Kräne und erste Pfeiler für die künftige Tesla-Fabrik sind am 15.07.2020 auf dem Baugelände in Grünheide zu sehen (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Bild: dpa/Patrick Pleul

Grünheide - Tesla-Chef Musk rechnet mit zügigem Bau von Fabrik

Tesla-Chef Elon Musk geht von einem schnellen Bau seiner Fabrik in Grünheide bei Berlin (Oder-Spree) aus. Auf Twitter schrieb Musk sinngemäß übersetzt, dass das Werk in einer unvorstellbaren Geschwindigkeit entstehen werde. Und: "Die vorgefertigte Bauweise in Deutschland ist äußerst beeindruckend."

Damit antwortete er auf einen Beitrag, in dem es um die Frage geht, ob die Fabrik in Deutschland so schnell wie die in Shanghai stehen werde. Tesla hatte das Werk in Shanghai innerhalb von elf Monaten hochgezogen, dort läuft bereits ein Ausbau. Von Sommer 2021 an will der US-Elektroautohersteller in Grünheide rund 500.000 Fahrzeuge im Jahr bauen.

Vorzeitige Baumaßnahmen auf eigenes Risiko

Derzeit laufen Vorbereitungen für den Rohbau. Die komplette umweltrechtliche Genehmigung für die erste Fabrik in Europa durch das Land Brandenburg steht noch aus, deshalb hat Tesla auf eigenes Risiko mit vorzeitigen Baumaßnahmen begonnen. Zuletzt hatte das Unternehmen den Einsatz von Pfählen beantragt.

Am Freitag war bekannt geworden, dass Tesla für die Fabrik in Grünheide die benötigten Batterien selbst vor Ort herstellen will. Im zweiten Quartal hatte Tesla trotz Belastungen durch die Corona-Pandemie einen Überschuss von 104 Millionen Dollar (90 Millionen Euro) erwirtschaftet nach einem hohen Verlust im Vorjahr.

Sendung: Brandenburg aktuell, 27.07.2020, 19:30 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

17 Kommentare

  1. 17.

    In der Oder-Spree Region gab es in den letzten 30 Jahren, schon einen erheblichen Bevölkerungsschwund. Ob der, selbst durch Tesla und Zulieferer ausgeglichen wird, steht noch in den Sternen. Nur weil Dörfer in größere Kommunen eingemeindet wurden und dadurch die Statistik geschönt wurde, hat trotzdem eine große Abwanderung und Überalterung stattgefunden. Viele Städte haben doch nur, durch Eingemeindungen des gesamten Umlandes, ihre Einwohnerzahlen einigermaßen halten können. Die ehemalige DDR, hat 1 oder 2 Millionen Menschen, seit der Wiedervereinigung verloren.

  2. 16.

    Mit der Verwechselung stehen Sie nicht alleine da. Unter anderen Namen wurde nahzu zeitgleich auch an anderer Stelle behauptet, dass ich etwas über einen Bevölkerungschwund in Grünheide geschrieben haben soll. Das Gegenteil ist aber das Fall. Uns ein X für ein Y vormachen wollen hier aber oft die Fabrikgegner.

  3. 15.

    Mit der Verwechselung stehen Sie nicht alleine da. Unter anderen Namen wurde nahzu zeitgleich auch an anderer Stelle behauptet, dass ich etwas über einen Bevölkerungschwund in Grünheide geschrieben haben soll. Uns ein X für ein Y vormachen wollen hier aber oft die Fabrikgegner.

  4. 14.

    Sie hatte angegeben,dass Sie als ehemalige Eisläuferin Ihren Stinker zum Kauf von Hundefutter benötigen, aber danach auf das Rad umsteigen wollen. Car Sharing mit einem Dorfmobil, über das der RBB berichtet hatte, wäre eine Alternative und spart Ressourcen.

