch darüber hatte AMS schon vor längerer Zeit berichtet.

  10. 35.

    ...weil ich einen sehr starken Bezug zu Grünheide und seine Umgebung habe. Welchen, kann ich hier nicht nennen. Es gibt Kommentatoren, die auch nur den kleinsten Ansatz suchen, persönlich zu beleidigen. Ich bin nicht gegen Entwicklung. Aber sie sollte Nachhaltig sein. Das was dort geplant wird, passt nicht mehr in die Zeit. Und Wohlstand und Arbeitsplatz Sicherheit würde ich auch nicht unterschreiben. Im übrigen geht es mir in Berlin ebenfalls auf den Geist, jede Grünfläche oder noch schlimmer auch kleingartenkolonie zu zu betonieren.

  11. 34.

    Frankfurt und Fürstenwalde haben nicht solche Luxusprobleme wie Berlin. Die Städte leiden immer noch unter den Folgen der Wende. Warum mischen Sie sich überhaupt in die Angelegenheiten der Brandenburger ein?

  12. 33.

    Schade aber auch kennzeichnend dass sich nur einer von 30 Kommentaren halbwegs mit dem eigentlichen Artikel und der Rest mit einem anderen umstrittenen Projekt in einer anderen Gemeinde beschäftigt hat. Wobei in dem einen (Nr.17) das T Wort auch enthalten ist. Dann auch noch ein Berliner.

  13. 32.

    S. g. A. Neumann, was wollen Sie denn mit Ihrer Aussage von sich geben?
    Man muss sich mal vorstellen, dass Tesla den Menschen solche Qualität anbietet. Nicht die Qualität, sondern die Kohle auf dem Finamzmarkt ist sein Augenmerk. Nun schön unwissend, wer dem Glücksritter auf dem Leim geht. (doof.wollte ich nicht schreiben, ist nicht mein Stil)
    Namentlich bekannt sind die Brandenburger Entscheidungsträger.

  14. 31.

    Es macht schon einen gewaltigen Unterschied ob wir elektrisch oder fossil unterwegs sind.Und mit "wir" meine ich nicht Brandenburg oder Deutschland, sondern auch chinesische und indische Konsumenten.Tesla tritt halt den etablierten Auto(schummel)konzernen in den Arsch.

  15. 30.

    Was für ein Vergleich... wissen sie überhaupt,was mit Verkehrswende gemeint ist? Vielleicht sollte man in diesem Zusammenhang gleich noch die Komsumwende einleiten. Im übrigen finde ich es schwach, Fahrzeuge mit solchen offensichtlichen Mängeln auszuliefern. Lässt ja auf eine “zuverlässige und sichere“ Produktion schließen. Mit ebenso unsicheren Umgang mit Chemikalien im Trinkwasserschutzgebiet?

  16. 29.

    >>So übergibt Tesla in Berlin Fahrzeuge an die Kunden.
    Man überlege sich mal, dies alles für 54000 Euro. <<

    Ja, in der kleinen Akkuversion für 43.000€ ab züglich 6.000€ Umweltprämie.

    Tesla hat ein unglaublichers Wachstum. Im November 2020 verkaufte Tesla 500% der Fahrzeuge vom Nov. 2019 in Deutschland. Deshalb schafft es die Firma im Moment nicht, genug Personal und Gebäude für die Übergabe zur Verfügung zu stellen.
    Dazu kommt, dass im Quartal erstmal die Kunden der eigenen Märkte bedient werden und dann erst die Märkte mit den langen Transportwegen. Lange Transporte kosten viel Geld. Deshalb stauen sich am Quartalsende die Fahrzeugübergaben in Deutschland. Das wird sich aber bessern, wenn die Autos ab 2021 direkt in Deutschland gebaut werden.

  17. 28.

    >>Verkehrswende und dann ein Autowerk. Schuss gehört? <<

    Klimakrise, Umweltverschmutzung, aber dreckige Diesel. Schuss gehört?

  18. 27.

    Alles absolut richtig. Das in Brandenburg seit Jahren der Wald vertrocknet ist ausschliesslich die Schuld der Teslafabrik, die nächstes Jahr eröffnet...

  19. 26.

