Güterverkehrszentrum (GVZ) Freienbrink in der Gemeinde Grünheide © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
Audio: John-Alexander Döring|Antenne Brandenburg|27.1.2020|16:10 Uhr | Bild: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Europäisches Großprojekt zur Batteriezellfertigung - Auch Tesla hat Chancen auf staatliche Förderung

Auch als nicht-europäisches Unternehmen hat der US-Elektroautobauer Tesla Chancen auf deutsche Staatshilfen. Das räumte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministerium am Montag auf Nachfrage des rbb ein.

Nach Informationen des rbb beraten im Bundeswirtschaftsministerium in Berlin am Montag Vertreter aus 14 EU-Mitgliedsstaaten und über 55 Unternehmen gemeinsam über ein europäisches Großprojekt zur Batteriezellfertigung. Ziel sei, künftig Batterien "Made in Europe" herzustellen, die wettbewerbsfähig, innovativ und umweltschonend seien, so die Sprecherin.

Deutschland will für Batterieprojekte 1,5 Milliarden Euro bereitstellen

Der US-Autobauer Tesla will in Grünheide (Oder-Spree) eine Autofabrik bauen und soll Medienberichten zufolge sich ebenfalls an dem Projekt beteiligen wollen und deutsche Staatshilfen für Batteriezellfertigung und -forschung beantragt haben. Dies wollte das Bundeswirtschaftsministerium nicht bestätigen, verwies aber darauf, dass auch nicht-europäische Unternehmen, Chancen auf Subventionen hätten.

Es ist das zweite Programm zur Batteriezellfertigung, welches Bundeswirtschaftsministerium,  Europäische Kommission und weitere EU-Länder zusammen realisieren wollen. Deutschland will für beide Batterieprojekte voraussichtlich insgesamt 1,5 Milliarden Euro bereitstellen.  

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8 Kommentare

  1. 8.

    Was wäre die aktuell verfügbare Alternative zum Batterieauto.z.b.Dort Milliarden Gelder in die Forschung zu stecken,und nicht auf Weltraumtourismus?Privates Raumfahrtunternehmen kann hier nicht rücksichtsvoll mit der Umwelt umgehen.Es dürfte überraschen,dass die verwendete Technik in 30 Jahren nicht vorangekommen ist.Der CO2-Fußabdruck,um Satelliten oder Menschen ins All zu schießen,ist dementsprechend katastrophal hoch.Selbst wenn das Gewicht der Raketen durch leichtem Kohlefaser-Verbundmaterial reduziert wird.
    Die Zukunft sollte also nicht der Mars sein,sondern unsere Erde.Da wo Milliarden von Menschen Leben.

  2. 7.

    Das Model X ist kaum länger und breiter als das Model 3. Als Siebensitzer wäre es auch eine Alternative für des Lastenrades müden Kleinbusfahrer in Mitte. Andere Autohersteller kommen garantiert auch nicht ohne Wasser und Gas aus. Wer eine Kiefernmonokultur als richtigen Wald bezeichnet .... Was wäre die aktuell verfügbare Alternative zum Batterieauto jenseits der Ringblase, um den Verkehr schnell zu dekarbonisieren?

  3. 6.

    Weil in einer modernen Autofabrik niemand arbeitet, sollen bei VW nach dem Werksumbau 8.000 Menschen in Zwickau bis zu 330.000 E-Autos bauen.

  4. 5.

    Ich lach mich schlapp. Wer glaubt denn, das irgendein europäisches Unternehmen in dieser Größenordnung irgendwo investiert ohne Steuergeld? Natürlich ist Tesla ein komischer Investor der für den normalsterblichen Geist nicht einzuschätzen ist. Aber er treibt die anderen Autobauer endlich mal zu Höchstformen in der Entwicklung. Diese hochsubventionierte Industrie muss sich endlich mal drehen und alle in der Schublade schlummernden Projekte vorantreiben. Auch die plötzliche Solidarität ist scheinheilig, die Lobbyisten haben es über Jahrzehnte geschafft das wir heute über eine Unterstützung der Rentenbezieher nachdenken müssen. Wischt mal eure Brillengläser, hier geht es immer um Gewinnerzielung und nicht um deutsche Tugenden.

  5. 4.

    Wer Weltraumtouristenflüge anbietet,Grünheide als kein richtigen Wald bezeichnet,auf Wasserschutzgebiet u.a. ein Erdgaskraftwerk bauen will,unmengen an Wasser verbraucht,u.a. einen Börsenrekord geknackt hat..Der ist für mich ein schmieriger Geschäftsmann.Auf kosten der Umwelt.Wie er z.b.zu Arbeitnehmer steht ist auch bekannt.Der wird in Deutschland Milliarden verdienen.Klima und Natur und Arbeitnehmer Interessieren den nicht.Hauptsache es werden dreckige Akkus für "Klimafreundliche"E-SUVs rund um die Uhr gebaut.
    Man sieht hier nur den positiven Effekt das hier Arbeitsplätze geschaffen werden.
    Andere Argumente haben die Befürworter hier nicht.Reden von Chancen ect.


  6. 3.

    Ja klar, glaubt das hier eigentlich noch ein Einziger. Hier werden ja Feindbilder aufgestellt, dadurch sind noch vor wenigen Jahrzehnten Kriege ausgelöst worden. Vom polnischen Arbeiter der uns bestehlen möchte , über zu billigem Kaufpreis, bis hin zu lächerlichen Fördergeldern für Tesla. Was Tesla bekommt, verbraucht der BER mindestens jedes Jahr an Steuergeldern und der ist vor dem ersten Start schon der Retro--Flughafen von Europa. Tesla sollte mal gleich in Polen oder in Westdeutschland bauen, dann könnt ihr oder eure Kinder dorthin zum Arbeiten fahren.

  7. 2.

    Ohne staatliche Hilfen würde sich Tesla auch nicht ansiedeln, niemand hat was zu verschenken und Tesla nimmt gerne.

  8. 1.

    Deutschland holt sich nicht nur die amerikanische Konkurrenz ins Land, nein sie füttert sie auch noch.

    Frage: Wozu muss Deutschland ein angeblich so erfolgreiches Unternehmen, den Heilsbringer an sich auch noch finanziell unterstützen?

    Auf 3 Quadratkilometer 8 bis 12 Tausend Arbeitsplätze ??? Was soll das werden, ne Manufaktur auf dem Niveau des 19. Jahrhunderts?
    Warum hinterfragt denn eigentlich niemand konkret die Zahlen? Vermutlich weil je höher die Fantastereien desto mehr der gesunde Menschenverstand außen vor bleibt.
    Wer je ein modernes Autowerk von innen gesehen hat, der weiß, dass bis auf die Endmontage fast jeder Produktionsschritt völlig automatisiert abläuft.

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