Die Tesla Straße an der Baustelle der Tesla Gigafactory in Grünheide © imago images/Future Image
Audio: Antenne Brandenburg | 12.11.2020 | Michel Nowak | Bild: imago images/Future Image

Elektroautofabrik in Grünheide (Oder-Spree) - Tesla: Pendler-Parkplatz für 600 Autos im Bau

Die Nachricht schlug ein: Vor genau einem Jahr kündigte Elon Musk an, das erste europäische Tesla-Werk in Brandenburg zu bauen. Seitdem hat sich in Grünheide einiges getan. Neueste Baustelle ist ein Parkplatz für die künftigen Arbeitspendler.

Der nördliche Teil des Pendler-Parkplatzes am Bahnhof Fangschleuse (Landkreis Oder-Spree) ist ab Donnerstag teilweise gesperrt. Die Gemeinde Grünheide lässt die Fläche erheblich ausbauen.

Erheblicher Zuwachs von Tesla-Pendlern

Hintergrund ist der Bau des Tesla-Werks nur wenige Kilometer entfernt. Wenn im nächsten Sommer, wie aktuell geplant, die Produktion mit bis zu 7.000 Mitarbeitern beginnt, rechnet die Gemeinde mit einem erheblich wachsenden Verkehrsaufkommen.

Schon mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember wird der Regionalexpress 1 von und nach Frankfurt (Oder) in Fangschleuse deshalb - statt wie bisher einmal in der Stunde - alle 30 Minuten halten.

 

Schon mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember wird der Regionalexpress 1 von und nach Frankfurt (Oder) in Fangschleuse deshalb - statt wie bisher einmal in der Stunde - alle 30 Minuten halten.

Die Gemeinde legt nun in den nächsten vier Wochen eine zusätzliche, rund 6.500 Quadratmeter große Parkfläche an. Geschätzt bis zu 600 Autos können dort abgestellt werden. Es handelt sich laut Bürgermeister Arne Christiani (parteilos) um einen provisorischen Parkplatz mit Schotterdecke. Die Kosten von 300.000 Euro übernimmt die Gemeinde.

Ein Jahr nach der Ankündigung

Vor genau einem Jahr, am 12. November, kündigte Elon Musk, der Chef des US-Autobauers Tesla, an, in Grünheide östlich von Berlin ein Werk für die Elektroauto-Produktion bauen zu wollen. Diese sogenannte Gigafactory soll den europäischen Markt mit jährlich rund einer halben Million Elektro-Fahrzeugen versorgen.

Schon im Januar legte Tesla die Pläne für die Fabrik vor. Sie wurden im Rahmen des Genehmigungsverfahrens ausgelegt. Doch zum Erörterungstermin kam es wegen Corona nicht. Tesla nutzte die Verzögerung, um die gesamten Planungen zu überarbeiten. Dabei ist das Unternehmen auf die Kritik eingegangen, viel zu viel Wasser zu verbrauchen. Im zweiten Bauantrag wurde der Wasserverbrauch deshalb massiv gesenkt.

Rund 7.000 Mitarbeiter sollen schon im kommenden Sommer in dem Werk arbeiten. Erste Vorstellungsgespräche laufen.

Proteste gegen den geplanten, hohen Wasserverbrauch oder auch eine Gefährdung angrenzender Naturschutzgebiete verhallten bisher weitgehend folgenlos.

Zwar gibt es für das Tesla-Werk vom Brandenburger Landesumweltamt bisher noch keine abschließende Genehmigung. Dass diese, auch mit möglichen Auflagen, dennoch umgesetzt wird, gilt als wahrscheinlich. Derzeit baut die Firma die Fabrik mit vorläufigen Teilgenehmigungen. Das ist ein durchaus übliches Verfahren, wenn die Genehmigungsbehörde davon ausgeht, dass eine generelle Genehmigung äußerst wahrscheinlich ist. Das ehrgeizige Ziel für Tesla-Chef Elon Musk bleibt, trotz derzeitigen Spekulationen um Verzögerungen beim Bau, der Produktionsstart im nächsten Sommer.

Bau von zukunftsfähigen Batterien

In seiner ersten Fabrik in Europa plant Tesla auch die Produktion von Batterien mit neuer Technologie. In Grünheide sollten größere und leistungsfähigere Zellen als bisher üblich gefertigt werden, hieß es am Mittwoch aus gut informierten Kreisen. Dies war bereits bei Teslas "Battery Day" im September in Fremont (USA) ein Thema.

Effiziente und kostengünstige Batterien gelten als Voraussetzung dafür, dass sich die Elektromobilität im Massenmarkt durchsetzen kann. Beim "Battery Day" hatte Tesla-Chef Elon Musk über Innovationen in der Batterietechnologie gesprochen, die Hoffnungen auf einen unmittelbaren Durchbruch aber zuvor bei Twitter gedämpft.

