Baufahrzeuge auf der gerodeten Fläche der Teslabaustelle
Bild: rbb / Phil Beng

Geplante Fabrik in Grünheide - Tesla stellt dritten Antrag für Bauvorbereitungen

Der US-Elektroautobauer Tesla treibt trotz der Corona-Krise seine Pläne für die Fabrik in Grünheide (Oder-Spree) voran. Nach Angaben der Brandenburger Landesregierung stellte das Unternehmen einen dritten Antrag auf bauvorbereitende Maßnahmen. 

"Dabei wird es sich im Wesentlichen um Flachgründungen bestimmter Gebäude handeln und der Verlegung von Versorgungsleitungen oberhalb des Grundwasserspiegels",sagte der Abteilungsleiter für Umwelt im Umweltministerium, AxelSteffen, am Montag bei einer Konferenz des Verkehrsausschusses des  Brandenburger Landtags.

Mehr als 360 Einwendungen

Gegen das Vorhaben von Tesla eine Fabrik in Gründheide zu bauen, gingen laut Ministerium bis zum Fristende am 5. März mehr als 360 Einwendungen von Anwohnern und Verbänden zu den Industrie-Plänen ein.  Sie müssen öffentlich diskutiert werden, aber der Termin dafür wurde wegen der Corona-Pandemie auf unbestimmte Zeit verschoben. 

Kritiker sehen unter anderem die öffentliche Versorgung mit Trinkwasser wegen der Ansiedlung in Gefahr. Deswegen plant Tesla, den schon gestellten Antrag auf umweltrechtliche Genehmigung zu ändern, da sie auch den Wasserverbrauch senken wollen.

Sendung: Antenne Brandenburg 14:30

Kommentarfunktion am 12.05.2020 um 22:14 geschlossen.

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69 Kommentare

  1. 69.

    Ich habe ihnen darauf auch geantwortet, aber solche Wahrheiten ignorieren sie scheinbar gerne. Ich widerhole mich ungern, aber bitte schön...NATURSCHUTZGEBIET LÖCKNITZTAL die genaue Beschreibung kann man auf Wikipedia nachlesen. Zersiedelung kann ich im Moment nicht erkennen, aber ein in das grossflächig grüne Gebiet um Grünheide ist ein Furchtbares Loch gerissen worden und es droht noch größer zu werden...

  2. 68.

    Die 3 Quadratkilometer, die Tela benötigt, liegen am Berliner Ring und nicht im Jasmund Nationalpark auf Rügen. Der Berliner Ring ist eine gut ausgebaute Bundesautobahn und für solche Ansiedlungen, wie zum Beispiel Tesla gebaut worden. Lkw,s bezahlen dafür auch eine Maut.

  3. 67.

    Antwort auf Herrn Neumann: Es ist (leider) wahr, daß von den großen Umweltverbänden zum Thema Tesla-Ansiedlung nicht viel zu hören ist. Wenn aber der damalige Mobilitätsexperte von Greenpeace Wolfgang Lohbeck noch vor einem Jahr den "Y" als die  "dümmste und obszönste Variante der Elektromobilität“ bezeichnete, kann das nicht plötzlich ganz falsch geworden sein. Ich fühle mich daher wie in einem sehr alten Film (der wurde bei uns bis zum 09.11.1989 täglich gezeigt) in dem alle das Gleiche denken, fühlen und sagen, und wer etwas zu „kritisieren“ hat, der hat die Sache noch nicht so richtig verstanden oder ihm wird beschieden, daß man sich in einem „Übergangsprozeß“ befände, der unweigerlich in eine leuchtende Zukunft führen würde. Ein déjà-vu.

  4. 66.

    Es ist da gerade ein Gesetz mit so einem langen Namen in Vorbereitung (als Kinder haben wir mit so langen Worten „Galgen“ gespielt) - weiß einer, wie das genau heißt? Anhörungsvermeidungsgesetz? Teslaförderungsgesetz? Genehmigungsfarcegesetz? Ich würde es mir gerne herunterladen aber der Internetanschluß ist hier in Grünheide so instabil - wir leben ja „auf dem Lande“.

  5. 65.