    Sie sollten sich mal mit Landschaftsschutzgebieten auseinandersetzen, weil die diese ja immer so hoch halten . Dann werden sie feststellen, das 40% der Landesfläche von BB LSG ist. Gleichzeitig machen Wälder, Gewässer und sonstige Vegetation 41% der Landesfläche aus. Noch mehr Fläche nimmt nur die Landwirtschaft ein, grob 47%. Der kleine Rest sind dann Bebauung und Verkehrsfläche. Auf welche Flächen jetzt das LSG fällt werden sie sicher erraten. Somit stehen Monokulturen auf einer Ebene mit Mischwäldern.
    Auch ihr Vergleich wieder zu einem Chemiewerk...
    Leuna hab ich schon aus der Nähe gesehen, vom Runstedter See weiter bis zu L38 gelaufen. Da sie ja Internet haben, sollte es ihnen möglich sein, den Unterschied zwischen jenem und einem Teslawerk festzustellen. Weder ist das Werk so hoch noch so groß. Auch äußerlich gibt es keine Ähnlichkeiten.

  20. 25.

    Erneut Ihre wiederkehrende Lüge mit dem Naturschutzgebiet. Sie können weder Mischwald von Kiefernmonokultur unterscheiden noch kennen Sie offensichtlich die Situation in Grünheide und Chemiewerke wie Buna/Leuna.

  21. 24.

    Dann ist ja alles gut. Für Tesla wird sich der weitere Ausbau der Fabrik nicht lohnen. All die Angst davor ist unbegründet. Bevor die Fabrikgegner aber auf Sie hören, der große Haken: Die ersten chinesischen Tesla, die an die Kunden übergeben worden sind, deuten darauf hin, dass es qualitativ noch besser geht als in Deutschland.

    Interessant auch für die, die immer wieder ach so überrascht tun, dass es in Freienbrink ein ausgewiesenes Industriegebiet gibt: "Seit 2004, nach der Absage von BMW, kämpft die Gemeinde laut Christiani darum, diese Industriefläche zu entwickeln, um sicherzustellen, dass dort eines Tages hochwertige Arbeitsplätze entstehen können. kann man seit vergangenen Winter immer wieder so oder ähnlich in der Presse lesen, aktuell sogar im Neuen Deutschland.

  22. 23.

    Ich kanns nicht mehr lesen. Ständige Bekehrungen durch bestimmte Teilnehmer. Wenn diese Industriegebiete so toll finden, dann ziehen sie doch dorthin. Aber warum muss eine wunderschöne landschaft die sich sogar Landschaftsschutzgebiet nennt, in ein Chemieregion ala Buna/Leuna verwandelt werden? Für eine solch angelegte Planung hätte es viel mehr Vorbereitung geben müssen. Aber nein, Wachstum, Arbeitsplätze... als wenn es nur noch diesen Standort gäbe. Völlig krank einen Wald und Naturschutzgebiet gegen ein Chemie Werk tauschen und damit eine Quadratkilometer weise Wald vernichten. Für Infrastruktur, für weitere Gewerbegebiet und Industriegebiete. Wenn Herr Josti seine Heimat nicht gefällt, steht es im frei woanders hin zu ziehen. Im übrigen sehe ich diesen Bericht eher als “Werbung“ für Tesla. Die Vernichtung riesiger Waldlächen wird max als kleiner Nebeneffekt benannt...

  23. 22.

    Zur Verkehrswende gehört tatsächlich auch der Umstieg auf nachhaltigere Energieträger. Sprich ein PKW gespeist aus Wind- oder Sonnenenergie ist nachhaltiger als einer der Benzin oder Diesel betrieben wird.
    Natürlich sollte der Fokus trotzdem auf ÖPNV gerichtet werden. Aber diesen für alle zu ermöglichen, wird schwer so lang es genug Menschen gibt, die gerne möglichst im Grünen, verteilt über große Flächen, wohnen. Bezahlt muss das ganze ja schließlich auch werden.

  24. 21.

    Sie haben sich doch damit beschäftigt. Dann wissen sie doch wer Körperschaftsteuer entrichten muss. Das "welche" in ihrer Frage macht keinen Sinn.