    Zwei Häuschen versiegeln pro Kopf eine Menge Fläche, was hier bei Tesla aber immer wieder kritisiert wird. In Großstädten sieht die Bilanz wesentlich besser aus. Dort kommen laut einer Doku des ZDF nur 10 m² auf einen Bewohner. Dort ist der ÖPNV auch besser ausgebaut, so dass man als Schwerbehinderter deutlich kürzere Wege hat und oft gar nicht erst am MIV teilnehmen muss.

  5. 13.

    Auch weniger Menschen in einer Region, können mehr Flächen beanspruchen. Das ist doch kein Widerspruch ! Wenn Leute wegziehen und dafür andere Menschen dazukommen, werden oftmals mehr Autos und größere Häuser benötigt. Auch weniger Menschen- können mehr Flächen und mehr Energie verbrauchen.

  6. 12.

    Ich bin seit 60 Jahren hier, habe unzählige Bäume und zwei winzige Häuschen. Die, die einmal mit ihrem Corolla zum Einkaufen fährt, damit meint der Neumann mich. Er darf mir gerne mal am Abend begegnen. Bin schwerbehindert, sind aber alles Ausreden. Wenn ich in zwei Jahren kein Trinkwasser mehr habe, dann aber vielleicht ein blödes e- Auto, das ich dann womit betanke? Strom von Kohlekraft und Atomstrom? Finde den Fehler Herr Neumann. Sie können sich gerne weiter für Tesla und Musk prostituieren. Ihre Scheinargumente sind dermaßen lächerlich.

  7. 11.

    "In der schnell wachsenden Gemeinde Grünheide dürfen die Zugezogenen gerne weiterhin für ihre Häuschen vergleichsweise große Flächen versiegeln und dann pendeln oder auch nur mit dem Auto zum Geschäft für Hundefutter fahren."

    Und ich dachte, es seien hier sooo viele Menschen weggezogen.
    Sie verwenden Ihre Argumente aber auch gern, wie es gerade passt.

  8. 10.

    Wer sich nicht an die sonst üblichen Umweltschutzauflagen halten muss, kann schon mal in atemberaubender Geschwindigkeit bauen.
    Besonders traurig ist, dass das LfU solche Machenschaften uneingeschränkt unterstützt.
    Es scheint eben doch alles eine Frage des Geldes zu sein.
    Man sollte sich nur Bewusst sein, dass gerade dieser Umgang mit unserer Natur und Umwelt uns tatsächlich noch eines Tages den Atem raubt.

  9. 9.

    In der schnell wachsenden Gemeinde Grünheide dürfen die Zugezogenen gerne weiterhin für ihre Häuschen vergleichsweise große Flächen versiegeln und dann pendeln oder auch nur mit dem Auto zum Geschäft für Hundefutter fahren (auch das war eine der Ausreden, warum man mit dem eigenen Verbrenner die Luft verpestet) oder andere Fabrikgegner TV-Bier im Sonderangebot kaufen. Nur sollten die sich dann nicht über die aufregen, die gleiches tun.

    Das auch Sie verärgert über die die Fakten sind und sich darüber echauffieren, das viele der immer wiederkehrende Behauptungen der Gegner dieses seit Jahren überplanten Industriegebietes widerlegt werden, wundert mich nicht.

    Im Übrigen wusste ich nicht, dass Grünheide in Potsdam-Mittelmark liegt.

  10. 8.

    Icke denke,je weiter der Bau fortschreitet um so unwahrscheinlicher wird die Ablehnung des Bauantrages werden! Oder glaubt Irgendjemand das der Murks sich dies gefallen lassen würde? Und dann auch noch auf eigene Kosten zurück bauen!? Das ick nicht lache.

  11. 7.

    "Üble Nachrede kann übrigens als Straftat geahndet werden."
    So übel war die Nachrede nun auch wieder nicht...
    Und überhaupt, präsentiert sich diese Musk-Blase äußerst merkwürdig.
    Erst wird den Einwohnern in und um Grünheide die Heimat verhunzt, dann die Identität genommen, sagt man etwas wird man diskreditiert und zum Schweigen verdonnert, wehrt man sich, wird einem mit der juristischen Keule gedroht.
    Der Herr Steinbach hat das auch schon mal so draufgehabt.
    Manchmal könnte man meinen, dass bei den Befürwortern die Nerven blank liegen.
    Könnte es dafür einen Grund geben? Vielleicht ist ja doch nicht alles so koscher.