    Stimmt, man kann auf 3 Quadratkilometern Fläche an der A10 auch mehrere 200 Meter hohe Windräder errichten. Für neue Windkraftanlagen, ist die Brandenburger Politik, doch immer empfänglich. Da haben Sie eine sehr gut Idee. Und die, in Brandenburg vorgeschriebenen Abstandsregeln zur nächsten Wohnbebauung werden auch eingehalten. Ich weiß nicht, wie hoch die größten Windräder zur Zeit sind, aber die könnte man an der A10 gut errichten. Dagegen kann auch Niemand etwas haben, da ja die Windenergie in Brandenburg ausgebaut werden soll. Eine sehr gute ökologische Variante. Ein guter Beitrag von LOS zum Windkraft-Ausbau. Sehr gute Idee, für den Klimaschutz in Brandenburg. Da sollte sich gleich erkundigt werden, wieviele Windkraftanlagen, dort maximal Platz finden und auch die maximale Höhe.

  6. 64.

    Laut BUND müsste übrigens Tesla für die Holzernte nichtmals einen Ausgleich schaffen, da das bereits im Rahmen der Aufstellung des Bebaungsplanes erfolgt sei. Dennoch haben sich bereits Gebiete aus dem Flächenpool des Landes gesichert, die ökologisch aufgewertet werden sollen. Es gibt übrigens auch in Brandenburg Waldgebiete, die nicht des schnellen Geldes wegen wie der Kiefernforst bei Grünheide aussehen. Die sind aber leider so selten, dass mancher solche Monokulturen wie diese hier für naturnah halten. Die großen Umweltverbände trauern dem Nutzholz aus gutem Grund jedoch nur wenig nach.

  7. 63.

    Dann kommen Sie und ihre Klimaaktivisten mal sofort ins Osthavelland. Da können Sie die übergroßen Äcker der Agrarindustrie in Wald umwandeln. Und dafür dürfen Sie auch hunderte ökologisch wertvoller Windkraftanlagen, wieder mitnehmen. Klimaschutz kann auch in die falsche Richtung gehen. Nämlich dann, wenn Industrie mit geringem Flächenverbrauch verhindert wird und dadurch die Agrarindustrie mit ihrem riesigem Flächenverbrauch begünstigt wird. Die Land- und Forstwirtschaft hat den Wald in Brandenburg vernichtet und das schon seit mehreren hundert Jahren-Und nicht die Brandenburger Industrie, die seit der Wende immer mehr abgewickelt wurde. Tesla ersetz den Nutzforst, mehrfach als Mischwald und das auf langfristige Sicht.

  8. 62.

    Sehr oft ist es umgekehrt. Da werden wichtige Infrastruktur-Projekte, durch sogenannte Klimaschützer blockiert bzw. verhindert.

  9. 61.

    Oha, in den von Ihnen bevorzugten Touristik-Regionen rufen die Menschen aber auch immer wieder in den Diskussionen zu Tesla nach mehr Industrie. Vielleicht wären ja Ausflüge für Städter, die Kiefernmonokulturen für ein "halbwegs intaktes Natürlichen Gebiet" ansehen, nach Chorin ein Marktlücke.

  10. 60.

    Ja - Erntehelfer, Putzfrauen und Hausmeister ausbeuten, wird dann schwieriger werden, wenn so viele neue Jobs entstehen.

  11. 59.

    Zeigen Sie mir mal Wälder in Deutschland, die keine Nutzwälder mit sogenannten "fragwürdigen" öklogischen Aspekten sind. Immerhin stehen dort Bäume. Wir haben doch keine Grünflächen mehr in diesem Land und deswegen wird bei jedem Bauvorhaben im Lande, ohne weiteres alles abgeholzt was nicht niet und nagelfest ist. Wenn man sich für was einsetzen will, sollte man auch immer in seinem Fahrwasser fahren. Jobs, Fortschritt, Infrastruktur, Gewinne, oder von mir aus auch, Kanäle bauen, wenn Sie da Ahnung von haben.
    Es ist einfach immr nur peinlich, die sogenannten Klimaaktivisten auch noch an den Pranger stellen zu wollen, wenn man schon von vorne rein in einem Land lebt, was in der ölologischen Hinsicht völlig hinüber ist. Man versucht halt zu retten, was noch zu retten ist, vielleicht kann man ja zur Abwechslung auch mal eine Nutzholzplantage, oder ein paar Hektar Maisacker zu einem Naturschutzgebiet umwanden. Soweit denken die Menschen gar nicht.

  12. 58.

    Warum wundert es mich nicht, dass Sie z.B. die an Nordwesten an Berlin angrenzenden Waldegebiete mit dem Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin als ein Highlight darin nicht kennen, die sich bis weit nach MeckPom erstrecken? Sonst würden Sie den Nutzforst nicht als "halbwegs intaktes Natürlichen Gebiet" bezeichnen.

  13. 57.