    "zumal Firmensitz und Standort im internationalen Recht zweierlei sind und lediglich die Steuern aus den Löhnen abgeführt werden"
    Ihre Behauptung bleibt also weiterhin, das die Tesla Manufacturing Brandenburg SE weder Körperschaft-, Gewerbe- und Umsatzsteuer zahlen muss?

    Aber ja der Betrieb muss natürlich erstmal anlaufen. Da die Automobilindustrie aber bisher erheblich zum Steueraufkommen beitragen, muss erstmal bewiesen werden, das es diesmal nicht der Fall ist.

  25. 20.

    Niemand behauptet, dass Elon Musk hier in kürzester Zeit Wunder vollbringt. Dieser Strukturwandel ist in jedem Fall mit Wachstumsschmerzen hinsichtlich Verkehr und Umwelt verbunden.
    Ich sehe aber auch, was die Industrieansiedlungen und der Flughafen in Leipzig in den letzten 20 Jahren für das Umland und die Stadt selbst gebracht haben.
    Soll nun der Landkreis Oder-Spree eine ähnlich positive Entwicklung nehmen oder weiter zur Schlaf- und Rentnerregion verkommen?

  26. 19.

    An die Tesla Bläser, ein vortrefflich lichter Artikel ist heute im Tagesspiegel abgedruckt. Auch Online lesbar.
    So übergibt Tesla in Berlin Fahrzeuge an die Kunden.
    Man überlege sich mal, dies alles für 54000 Euro.
    Auch eine Empfehlung an den RBB darüber zu berichten.

  27. 18.

    Verkehrswende und dann ein Autowerk. Schuss gehört?

  28. 17.

    Fürstenwalde dürfte durch die Nähe zum Tesla-Werk massiv profitieren. Da bieten sich zuerst die Gewerbeflächen Gaselan/SIAB- Gelände, sowie die Staatsreserve an, welche Gleisanschlüsse haben und wo seit Jahren Produktionsgebäude und Werkhallen leer stehen. Weitere Flächen bestehen in der Lise Meitner Straße, Langewahler- und Lindenstraße.
    Reserven für Wohnflächen nicht nur im Heideland, sondern auch in Nord um die 168 herum und in Süd durch Ausbau der RB35.
    Verkehrstechnisch sehe ich ganz deutlich das Nadelöhr Hangelsberg. Hier muss der Verkehr begrenzt werden. Um die Innenstadt zu entlasten könnte man die Pläne für die Querung der Spree über den alten Pintsch-Hafen in Richtung Autobahn wieder aktivieren.

  29. 16.

    Also ich kann dieses kleinkarierte Gejammere nicht mehr hören! Diese seltsame Fabrik benötigt in der ersten Ausbaustufe nicht nur 7-10 Tausend Arbeitsplätze. Die müssen auch versorgt werden-Dienstleistungsjobs. Die Maschinen und Anlagen müssen gewartet und instand gehalten werden. Die Rohstoffe müssen angeliefert, die Fahrzeuge abtransportiert werden - Logistikjobs, u.s.w. Die Mitarbeiter wollen nach der Arbeit passende Angebote für Dienstleistung, Freizeit und Kultur...
    Wir sind vor über 10 Jahren von Fürstenwalde nach Berlin gezogen, weil es in der Region keine angemessen bezahlte Arbeit gibt und die Verkehrsverbindung miserabel ist.
    Jetzt haben wir unsere Elternhäuser in Fürstenwalde und südöstlich von Leipzig verkauft. Dank BMW und Porsche macht das einen Unterschied von mehreren 100T€.

  30. 15.

    Sie vergessen wohl, wie lange es brauchte, dort zu wachsen und die Dauerhaftigkeit der Standorte. Glauben Sie tatsächlich, Musk kann das alles in einem Federstrich erreichen? Tut mir leid - aber soviel Gutgläubigkeit ist doch sehr realitätsfern.

  31. 14.

