Das Tesla-Gründstück in Grünheide nach der Rodung
Bild: rbb / Philip Barnstorf

Fundament beantragt - Tesla baut trotz Corona-Pandemie weiter an seiner Fabrik

Der US-Elektroautohersteller Tesla treibt den Bau der in Grünheide (Oder-Spree) geplanten Fabrik trotz der Corona-Krise weiter voran. Das Unternehmen hatte die Genehmigung eines weiteren Bauschritts beim Landesumweltamt beantragt. "Der Antrag ist eingegangen", sagte die Sprecherin des Umweltministeriums, Frauke Zelt, am Montag.

Ausbau auf eigenes Risiko

Tesla will mit dem Bau des Fundaments der geplanten Fabrik beginnen. Deswegen hat das Unternehmen eine sogenannte vorzeitige Maßnahme beantragt. Solche Maßnahmen kann das Landesumweltamt schon jetzt genehmigen, wenn die Zustimmung zum Gesamtprojekt wahrscheinlich ist. Eine komplette umweltrechtliche Genehmigung steht allerdings noch aus. Zuvor hatte das Amt schon die Rodung und die Planierung des Geländes auf eigenes Resiko des Unternehmens als vorzeitige Maßnahmen erlaubt.

In der vergangenen Woche fanden Planierungsarbeiten auf dem Gelände statt. Ministeriumssprecherin Zelt sagte dem rbb, dass der Genehmigungsprozess der Teslapläne durch das Corona-Virus nicht beeinträchtigt werde.

Änderungen trotz Einwendungen unwahrscheinlich

Die öffentliche Anhörung der Einwendungen von Bürgern und Verbänden zu den Industrieplänen war allerdings wegen Corona auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Derzeit prüft das Landesumweltamt die 360 eingegangenen Einwendungen.

Das Amt rechne eher nicht damit, dass sich aus den Einwendungen wesentliche Änderungen für das Projekt ergäben, sagte Frauke Zelt weiter. Dafür spreche auch, dass das Oberverwaltungsgericht im Februar einen Antrag gegen die Rodung des Waldes abgewiesen hatte.

Sendung: Antenne Brandenburg, 30.03.2020, 16:30 Uhr.

Kommentar

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Antwort auf [Rainer ] vom 30.03.2020 um 20:45
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14 Kommentare

  1. 14.

    Ja, da ist mir wohl auch etwas entgangen. Die richtige Nachricht, ist aber, die Fundament- Bauarbeiten beginnen - Und das ist auch Gut so.

  2. 13.

    Können Sie mir bitte einen Link oder einen Hinweis zu den zwei "vernichtenden Urteilen" liefern. Offensichtlich ist mir da was entgangen.

  3. 12.

    Brandenburg, Deutschland und die EU, werden schon genügend Mittel für die Tesla-Ansiedlung bereitstellen. Wird schon Alles klappen, da brauchen Sie gar keine Angst haben. Und das in Deutschland und dazu noch in Ostdeutschland, irgendetwas durchgewunken wird, das glaube ich überhaupt nicht. Hier sind doch soviel neidische Nachbarn, Grüne Vereine und Bürgerinitiativen die passen doch Alle auf, was Andere machen. Und zehntausend Arbeitsplätze, interessieren in Brandenburg wahrscheinlich auch nicht. Meckern ist doch so Geil.

  4. 11.

    Es ist Sache des Staates, die Rahmenbedingungen für die Ansiedlung von Unternehmen, zu schaffen. Der Staat und damit auch das einzelne Bundesland hat die dementsprechende Infrastruktur, bereitzustellen. Dafür schaffen die Unternehmen auch steuerpflichtige Arbeitsplätze. Im Fall der Tesla-fabrik, sind das mehrere tausend Arbeitsplätze plus Zuliefer-Firmen.

  5. 10.

    Inzwischen gibt es ZWEI vernichtende Urteile, eins das die Verkehrssituation unter die Lupe nimmt und eines wegen dem Wasserproblem. Demnach dürfte Tesla das Nachsehen haben. Wie ich das Ganze sehe, wird es trotzdem durchgewunken. Jeder Privatperson würde man den Hahn abdrehen.

  6. 9.

    Mache Nichts - so Machst Du nichts falsch. Machst Du irgendetwas - so Machst Du auch etwas falsch. Altes DDR Sprichwort. Gemeckert wird sowieso immer und gerade bei uns in Brandenburg. Wohnraum und Arbeitsplätze schafft doch der Staat, war doch immer so.