    Wahrscheinlich wollen auch so einige Bettenvermieter und Gaststätten-Betreiber, ihre Billigkräfte behalten. Das spielt auch noch eine Rolle. Wenn große Unternehmen in die Region kommen, möchte natürlich Niemand mehr, für wenig Geld putzen gehen, oder Rasen mähen.

  14. 56.

    Die Region Berlin und Brandenburg hat mehr als 6,1 Millionen Einwohner. Da will mir doch keiner sagen, das durch eine Einzelne Industrieansiedlung, der Wasserhaushalt von Brandenburg kollabiert. Dazu liegt der Flächenverbrauch dieser Fabrik noch, bei sehr geringen 1 bis 3 Quadratkilometern. Brandenburgs Gesamtfläche beträgt fasst 30000 Quadratkilometer. Die Brandenburger Gesamtfläche beträgt das Zehntausendfache der Tesla-Ansiedlung. Auf dieser sehr kleinen Fläche, entstehen mindestens 12000 Neue und moderne Arbeitsplätze.

  15. 55.

    WSE heißt Wasserverband Strausberg-Erkner. Der sorgt für uns Bürger hier in der Region und dieses Wasser ist nicht im Übermaß vorhanden. Wenn das mal sehr knapp wird weil es zu trocken ist, dann leidet nicht diese Amibude. Dann verlangt man von uns unmögliches. Die minimalischen Teslakisten sind viel zu teuer. Zuerst für unsere Politiker bitte. Wasa verschlingt die deutsche Kriegswaffenproduktion ? Wollt ihr nun das Klima retten oder Bürger verscheißern ?

  16. 54.

    Hörte man nicht in Dresden ähnliche Parolen über die Presse, die unangenehme Wahrheiten verbreitet? Was tragen Sie für einen Hut?

  17. 53.

    Wald ??? Wälder in Brandenburg sind doch größtenteils, monotone Nutzholzplantagen mit fragwürdigen ökologischen Aspekten. Und für ein vernünftiges Wassermanegment in Brandenburg, ist in erster Linie, das Land Brandenburg, selbst verantwortlich. Da muss das Land, einfach mehr in ein gutes Wassermanegment investieren. Schleusen, Wasserwerke, Gräben und Kanäle benötigen Investitionen und dafür ist das Bundesland verantwortlich. Tesla schafft Arbeitsplätze in Brandenburg- aber Tesla kann auch woanders bauen. Da ist Brandenburg, bestimmt nicht, der Nabel der Welt. Für 12000 Arbeitsplätze, muss das Land auch etwas investieren und seinen Wasserhaushalt modernisieren.

  18. 52.

    Informieren Sie sich mal bitte über die Sicherheits- und Umweltschutzvorschriften in Industriebetrieben, an welche sich auch Tesla halten muss. Dann recherchieren Sie mal bitte, wo es in den letzten 20 Jahren bei Fahrzeugherstellern in Deutschland Chemieunfälle gegeben hat. Danach können wir beide ausrechnen was wahrscheinlicher ist: Eine Umweltkatastrophe bei Tesla oder die Explosion eines Tanklastzuges auf dem Berliner Ring.

  19. 51.

    Scheinbar kommt man gegen den A.Neumann nicht an. Der schreibt : Industriegebiet; vormals Bauland. Es ist etwas anderes wenn sich da mehrere Handwerksbetriebe, die für die Bürger da wären nieder gelassen hätten. Leichtbauhallen; niemals Pfahlgründungen. Es stinkt alles so nach Salamitaktik und wir sollen da blöd zunicken. Viele Bürger haben dort den Hals so voll. Das Ende ist furchtbar. Ihr wollt das Klima retten ? Schreibt das mal schon ins Geschichtsbuch. Warum steht im Kanzlergarten kein Windrad ?

  20. 50.

    Das WSE ist nicht für die Versorgung von ganz Berlin-Brandenburg zuständig. Der Standort liegt verkehrsgünstig und Pläne zur Verbesserung der Verkehrsanbindung (Neubau Bahnhof Fangschleuse, weitere Autobahnabfahrt) werden doch seit Wochen erörtert. Berlin wächst und der Klimawandel ist eine Herausforderung, die man nicht bewältigt, indem man jede Investition vor der eigenen Haustür verhindert. Wenn man etwas prinzipiell ablehnt kann man auch keine Vorteile oder Kompromisslösungen sehen.
    Wenn ich mir so Eure Beiträge durchlese frage ich mich wo Ihr die Zukunft Eurer Kinder und Enkel seht, als Fremdenführer in den Ostbrandenburger Industriebrachen oder als Billiglöhner im Dienstleistungsbereich.

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