    Kleiner Nachtrag: wer halbwegs kaufmännisch bewandert ist, kennt GuV, EÜR, Verlustvortag, Gegenrechnung von Kosten für Personal, Lieferung u.Leistung, Kosten für infrastrukturellen Unterhalt und Einnahmen - um nur mal ein paar Posten zu nennen. Es ist absehbar, dass Herr M. für Brandenburg vorerst keine großen Steuereinnahmen generieren wird, zumal Firmensitz und Standort im internationalen Recht zweierlei sind und lediglich die Steuern aus den Löhnen abgeführt werden - alles andere ist kaufmännisch leicht zu errechnen.
    Die bloße Investition bedeutet nur erstmal Bohai der Wirtschaftspolitik und Dollarzeichen in deren Augen.
    Die Ent-Täuschung wird kommen.

  32. 13.

    Ihren rechnerischen Optimismus in allen Ehren - das Steuerrecht ist hinlänglich bekannt und ich habe mich, wie Sie frugen, mich damit auseinandergesetzt - nur eine Frage Frage: welche Körperschaftssteuer sollte Tesla bitte bezahlen?
    Sie können sich Ihre Frage auch gerne selbst beantworten.

  33. 12.

    Laut Amt für Statistik nahmen zwischen Ende 2016 und Ende 2019 die Waldflächen Brandenburgs um 1.200 ha zu, die für sonstige Vegetation um 2.000 ha.

    Dem Grundwasser würde im Industriegebiet Freienbrink mehr Niederschlag zugeführt werden als bisher im Holzacker versickert.

    Auch Sie sollten einmal den Wasserverbrauch von Tesla in Relation setzen zu anderen Verbrauchern wie der Stadt westlich des Versorgungsgebietes der WSE (die betreibt bekanntlich sogar aktive Grundwasserhaltung), des PCK oder auch nur dem um ca. 50% höheren Verbrauch der Privatanschließer rund um dieses Industriegebiet im Vergleich zum Landesdurchschnitt.

  34. 11.

    Stöbern Sie erstmals in den alten Diskussion zu Grünheide vom vergangenen Winter. Auch wenn Sie erst vergangenen Sommer von Tesla etwas mitbekommen haben, ist das Industriegebiet in Freienbrink vor fast zwei Dekaden für eine solche Fabrik n einem demokratischen Verfahren überplant und auch die Wasserverordnung öffentlich einschliesslich der frühzeitigen Positionierung der Gemeinde diskutiert und verabschiedet worden.

  35. 10.

    Auch Frankfurt
    /O. Und Finsterwalde haben im Zuge der Deindustrialisierung nach der Wende viele Arbeitsplätze verloren. Gerade die jüngeren sind in die alten Bundesländer gegangen. Darin unterscheiden sich die Orte aus diesem Artikel nur wenig wenig von Ihrer Heimatstadt oder den anderen neuen Bundesländern.

  36. 9.

    An Mercedes in Sindelfingen kann man auch recht gut sehen, wieviel Geld so ein Werk einbringt. Ebenfalls ca 300ha groß, direkt in der Stadt. Ca. 35.000 Angestellte. Aber in der Spitze nicht soviel produziert wie Tesla in der 1. Ausbaustufe plant. Die Einnahmen der Stadt aus der Gewerbesteuer folgen dort der Gewinnkurve von Mercedes. Durch die Einbrüche 2019 bei Mercedes verlor die Stadt innerhalb eines Jahres 100 Mio Euro Gewerbesteuer.
    Tesla ist übrigens der Hersteller mit den meisten Gewinn pro Fahrzeug ist, mit Abstand. Das was durch Tesla an Geld in die Region kommt, wird sämtliche Ausgaben für das drum rum wie Taschengeld aussehen.

  37. 8.

    Laut Infrastrukturministerium kostet der Ausbau ca. 80 Mio Euro. Der Ausbau soll bis 2026 abgeschlossen sein. Das sind also fast 5 Jahre nach Eröffnung. Pro Jahr also 16 Mio. Bei 12.000 Angestellten sind es im ungünstigsten Fall 15 Mio Lohnsteuer pro Jahr. Das aber jeder Steuerklasse 3 hat und nur als ungelernter angestellt wird ist unwahrscheinlich. Somit dürfte die Einnahmen aus der Lohnsteuer noch höher ausfallen. Aber sie können gerne mal ihre Rechnung aufzeigen. Gegen das was durch die anderen Steuern noch in die Kassen gespült wird ist aber tatsächlich die Lohnsteuer Peanuts.
    Man muss sich nur Anschauen wieviel Steuern die Automobilindustrie in Deutschland erwirtschaftet. Damit der Quatsch, das Brandenburg nur draufzahlt ,wahr wird, müsste Tesla kein einziges Auto aus dem Werk verkaufen. Daran glauben aber immer noch einige obwohl die Realität
    das Gegenteil zeigt.