Sendung: Antenne Brandenburg, 12.11.2020, 06:30 Uhr

 

Effiziente und kostengünstige Batterien gelten als Voraussetzung dafür, dass sich die Elektromobilität im Massenmarkt durchsetzen kann. Beim "Battery Day" hatte Tesla-Chef Elon Musk über Innovationen in der Batterietechnologie gesprochen, die Hoffnungen auf einen unmittelbaren Durchbruch aber zuvor bei Twitter gedämpft.

Sendung: Antenne Brandenburg, 12.11.2020, 06:30 Uhr

 

Effiziente und kostengünstige Batterien gelten als Voraussetzung dafür, dass sich die Elektromobilität im Massenmarkt durchsetzen kann. Beim "Battery Day" hatte Tesla-Chef Elon Musk über Innovationen in der Batterietechnologie gesprochen, die Hoffnungen auf einen unmittelbaren Durchbruch aber zuvor bei Twitter gedämpft.

Sendung: Antenne Brandenburg, 12.11.2020, 06:30 Uhr

26 Kommentare

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  1. 26.

    Gut so, Tram88, A. Neumann kennt ausser Polemik nichts. Sein Ziel ist es, den Nachkommen eine Steppe zu hinterlassen und ein schönen Fernblick zwischen Oder und Elbe zu haben. Man sollte aber aufpassen, dass der Sandboden wegen Wassermangel nicht ins Rutschen kommt. :) Vielleicht ist Musk bis dahin aber schon weiter gezogen.

  2. 25.

    A. Neumann, die Menschheit glaubt es nicht Sie zeigen auf andere betreffs Natur? Ich hatte schon mal geschrieben, dass Sie zu denen gehören, die von unten auf die Steppe in Ostkalifornien gucken werden oder wollen Sie doch lieber in den Schürfgründen der Atacama Wüste landen? Musk braucht Rohstoffe für seine Batterien. Denken Sie besser an die, die den Umweltfrevel ausleben müssen.

  3. 24.

    Brache ? Auf keinen Fall dort den Wald schlachten. Der A-1o-Ring ist lang. Da wo man bisher Müll oder Gülle hinkippte wäre doch vertretbar. Musk hat doch auch einen Hubi und Polen- so ihre Worte-werden ja da kaum eingestellt. Amis verachte ich wegen der vielen Kriege nach 1945. Weshalb bauten die schon Anfang der 30er Jahre 4-motorige Uberseebomber ? Nochmals: Andere fahren SUV mit Riesenspritverbrauch-heute Thema bei t-online. Lesen sie mal was die da an Spritverbrauch angeben. Sehen sie sich die Fußballerautos an. Der Musk ist kein Heiliger; der will hier sein Blech verkaufen: ein freundlicher Arbeitgeber wird der nie.

  4. 23.

    Als Deutscher kauft man keinen Tesla? Warum eigentlich nicht? OK, Sie haben Recht. Ich kaufe Ford Mustang... ;)

  5. 22.

    Sorry; es hieß doch aber hier, dass der neue Bhf. Fangschleuse nur 150-200 m vorverlegt wird. Ich bin kein B-Plan Fetischist. Kenne nur ganz Grünheide und den bisherigen Wohn-u. Erholungswert. Wenn der alte Bhf. Fangschleuse entfällt ist der jetzt angedachte Schotterplatz für die Katz. Wird nun am späteren HALT Fangschleuse auch ein Parkplatz errichtet ? Der könnte ja für alle da sein.

  6. 21.

    An welche Brache oder welches ungenutzte Industriegebiet haben Sie gedacht? Auf Nachfragen sind Sie immer sehr still mit realistischen Antworten gewesen. N

    Natürlich lassen Sie wieder einmal Ihren pathologischen Hass auf US-Amerikaner durchblitzen. Dass Sie ein enormes Glauibwürdigkeitsproblem haben, kommt Ihnen gar nicht in den Sinn. Sie wettern über die Frachtschiffe, kauften sich aber vor gar nicht so langer Zeit einen Asiaten. Sie argumentieren mit dem Klima und der Umwelt, MIVen zum Supermarkt anstelle mit dem Verkehrsmittel, dass Sie sich als Benutzernamen ausgesucht haben. Dass Ihre CO2-Schleuder dabei in Test mit überdurchschnittlichen Verbrauch und erhöhter partikelzahl aufgefallen ist, interessiert Sie nicht die Bohne, auf andere zeigen Sie aber immer wieder gerne.

  7. 20.

    Bestimmt sehr wenige. Die meisten Arbeitskräfte kommen angedieselt. Oder mit Bussen. Vom alten Bhf. Fangschleuse ist es zu weit. Ich meine der Schotterparkplatz ist nur für Pendler aus Grünheide-Fangschleuse ist ein Ortsteil- nach Bln. vorgesehen. Viele parken aber lieber am Bhf. Erkner. Da hat man S3 und RE-1. ! Als Deutscher kauft man keinen TESLA. Bin gespannt auf die Qualität in der Beginnerphase. Warten wir mal ab was europ. Hersteller alsbald bieten.

  8. 19.

