Tesla Baustand 06.11.20
Audio: Antenne Brandenburg | 10.11.2020 | Michel Nowak | Bild: rbb /Philip Barnstorf

E-Auto-Fabrik in Grünheide - Landesumweltamt erteilt Tesla weitere Baugenehmigung

Der US-Konzern Tesla hat auf dem Weg zur Fertigstellung seiner E-Auto-Fabrik in Grünheide eine weitere Hürde genommen. Das Landesumweltamt erteilte eine Teilgenehmigung für den Rohbau. Derweil geht auch Suche nach Mitarbeitern voran.

Für das geplante Tesla-Werk in Grünheide (Oder-Spree) hat das Landesumweltamt am Dienstag eine weitere Teilgenehmigung erteilt. Damit können jetzt unter anderem Außenwände für die künftige Gießerei und das Presswerk gebaut werden.

Genehmigung ohne Auswirkungen auf die Umwelt

Ursprünglich wollte das US-Unternehmen die neuen Werkshallen für die Gießerei mithilfe von Pfahlgründungen errichten und hatte das auch so beantragt. Dann änderte der Elektroauto-Hersteller aber seine Pläne und verzichtete auf die Pfahlgründungen. Um Außenwände und Tragwerke für die Dächer zu errichten, musste Tesla nachlegen und einen weiteren Bauantrag einreichen.

Dieser "Lückenschluss", wie ihn das Landesumweltamt bezeichnet, konnte kurzfristig genehmigt werden, weil damit keine weiteren Auswirkungen auf die Umwelt verbunden seien. Tesla kann nun im Bereich der Gießerei und des Presswerks auf den schon zugelassenen Fundamenten weiterbauen.

Einen weiteren Antrag zur Rodung von Wald und für das Errichten der Lackiererei prüft das Landesumwelt noch. Dort sollen auch Ergebnisse des mehrtägigen Erörterungstermins mit Kritikern des Tesla-Werks im September einfließen.

7.000 unbefristete Vollzeitstellen

Des Weiteren sollen nach Angaben der Arbeitsagentur Frankfurt (Oder) bis Anfang kommenden Jahres für das neue Werk rund 200 Personen als Lagermitarbeiter vermittelt werden. Er rechne insgesamt mit zunächst 7.000 unbefristeten Vollzeitstellen bis kommenden Sommer, sagte Agentur-Chef Jochem Freyer dem "Handelsblatt". Zum Ende der ersten Ausbaustufe 2022 sollen 5.000 weitere folgen. Im Dezember gebe es Bewerbertage, bei denen gleich abends entschieden werde.

Die Beschäftigten würden sich im Wesentlichen aus Jobwechslern und Arbeitslosen rekrutieren, sagte Freyer. Tesla stelle auch Mitarbeiter ein, die längere Zeit ohne Job waren oder nicht über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügten. Ein Einstiegsgehalt von 2.700 Euro sei zu erwarten, mit einschlägiger Berufsausbildung etwa ab 3.500 Euro brutto im Monat.

Sendung: Antenne Brandenburg, 10.11.2020, 13:30 Uhr

Anlässlich der Ankündigung zum Bau der Elektroauto-Fabrik in Grünheide vor einem Jahr zeigt das rbb-Fernsehen am Dienstagabend um 21:15 Uhr die Dokumentation: "Tesla schlägt ein - eine Gegend verändert sich".

Sendung: Antenne Brandenburg, 10.11.2020, 13:30 Uhr

18 Kommentare

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  1. 18.

    Ich kann mich sehr gut an Bilder erinnern, die die Habitate zeigten jedoch ohne Bäume, nur noch Stümpfe. Dass sie dass nicht gesehen haben zeigt auch ihr Vergleich, dass versiegelte Fläche durch industriedächer für die Umwelt besser ist als der Wald. Wasser im Vorfluter verschwindet gen Meer. Wasser im Garten versickert und ist nicht chemisch belastet wie das “gereinigte“ Wasser einer Chemiefabrik. Oder würden sie Wasser aus dem Vorfluter regelmäßig trinken? Da ziehe ich Wasser aus dem Wald vor. Die Schätzung, die das Gericht einfach zur Kenntnis genommen hat, weil es eben nicht weniger Tage zu prüfen ist... da hat wohl Tesla“Glück“ gehabt, oder einen guten Fürsprecher?

