Blick über die Baustelle der Tesla Gigafactory in Grünheide. (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Audio: Antenne Brandenburg | 16.10.2020 | Philip Barnstorf | Bild: dpa/Patrick Pleul

Rechnung bezahlt - Tesla-Fabrik in Grünheide bekommt Wasser wieder angestellt

Der Elektroautohersteller Tesla hat das Wasser für die Baustelle seiner Fabrik in Grünheide (Oder-Spree) bezahlt. Das teilte der zuständige Wasserverband Strausberg Erkner am Freitag dem rbb mit. Nachdem der Verband das Wasser auf der Baustelle am Donnerstag wegen Zahlungsverzug abgedreht hatte, will er es nun wieder anstellen.

Wasser kann wieder fließen

Der Wasserverband hatte dem US-Autohersteller bis zum Donnerstag eine zweiwöchige Frist gesetzt. Als das Geld - angeblich gut 17.000 Euro - am Stichtag noch immer nicht eingegangen war, drehte der Verband Tesla das Wasser ab.

Die Zahlung ist laut Wasserverband jetzt da und das Wasser wird wieder angeschaltet. Tesla hat sich zu dem Vorgang bisher nicht geäußert.

Schon in der Vergangenheit hatte es Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit zwischen Tesla und dem Wasserverband gegeben. Monatelang hatten beide Seiten über einen Vertrag für die Wasserversorgung der Fabrik verhandelt. Als der Vertrag im September schließlich fertig war, irritierte Tesla den Verband, weil die Firma das Dokument erst nach mehreren Wochen am vergangenen Mittwoch unterschrieb.

Sendung: Antenne Brandenburg, 16.10.2020, 12:30 Uhr

21 Kommentare

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  1. 21.

    n. Ich kenne NIEMANDEN, der solch ein Auto haben möchte, trotz hoher Förderung.

    SEHR TRAURIG

  2. 20.

    Nun ist aber wirklich genug. Sie wissen es genau. Der Anteil der Pkw am gesamt CO2-Ausstoß ist im Verhältnis zu anderen Menschen gemachten CO2- schleudern gering. Das heißt, das an ganz anderen Änderungen bedarf. Dazu gehört, übermäßiger Konsum, Geräte, die nach 25 Monaten den Geist aufgegeben. Billigkram aus China, importiert mit schweröl verbrauchenden Container Schiffen deren Zahl stetig zunimmt. Billigfleisch, verschmutzung der Meere mit unvorstellbaren Müll Mengen. Und sie machen sich Gedanken um verbrennungsmotoren? Und leugnen dafür sogar Naturschutzgebiete und Landschaftsschutzgebiete? Für eine weitere Konsummaschinerie? Nehmen dafür die Zerstörung des Waldes und der Natur in kauf?

  3. 19.

    Es ist aber doch so, dass man mit einem Hybrid auch in abgasfreie Stadtgebiete fahren darf. Was noch nicht ist wird noch kommen. Nun denke ich ja viel umfassender als ich ihnen hier an Freiraum biete. Unser kleines Land und auch ganz Europa bewirkt nichts in Sachen Klimaschutz durch abgasfreie PKW / = nennenswerte CO2-Reduzierung. Die weltweite Militarisierung wird immer vergessen. Die Zunahme der Weltbevölkerung wäre so leicht zu stoppen. Warum tut man da nichts ? Kriege sind völlig ungeeignet weil...s.o. Man kann die Menschheit aber auch nicht durch Viren oder Gifte ausrotten- wie unmenschlich! Es geht nur so: Im Einklang mit der Natur leben. D.h. bescheidener. Die Armen der Welt müssen es heute schon. Wer lebt nun so extrem krösusmäßig ? - Sie wissen es. Aber; heute eine Lösung der Energiefrage finden u. wir stehen ganz anders da. Heute verdammen sie den kleinen i-10. Mehr wagen sie sich nicht. Zu feige ? Wie kann man nur in eine Technologie verfallen sein=Akkufremdlast.

  4. 18.

    Technisch interessierte Menschen wissen im Übrigen auch, dass Hybride nur eine Übergangserscheinung sein werden. Dank Euro 6 FCM werden deren Hersteller sich nicht auf irgendwelche Prüfstandswerte berufen können, die in der Realität nicht eingehalten werden. Der PKW hat nur elektrisch eine Zukunft, wenn wir wenigsten ansatzweise die Klimaziele schaffen wollen. Nicht jeder alte Herr will aber sein Verhalten ändern noch glaubt er an den menschgemachten Klimawandel. Ptx wäre viel zu energieaufwendig, da allein der Primärenergiebedarf für den Wasserstoff von Brennstoffzellen-Fahrzeugen um 25 % höher wäre als der heutiger ICE, von synthetischem Benzin erst gar nicht geschrieben. Dem gegenüber reduziert sich der Primärenergiebedarf für batterieleektrische Fahrzeuge auf 1/4 des heutigen Bedarfs an fossiler Energie.