  12. 6.

    Boote mal bei Google Maps nachschauen, in welchen Umfeld die anderen Fabriken gebaut worden sind. Beeindruckende Bilder ohne Wald und Tiere!

  13. 5.

    Ein überzeugter Autofahrer dürfte sich in der Tat darüber wundern, dass viele gerne ein besseres ÖPNV-Netz hätten.

    Üble Nachrede kann übrigens als Straftat geahndet werden.

  14. 4.

    " Grundsätzlich wird über das ÖPNV Netz gemeckert, man hat ja sonst keine Probleme "

    Grundsätzlich werden einige Sachen beim ÖPNV Netz in Berlin zu Recht kritisiert oder wie sie schreiben " darüber gemeckert " und nicht weil es sonst keine Probleme gibt !!

  15. 3.

    ... Nicht alles in einen Topf schmeißen. Alles, was den Sozialbereich betrifft, darf genannt werden. Hat aber auch Ursachen. Grundsätzlich wird über das ÖPNV Netz gemeckert, man hat ja sonst keine Probleme. Was Tesla macht, ist kriminell und Verantwortungsträger vom Land lassen gewähren, weil die Hosen voll sind. Ich kündige mal als nächsten Kolumneschreiber A. Neumann an. Viel Spaß beim Lesen!

  16. 1.

    Von solchen Zuständen wie bei Tesla kann man beim Bau von Schulen , Kindergärten , Modernisierung der Behörden , Ausbau von Glasfasernetz und Mobilfunk , Fahrradwegen und ICE , S , U und Straßenbahnstrecken nur träumen !! Mit Wista II , Mahlsdorf , Turmstraße und Ostkreuz sollten bis zum Ende dieses Senats im Herbst 2021 gleich 4 lang geprüfte Straßenbahnprojekte fertig gestellt werden aber es wird sicher keines der 4 Tram Erweiterungen bis zu diesen Termin zur Verfügung stehen . Wenn man bedenkt das es sich bei diesen 4 Tram Projekten von allen im Senat bis 2035 geplanten um die mit Abstand kürzesten und am wenigsten aufwendigsten Strecken handelt kann einen beim Blick in die Zukunft nur Angst und Bange werden !! Immerhin hat man jetzt nach langer Zeit wenigstens mit dem Bau von Wista II begonnen aber bis Herbst 2021 wird sicher noch einiges dazwischen kommen .

Das könnte Sie auch interessieren

AB AN kompakt FFO 092920
rbb Studio Frankfurt (Oder)

Aus dem Studio Frankfurt (Oder) für Ostbrandenburg - 29. September 2020

+++ Stadtchronik Fürstenwalde wird neu geschrieben +++ Mein Land wird 30 - Bauer Wilfried Burghardt +++ Warnstreiks im ÖPNV – wie hat es Ostbrandenburg getroffen +++ Tesla-Anhörung Tag 5 – wie fühlt es sich an? +++ Wir müssen reden! "30 Jahre Deutsche Einheit" - heute im rbb-TV +++ Neue Corona-Regeln – zu viel oder zu lasch? +++

AB AN kompakt FFO 092820
rbb Studio Frankfurt (Oder)

Aus dem Studio Frankfurt (Oder) für Ostbrandenburg - 28. September 2020

+++ Touristische Werbe-Paddeltour von Santok in Polen nach Rüdersdorf +++ Olli aus Fürstenwalde hat den größten Kürbis +++ Tesla-Erörterungstermin in Erkner geht in den vierten Tag +++ Vorgestellt: Brandenburgs beste Gesellin kommt aus Schöneiche +++ Achtung: morgen massive Beeinträchtigungen durch Streik im Nahverkehr +++ noch mehr tote Wildschweine im Oder-Spree-Kreis? +++