  2. 17.

    nogfvier war übrigens vir ein paar Wochen der Meinung, dass es keine Ausnahmegenehmigung zum Töten geschützter Tiere gäbe. Können Sie Ihn widerlegen, wenn Sie schon sonst keine Belege für Ihre Behauptungen liefern können, oder bist das auch wie üblich wieder nur eine Ihrer permanent vorgetragenen Erfindungen?

  3. 16.

    Gehen Sie auch jenseits des RBB mit haarsträuben Lügen hausieren? Wenn Ihnen die Natur wirklich wichtig wäre, würden Sie sich über jedes Mehrfamilienhaus freuen, da dabei wesentlich weniger Fläche versiegelt wird als bei Einfamilienhäusern. Also schon wieder erwischt. Wo wurde der extrem überdurchschnittliche Wasserverbrauch der Grünheider weiderlegt? Wollen Sie uns weismachen, dass das verdunstete Wasser dem Kreislauf besser zur Verfügung steht als Wasser, dass nach der Reinigung dem Vorfluter zugeführt wird? Im März zeigte die Presse andere Fotos als Sie behaupten. Die Habitate der real existierenden Reptilien wurden nicht befahren., die der Coronella Phantastica kennen nur Sie. Sie haben nicht verstanden, dass Tesla gerichtsbestätigt eine qualifizierte Annahme getroffen hat. Schauen Sie auch mal in die Unterlagen zur B-Plan-Änderung. Die Annahmen waren zu hoch angesetzt.

    Warum haben Sie die offenen Fragen wieder nicht beantwortet?

  4. 15.

    100g? 1 t! Selbst Ihre Falschaussagen versuchen Sie nachträglich hinter Übertreibungen zu verstecken. Versuchen Sie mal mit Ihrem Verbrenner mit 2 l /10o km Benzin auszukommen. Dann können wir gerne anfangen (!), über den Wirkungsgrad eines E-Autos diskutieren.

    Wenn Sie in den diversen Grundsatzsdiskussionen des letzten Jahres stöbern würden, wäre Ihne aufgefallen, dass kaum jemand in der Realität ständig so lange Strecken fährt - außer natürlich all Ihre Kumpels vom Verbrennerstammtisch. Hier entdecken auch Sie plötzlich die Natur in Form eines Kiefernforstes. Dass die gerade durch das Verbrennen fossiler Energieträger den Bach runtergeht, interessiert Sie nicht die Bohne. Die grottenschlechte Grundwasserbilanz solcher Holzäcker ist hier auch schon lange bekannt. Brandenburg trocknet nicht wegen Tesla aus, sondern wegen Ignoranten wie Ihnen und der Landbevölkerung mit dem schön grünen Rasen.

  5. 14.

    Woher haben sie denn die Annahme, dass ich mich lediglich auf die Komentarfunktion beschränke? Und sie finden Lebensbedingungen für den Arbeitnehmer zu Zeiten der Industriealisierung besser? Man kann es auch Arbeiterschließfächer nennen? Oder vielleicht gleich am Band schlafen? Dann erübrigt sich die Frage der Verkehrsinfrastruktur. Nur blöd dass die Autos nicht mehr für die breite Masse benötigt werden. Vielleicht sollten sich die oberen zehntausend mal entscheiden, was sie ihren Untertanen gönnen? Dazu zählt auch das Grundrecht auf Wasser. Der überhöhte Wasserverbrauch wurde übrigens wiederlegt zumal das Wasser unverschmutzt dem natürlichen Kreislauf innerhalb der Region zugeführt wird. Dank der Presse konnte man sehr gut erkennen, wo die Harwester gefahren sind zumal im Winter kaum die Biologische Vielfalt zu erfassen ist schon gar nicht innerhalb einer oder zwei Wochen. Sowie sie immer noch die Ausnahmegenehmigung für das Töten geschützter Tierarten ignorieren, die erteilt wurde.