  38. 7.

    "Das Internet bietet ihnen auch die Möglichkeiten die verschiedenen Lohnsteuerklassen durchzurechnen...."
    Da gebe ich Ihnen recht. Habe mich damit befasst, was zu folgendem Ergebnis führte:
    Die zu entrichtende Lohnsteuer deckt noch nicht einmal ansatzweise das Investitionsvolumen,das für die Maßnahmen zum Ausbau der Infrastruktur, um den Betrieb dieser merkwürdigen Fabrik im Trinkwasserschutzgebiet zu ermöglichen, notwendig wäre.

  39. 6.

    Mit dem Steuerrecht sollten sie sich nochmal auseinandersetzten. Oder sie erklären wie Tesla um Körperschafts, Umsatz und Gewerbesteuer umgehen kann. Die zu zahlende Lohnsteuer können sie jetzt schon grob überschlagen. Sie haben Kenntnis der ungefähren Anzahl der Angestellten und wie hoch der Lohn mindestens ausfällt. Das Internet bietet ihnen auch die Möglichkeiten die verschiedenen Lohnsteuerklassen durchzurechnen. Aus dem Bauch heraus dürfte Tesla mit einem Schlag der größte Einzahler in Brandenburg werden. Unternehmen die ähnlich hohe Löhne in Brandenburg zahlen bei so einer hohen Personalstärke, dürften schwer zu finden sein. Gibt es denn Überhaupt eines, das mehr als 10.000 Arbeitsplätze bietet?

  40. 5.

    Sie müssen jetzt ganz tapfer sein: In den Anträge der zwei Vereine mit gleicher Adresse in Potsdam geht es gar nicht darum, den Bau der Fabrik komplett zu verhindern. Das geht denen vor allem zu schnell. Die haben die Zeichen der Zeit erkannt. Andere folgten seit dem Aufwachen im vergangenen Sommer immer noch nicht dem Tipp, in den alten Diskussionen vom letzten Winter stöbern.

  41. 4.

    Bin heute zufällig dort vorbei gekommen. Ich bin geschockt was ich da gesehen habe. Traurig, was aus dieser Region geworden ist.

  42. 3.

    Den Tesla-Effekt wird es geben. Sinkende Grundwasserstände, Wasserengpässe, weitere Warmzonen durch versiegelte Flächen, die kein knappes Regenwasser aufnehmen können. Weitere Vernichtung von Naturflächen unnd zunehmend Versiegelung.
    Das wirds sein. Und die erhofften Steuern gehen woanders hin. Durch die paar Lohnsteuern, die Tesla zusammen mit mit den Investitionen als Verlust gegenrechnen wird, wird Brandenburg mehr an Tesla zahlen als einnehmen.
    Mal sehen, wann diie Rechnung gemacht wird.

  43. 2.
    Antwort auf [Gerd] vom 14.12.2020 um 18:04

    "Das wissen schon die Grünen und der NABU zu verhindern..."
    Zunächst geht es erst einmal darum, die nachhaltige Zerstörung von Natur- und Lebensraum infolge der Tesla-Ansiedlung im Trinkwasserschutzgebiet inmitten eines Landschaftsschutzgebietes zu verhindern.

  44. 1.
    Antwort auf [Gerd] vom 14.12.2020 um 18:04

    Wohlstand und Prosperität werden kommen und einer ziemlich heruntergekommene Region Aufschwung bringen. Aus eigener Kraft kamen keine Impulse, nur provinzielles Dösen, MAULEN, Bremsen. In 10 Jahren werden die Akteure einfach nur noch peinlich sein, die Stangenholz plötzlich zu wertvollem Waldbestand hoch stilisierten. Die Überalterung Brandenburg s wird rückläufig sein. Eine Kaskade von Impulsen wird Weckreize setzen und Qualität erzeugen die so nicht vorstellbar war. Nur was sich durchsetzt zählt.

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