Während der Pause der Tesla-Erörterung in Erkner.
Audio: Antenne Brandenburg | 30.09.2020 | Philip Barnstorf | Bild: rbb / Philp Barnstorf

Erörterung in Erkner - Bürger und Tesla-Vertreter diskutieren Sicherheit der Fabrik

Bürger, Beamte und Tesla-Mitarbeiter haben am Mittwoch in Erkner weiter die Einwände zur in Grünheide entstehenden Fabrik des US-Autobauers diskutiert. In den vergangenen Monaten hatten mehr als 400 Bürger und Verbände meist kritische Anmerkungen zu der Industrie-Ansiedlung eingereicht. Am sechsten Tag des sogenannten Erörterungstermins waren noch knapp 40 der Einwender in die Stadthalle in Erkner gekommen.

Debatte um Brandgefahr

Ein Vertreter von Umweltverbänden kritisierte, dass Tesla die Gefahr durch Brände unterschätzt habe. Das Landesumweltamt, das die Debatte ausrichtet, kündigte an, die entsprechende Studie zu prüfen. Ein weiterer Einwender fragte, wie viele Batterien in der Fabrik zwischengelagert werden sollen und welche Brandgefahr von ihnen ausgeht. Die Tesla-Mitarbeiter gaben keine direkte Antwort, kündigten aber an, die Zahl der Batterien nachzureichen. Ein Vertreter des Landesumweltamts sagte, das Amt wolle die Information in die weitere Prüfung der Tesla-Pläne berücksichtigen.

Klimaschutz muss noch diskutiert werden

Nachdem die Diskussion in der vergangenen Woche noch von hitzigen Verfahrensdebatten geprägt war, verläuft die Debatte inzwischen sachlicher. Das Landesumweltamt rechnet nach eigenen Angaben damit, dass die Diskussion noch bis Freitag dauern könnte. Auf der Tagesordnung stehen etwa noch Verkehr und Klimaschutz. Erst wenn alle Einwendungen erörtert wurden, kann das Landesumweltamt die Fabrik-Pläne genehmigen.

1 Kommentar

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  1. 1.

    "... Erst wenn alle Einwendungen erörtert wurden, kann das Landesumweltamt die Fabrik-Pläne genehmigen. ..."
    Allenfalls kann darüber entschieden werden, ob das Projekt überhaupt genehmigungsfähig ist oder der Rückbau beginnen kann.

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