  6. 13.

    Ich halte Arbeitsplätze nun einmal für sinnvoller als das Bewässers des Rasens bei gleichzeitigem Gejammer über Wassermangel und einem eigenen extrem überhöhte TrinkwasserverbrauchDurchschnitt.

    Die reale biologische Vielfalt ist dort immer noch so überschaubar, dass Sie Reptilien erfinden mussten, die weder Grüne Lige noch VLAB kennen. Dass die Harvester angeblich über deren Habitate gefahren sein sollen, ist eine Ihrer wiederkehrenden Falschbehauptungen, bei der Sie schnell an Hand der Fotos auch des RBB der Lüge überführt werden konnten. Das wissen Sie selber, sonst hätten Sie ja der Frau Neigel zuarbeiten können. Stattdessen beschränken auch Sie sich auf die Kommentarfunktion des RBB.

    Es sind noch zu weitere Behauptungen von Ihnen zu belegen bzw. Fragen dazu zu beantworten:
    Wo hat der RBB geschrieben, dass ein Raumordnungsverfahren erforderlich sei?
    Wie definieren Sie die Region Grünheide?
    Welche Einwende zum Fabrikneubau wurden nicht erörtert?
    ...

  7. 12.

    Uns immer wieder trifft es Sie A. Neumann. Sie halten nichts von Sauerstoff und Natur und Wasser verrecken nach mir die Sintflut. Ob das Gewicht dieses Tracks 100g mehr oder weniger ist der Wirkungsgrad auf die Batterie berechnet schauderhaft, zu dem tanke ich Strom bei einer Expressladestation 30 Minuten, statt 5 Minuten, die Reichweite 400km bei einem Verbrennen über 600km. Das Interessant ist jedoch die Natur und wie ich schon geschrieben hatte, die Jubler können sich unser schönes Brandenburg in nicht allzuferner Zeit aus einer trocknen Kiste von unten anschauen. Unter dem Motto, was interessieren mich meine Kinder....

  8. 11.

    Sie haben die “doofen“ Bürger vergessen, die seit Jahrzehnten dort wohnen und ihren Garten bewässern. Wasser, das ihrer Meinung nach, der Fabrik von E.M. zusteht. Sie haben auch vergessen, dass das “ausgewiesene Industriegebiet“ seit Dekaden nie als solches genutzt wurde, und es rein rechtlich stand heute immer noch als Wald zählt. Und nach mindestens zwanzig Jahren ist die Natur in der Lage biologische Vielfalt zu entwickeln zumal ein großer Teil viel, viel älter ist als zwanzig Jahre. Falls wieder das Argument “Waldacker“ fällt. Das würde ich übrigens als Unwort des Jahres vorschlagen... ach so, die eidechsen und schlingnattern, die innerhalb von zwei Wochen im Dezember angeblich gesucht wurden, sind natürlich nicht gesehen worden. Später sind dann etliche Harwester drüber gefahren. Da bringt ein schutzzaun dann auch nichts mehr. Eine Eidechse hat es dann doch noch in die Statistik geschafft nachdem sie im Frühjahr aufgewacht ist

  9. 10.

    Da sind ja wieder die Energiewendegegner mit ihre dystopischen Geschichten versammelt, die plötzlich die Kiefer für ihre Zwecke entdecken. Auch Ihre kann man auch wieder schnell entlarven, wiegt doch ein Model Y eine Tonne weniger als Sie uns hier weismachen wollen und damit ähnlich viel wie ein vergleichbarer Verbrenner. Der vergleichbare Mercedes GLC FCELL mit Ihrem angeblich heißgeliebten Wasserstoff wiegt sogar vier Zentner mehr als das Model Y, beschleunigt aber auch ähnlich wie dieses in knapp sechs Sek. auf 100 km/h.