    Man könnte aber ja auch viel mehr Energiemais in Brandenburg anbauen und die Kiefern mit Windräder ausstatten. Forstäcker zum Umwandeln gibt es genug. ;-)

  5. 17.

    "Ist es doch eher politischer Natur?" Sie haben es erkannt! Die Politik hat den gesellschaftlichen Konsens zu Dekarbonisierung zu Kenntnis genommen. Der MIV hat wegen des menschgemachten Klimawandels nur elektrifiziert eine Zukunft. Es ist dabei Ihr gutes Recht, das zu hinterfragen. Nur sollten Sie sich dabei von Fakten leiten lassen. Das tun Sie aber nicht und weichen Fragen zu Ihren Statements immer wieder aus oder erfinden auch gerne irgendetwas.

    Die Rohstoffe sind kein nennenswertes Problem, die Fertigungskapazitäten schon. Verbrenner kann man leicht als Lagerfahrzeuge bekommen, viele BEV aber weder so noch individuell bestellt.

  6. 16.

    Gegen "Tesleritis" gibt es keine Schutzimpfung. Die dösigen Kunden merken nicht, dass Tesla permanent ausschnüffelt. Kein Wunder, dass der Normalbürger lieber andere Marken wählen wird. Hybridfahrzeuge wird es noch viele Jahre geben; man ist unabhängiger. Einen e-up oder e-corsa wäre aber als Einkaufsauto denkbar. Es ist schon ein großer Unterschied ob das Werk schon seit Jahrzehnte steht oder erst als Gigamonstrum mit Extremfolgen derzeit errichtet wird.

  7. 15.

    Hatten Sie, der sich direkt nach Markteinführung eine e-Corsa als Jahreswagen zugelegt haben will, jemals Vertrauen in Tesla gehabt?

  8. 14.

    Ich habe ebensowenig Ahnung, was der Tesla-Sprecher sagen würde wie Sie von der Finanzierung der Wasser- und Energienetze in der Bundesrepublik. Beim Gas sind wie beim Strom Netzentgelte fällig, die die meist privatwirtschaftlich organisierten Firmen kassieren. Bei Wasser erwirtschaften die kommunalen Versorger übrigens auch i.d R. Gewinne und finanzieren sich ebenfalls nicht aus den Steuer- sondern aus dem Gebührenaufkommen.

  9. 13.

    Oh? Kratzer an der Außendarstellung? Im Verhältnis zu den Förder (Steuer-) Geldern sicherlich Peanuts. Aber bloss keine Sorgen machen. Das gerade noch wunderschöne Grünheide mit Wäldern und Seen wird schon zu einem Industriestandort, wie sie sich es wünschen. ..mit mehrspurigen Straßen, autobahnkreuz, schwerer trockener Luft mehreren tausend Pkw und Lkw.. und vielen Menschen. Vielleicht sollten sie schonmal überlegen die Seen zuzuschütten, damit das Wasser nicht verdunstet... und noch mehr Platz für Industrie, Verkehr Einkaufstempeln und Wohnungen. Wald und Tiere (vermutlich eine furchtbare Vorstellung für sie) gibt es dann weit weg von Berlin...weit verteilt...

  10. 12.

    Ist es doch eher politischer Natur? E Mobilität durchzusetzen? Zulassungszahlen können durch viele Faktoren beeinflusst werden, wenn z.b. vorwiegend Firmen E Fahrzeuge kaufen und zulassen. Bei einigen hier klingt durch, dass es ihnen nur um die Arbeitsplätze geht, würden sich selbst keinen Tesla kaufen, vielleicht sogar e Mobilität gänzlich links liegen lassen. Die mangelnde Verfügbarkeit von e Fahrzeugen kann auch an mangelnder Rohstoffverfügbarkeit liegen. Selbst auf einen Verbrenner müssen sie jetzt länger warten... hinzukommt, zum gesellschaftlichen Konsens, dass viele mittlerweile verlernt haben politische und wirtschaftliche Entscheidungen zu hinterfragen. Sie lassen sich von simplen Schlagworten leiten...

  11. 11.

    Die Zeit der Verbrenner neigt sich dem Ende zu ohne Frage ist auch politisch unbedingt gewollt. Dennoch werden sich sicher noch andere Firmen finden lassen, die in der Lage sind, brauchbare Autos zu bauen. Tesla hat mein Vertrauen verloren.