  7. 8.

    Wer sagt denn eigentlich immer, das bei Tesla, Umweltschutz/Baugenehmigung, usw. Egal sind ??? Woher kommen diese Aussage ? Tesla, ersetzt den Flächenverbrauch höherwertig und mehrfach. Die Wasserentnahme wird gesetzlich geregelt und streng überwacht und nach modernsten Gesichtspunkten, erfolgen. Sämtliche deutsche und europäische Umwelt- und Arbeitsschutzauflagen, müssen eingehalten werden. Ob das bei vielen privaten Bauherren, auch der Fall ist ? Und schaffen private Bauherren, auf 3 Quadratkilometern Fläche, auch mehre tausend Arbeitsplätze ? Die privaten Bauherren, die Ich kenne, haben die Bäume, schon vor Jahren schnell abgesägt, damit die Ausgleichsmassnahmen entfallen. Viele private Häuser, werden mit Freunden und Verwandten, renoviert oder neu gebaut. Auf eine moderne Industrieansiedlung, achten in Deutschland, garantiert genügend Behörden, Naturschützer, und Bürgerinitiativen. Und den neidischen Nachbarn der alles besser weiß, gibt es sowieso obendrauf. Schöne Grüße.

  8. 7.

    Wäre auch schlimm, wenn durch jeden Einwand irgendeines unzufriedenen Menschen, alles so einfach verhindert werden könnte. Das würde nur Stillstand bedeuten und gar nichts würde mehr gebaut werden. Da wäre dann dieser Corona-Virus nichts dagegen. Ich selbst, bin unzufrieden mit meinem Leben und mein Nachbar möchte bauen - Dann suche Ich, irgendwelche Einwände heraus und mein Nachbar, darf nicht mehr bauen ??? Aber Ich selbst, darf dort Wohnen, Leben und Arbeiten - der Nächste aber nicht - der darf auch keinen neuen Arbeitsplatz suchen und finden - weil der durch Einwände ja verhindert wurde ??? Zuviel Demokratie in Deutschland, kann auch zum Stillstand beitragen und dann kann auch mal wieder Massenarbeitslosigleit kommen. Und Jeder, arbeitet nicht in einer Behörde, wo dann einfach, eine Neue geschaffen wird. Tesla baut weiter und das ist auch gut so, in dieser Zeit, wo schon genügend Arbeitsplätze in Brandenburg, verloren gehen werden. Viele Grüße aus Erkner.

  9. 6.

    Komisch sind die Deutschen schon. Wenn es plötzlich um neue Arbeitsplätze geht, dann sind der Umweltschutz/Baugenehmigungen usw. egal. Ohne Genehmigung darf keine Privatperson bauen auch nicht auf eigenes Risko. War glaubt das der grüne Umbau in Deutschland ohne Arbeitsplatzverlust und gravierende Einschnitte vollzogen wird, der sollte weiter träumen. Gleiches recht für alle.

  10. 5.

    Na wenn keine wesentlichen Änderungen durch die Einwände zu erwarten sind und die Zustimmung für das Gesamtprojekt wahrscheinlich ist, worauf wartet man da noch...... grüner Stempel auf die Genehmigung und gut ist, das spart viele Euro Steuergeld, die jetzt noch für Prüfungen der Einwände ausgegeben werden, die dann doch abgelehnt und verworfen werden.....

  11. 4.

    Na wenn keine wesentlichen Änderungen durch die Einwände zu erwarten sind und die Zustimmung für das Gesamtprojekt wahrscheinlich ist, worauf wartet man da noch...... grüner Stempel auf die Genehmigung und gut ist, das spart viele Euro Steuergeld, die jetzt noch für Prüfungen der Einwände ausgegeben werden, die dann doch abgelehnt und verworfen werden.....

  12. 3.

    Ja, das stimmt. Wer nicht weiterbaut, kann ja auch nicht fertig werden !!! Viele Grüße aus Fürstenwalde/Spree.

  13. 2.

    Es werden durch diese Corona - Krise, tausende Arbeitsplätze in Brandenburg, verloren gehen. Jeder neue Arbeitsplatz für Brandenburg, ist daher eine neue Chance für unsere Region. Willkommen Tesla - Willkommen Elon Musk.

  14. 1.

    Warum sollten sie auch nicht weiter bauen?
    Woanders wird doch auch weiter gearbeitet und gebaut.

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