    Die Grundsatzdiskussion zur Batterie hatten wir auch schon drölfzizhundert mal. Die Verbrennerfraktiion übertreibt gerne bei der Batterieherstellung, lässt aber den Aufwand bei der Rohölförderung und Raffinierung daraus gerne unter den Tisch fallen.

    Auch Gerhard ist ja dafür bekannt, irgendwelche Behauptungen aufzustellen, die entweder einem Faktencheck nicht standhalten oder reagiert nicht auf Nachfrage, dass er Belege für seine Geschichten liefern soll.

  10. 9.

    So ist es Gerhard und die, die keinen Bezug zu einem Baum haben, die Naturleugner werden nicht mehr zu halten sein. Sie erleben die Folgen nicht. Es ist doch geil ein 3 Tonnen Monstrum in knapp 3 Sekunden auf100 km/h zu erleben. Diese Art der Elektromobilität, sprich Batterie, ist ökologischer Unsinn, Energieverschwendung, Ressourcenverschwendung höchsten Grades. Dies alles in einem Agrarland. Was nachhaltig bleiben wird, geht dem Jubelkomitee am verlängerten Rücken vorbei. Sie liegen bereits in einer ausgetrockneten Steppen- Ruhestätte.

  11. 8.

    War es nicht auch eine Rechtsberatung durch Herrn steinbach? Irgendwie muss der Musk doch bei Laune gehalten werden. Was dabei richtig erschreckend ist, wenn der erstmal eine Baugenehmigung erteilt ist, werden die Forderungen noch utopischere Ausmaße annehmen. Sozusagen mit Haut und haaren.

  12. 7.

    Hat E. M. vorige Woche nur Bewerbungsgespräche geführt? Komisch, dass sooo kurzfristig eine weitere Zulassung erfolgte!

  13. 5.

    Doppelt blöd für die Gewerkschaft, dass, die Anzahl der tarifierten Betriebe wie auch der organisierten Arbeitnehmer mit Anspruch auf den ggf. bestehenden Tarifvertrag gerade in den neuen Ländern eher klein ist. Die Streiks bei Amazon laufen auch deshalb regelmäßig ins Leere, zumal das deren Beliebtheit bei den Kunden keine Abbruch tut.

    Das bekannte Medianeinkommen dürfte auch deshalb knapp unterhalb des Einstiegsgehaltes bei Tesla liegen. Bekanntlich hat Tesla übrigens ja auch bei Grohmann kurz nach der Übernahme die Entgelte um rd. 30 % auf Tarifniveau angehoben.

  14. 4.

    Es geht um den Innenausbau der Lackiererei, wo schon erste Komponenten geliefert wurden. Der sollte schon im Oktober starten.
    Vorwärts geht´s in kleinen Schritten.

  15. 3.

    Tesla brauche für die ehrgeizigen Pläne eine hoch motivierte Belegschaft. „Die bekommt man nur,wenn man auch etwas bietet“Entscheidend sei,was auch hinter den ins Spiel gebrachten 2700 Euro stehe - es gehe um Wochenarbeitszeit,Urlaubsanspruch,Weihnachts-und Urlaubsgeld,aber auch Zuschläge für Schichtarbeit, Überstunden oder Wochenendarbeit.„Nimmt man das alles zusammen, kommen Un- und Angelernte nach unseren Tarifverträgen auf höhere Entgelte.“

  16. 2.

    "Einen weiteren Antrag zur Rodung von Wald und für das Errichten der Lackiererei prüft das Landesumwelt noch." Soll die Lackiererei errichtet werden (im Sinne von der Rohbau) oder geht es wie im verlinkten Artikel um den Innenausbau derselben, der gemeinsam mit den lange bekannten Rodungen nach 8a beantragt worden ist?

  17. 1.

    Danke für die Bezeichnung E Auto Fabrik, der PR Name muss wirklich nicht sein. Daumen hoch.

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