  12. 10.

    Keine Ahnung, was der Teslasprecher dazu sagen würde. Ein technisch interessierten Mensch weiß aber, dass auch Ihre CO2-Schleuder ähnlich hergestellt wurde, aber fortlaufend zusätzlich noch energieaufwendig aus immer schwieriger zu födernden Rohöl hergestelltes Benzin verbrennt. Wenn Sie sich als angeblich technisch gut ausgebildeter Mensch wirklich Sorge um den Gasverbauch machen würden, würden Sie schon lange kein eigens Auto mehr besitzen und sich nicht nur zum Schein Tram88 nennen. Andere haben solche Möglichkeiten wie Sie nicht nicht, nichtmals einen sinnvoll nutzbaren 320 PS Diesel.

    Ein technischer Laie kennt zudem den Unterschied zwischen Baustellenversorgung und Regelbetrieb nicht.

    So mancher hat auch keine Ahnung, dass analog zum Strompreis auch im Gaspreis eine Netzentgelt enthalten ist. Das Industriegebiet Freienbrink ist aber bekanntlich auch in dieser Hinsicht nicht erschlossen und soll direkt an eine in der Nähe verlaufende private Fernleitung angeschlossen werden.

  13. 9.

    Da sind sie ja schon wieder....? Wasser hat Tesla ja nun endlich bezahlt. Tesla benötigt aber auch sehr viel Gas. Wo das her kommt wissen auch sie. Aber Tesla bekommt das Gas ja aus Leitungen, die letztlich der Steuerzahler bezahlen muss oder bereits bezahlt hat. Unser "Gasverteilungsunternehmen" ist nun gewarnt. Ob die aber Tesla das Gas absperren dürfen ? Was sagt der Teslasprecher dazu ?

  14. 8.

    Dass Sie niemanden kennen, der solche "Baterrieschlurren" kaufen will, liegt wohl eher an Ihrem Bekanntenkreis. Die aktuellen Zulassungszahlen sprechen ebenso wie der politische wie auch gesellschaftliche Konsens nämlich eine andere Sprache.

  15. 7.

    Die Politik hat doch uns, die dann Tesla bis zur Pleite mit unseren Steuergeldern stützt. Für die gibt's weder Risiko noch Probleme. Allerdings glaube ich nicht, dass in Grünheide allzuviel Baterrieschlurren gebaut werden. Ich kenne NIEMANDEN, der solch ein Auto haben möchte, trotz hoher Förderung.

  16. 6.

    Ich kenne das von anderen Verbänden und Gesellschaften aus Brandenburg, die falsche Rechnungsadressen angeben und sich dann wundern das kein Geld fließt. Dann kommen Mahnungen und Androhungen die Leistungen einzustellen, nur das diese Rechnungen und Mahnungen an die falsche Adresse gesendet werden und man nicht bezahlen kann. Buchhalter kennen das. In Berlin kommen das Sperrkassierer, die suchen nach dem Verbraucher und klären das. Ich denke nicht das der Bauleiter vor Ort nicht die paar tausend € das nicht hinbekommen hätte. Ich habe genug Stress mit behördenähnlichen Gesellschaften in Brandenburg, die SBB und der WSE sind einige davon. Wie soll man nicht buchbare Rechnungen bezahlen?

  17. 5.

    Machen Sie das und kaufen Sie sich einen schönen Tesla. Den zahlungssäumigen Herrn Musk wird es freuen wenn Sie pleite und er noch reicher ist.

  18. 4.

    Viel Wirbel um nichts. Tesla wird behandelt wie andere Unternehmen auch und auch hier laufen einige Dinge nicht immer rund - wie bei anderen Unternehmen auch.

  19. 3.

    Wasser aber erst am Montag anstellen, ist schließlich Wochenende.

  20. 2.

    Ich finde das Verhalten der WSE schon etwas seltsam. Die mögen ja aktuell eine Monopolstellung in der Auseinandersetzung haben und der Meinung sein, als öffentliches Unternehmen grundsätzlich Recht zu haben, einen Streit um 14 T€ Pinuts sticht man nicht zur Presse durch. Das regelt man still außergerichtlich. Das ist auch nicht grad eine Werbung für den Standort Brandenburg.
    An Elon Musks Stelle würde ich jetzt erst recht die Produktionsausweitung in Grünheide beschleunigen. Dann kommt noch ein weiterer Wasseranbieter zum Zuge. Die Rohrleitungen würde ich entsprechend dimensionieren.

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