    Zwischen Erkner und dem in B-Plan neu vorgesehenen Bahnhof ist noch die Autobahn. Welchen Sinn hätte ein P+R-Parkplatz für Tesla-Mitarbeiter direkt gegenüber dem Werkstor? Der angedachte Werksshuttle ab Erkner hält dort nicht.

  9. 17.

    War doch schon mal Thema hier. Da bleiben Tesla und andere hart. Elon-Musk-Allee kommt bestimmt noch wenn da mal dicke Eichen stehen. :=)

  10. 16.

    Die RE-1 Strecke wird ja demnächst von ODEG betrieben. Der jetzige Bahnhof Fangschleuse entfällt nach Verlagerung Richtung Erkner vollkommen. Somit auch der Schotterprkplatz ? Am verlegten neuen Haltepunkt entsteht dann ein neuer P&R Parkplatz für Anwohner und Teslamitarbeiter ? Oder für letztere einer auf dem Werksgelände ?

  11. 15.

    Am Besten gefällt mir Tesla-Straße.

  12. 14.

    Mehrere Fliegen mit einer Klappe: Er soll perspektivisch in das Industriegebiet und damit auch näher an die Ortslage Fangschleuse verlegt werden, da dort die Zahl der potentiellen Kunden größer ist als in großen Rest von Grünheide - s. auch die Unterlagen zu B-Plan-Änderung. Man kommt damit den Kritikern entgegen, die vorgebracht haben, dass die Arbeitnehmer zu oft zur Arbeit dieseln würden. Dabei kommt manch einem von denen nicht in den Sinn, dass mit Ausschreibung von 2017 ein möglichst dichter Takt den Anreiz vergrößert, nicht das Auto für den kompletten Weg zur Arbeit zu nehmen. Es fehlt in letzter Konsequenz allerdings z.B. eine Buslinie, die die Grünheider passend zum Zug zum Bahnhof und wieder zurück nach Hause bringt. Genau wie das Industriegebiet sind die Bahnhöfe in der Gemeinde eher in Randlage abseits der Wohnbebauung zu finden.

  13. 13.

    Es wäre ein großer Vorteil für unsere Region wenn der Herr Minister Steinbach mal so 1-2 Jahre in einem Betrieb wie TESLA gearbeitet hätte. Natürlich 3-schichtig und mit Überstunden wie es der Musk ankündigte. Habe mal viel vom Minister gehalten.

  14. 12.

    Was ist denn da nun wirklich endgültig vorgesehen ? Hält der RE-1 nun in Zukunft am vorverlegten "Teslabahnhof"- Fangschleuse-1 und dann wie gewohnt am alten Fangschleuse-aber verlängert und mit P&R-Schotterplatz ? Ist die Verspätungsfolge vom RE-1 bekannt ? Wird per Lautsprecher Bhf. Erkner oft laut angesagt.

  15. 11.

    Habe heute mal TV gesehen. Einmal über PERU und das schwere Leben dort und dann als Gegenstück über FLORIDA ec. MONSTER-TRUCKS - so völlig sinnlos für fast Geisteskranke durch die Luft wirbeln lassen. Ja, geistig nicht normall sind die da. Großkotzig leben. Sie werfen mit den kleinen i-10 vor. Sind sie wirklich so richtig gesund ? Die ganze Teslabude gehört dort nicht hin. Zuviel Naturschaden. Nix gegen Brachland oder Altindustriegelände. Dieses Stück Erde ist zu schade für eine obendrein US-Autobude. Ihr verkauft ja Deutschland. Wer ist denn so vielfach Eigentümer von Berlin ? ( s. Wohnungsmarkt ).

  16. 10.

    Eine derartige Rückverlegung Richtung Erkner ist doch erst durch Tesla notwendig geworden. Welchen Sinn hätte die Verlegung ohne Tesla dort ?

  17. 9.

    "Von dort zur Baustelle ist doch noch ein gutes Stück Weg" Damit strafen Sie Gerhard übrigens Lügen, da der ja gerne auch behauptet, dass die Fabrik an das NSG grenzen solle.

    Die Maßnahme soll vor allem, wie schon geschrieben, MIVler davon abhalten, weiterhin mit dem Verbrennen brauner Soße im großen Stil Umwelt und Klima zu ruinieren - so wie Sie es aus tiefster Überzeugung weiterhin tun möchten.

  18. 8.

    Ah, der Energiewendegegner wieder mit seinen erfundenen Tierarten, die selbst die Grüne Liga nicht kennt.

    Wie egal Ihnen Natur und Umwelt sind, erkennt man leicht auch hier, da es Ihnen gar nicht in den Sinn kommt, dass die P+R-Parkplätze nicht die Arbeitnehmer im angrenzenden Industriegebiet gedacht sind.

  19. 7.

    Bitte einfach Mal die Bilder von den Teslafabriken in USA und China ansehen. Die haben die Probleme schon gelöst. Da sieht man auch, was die Oder-Spree-Seenlandschaft erwartet. Prof. Steinbach hat uns ja schon eingestimmt: Wolfsburg plus x! Politischer Wille ist gefragt, wie beim BER. Schaun ma mal!

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