Eine Drohnenaufnahme zeigt den Blick am 19.07.2020 auf das künftige Tesla-Firmengelände in Grünheide (Brandenburg) (Bild: dpa/Paul Zinken)
Bild: dpa/Paul Zinken

Ansiedlung in Oder-Spree - Tesla will in Grünheide "völlig neue Batterie" bauen

Die E-Auto-Batterien, die Tesla in Grünheide produzieren will, sollen angeblich alle bisherigen Autobatterien in den Schatten stellen. Hinter den Stromspeichern stecke eine "völlig neue Technologie", sagte Landeswirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) am Montag Antenne Brandenburg. Die neuen Batterien seien kleiner und ermöglichten dank höherer Energiedichte mehr Reichweite, sagte der Minister weiter. Details zu seiner Batterie will Tesla Ende September in den USA vorstellen.

Starttermin noch unklar

Am Freitag hatte der Tesla-Chef auf Twitter angekündigt, dass die Firma auf ihrem 300 Hektar großen Grundstück in Grünheide nicht nur ihr Modell 3 und Modell Y, sondern auch E-Auto-Batterien bauen wolle. Minister Steinbach verriet nun weitere Details zu den Plänen der Kalifornier. Demnach soll die Batterieproduktion Teil der zweiten Ausbaustufe der Fabrik werden. Das heißt, sie ist nicht Teil der Fabrikpläne, die derzeit öffentlich ausliegen, und die das Landesumweltamt schon zur Genehmigung prüft. Für die anscheinend schon geplante Erweiterung der Fabrik muss Tesla neue Genehmigungsunterlagen einreichen. Ob dafür ein zweiter immissionsschutzrechtlicher Antrag nötig ist, hängt laut Steinbach davon ab, welche Schadstoffe bei der Batterieproduktion verwendet werden.

Wann die Batterieproduktion in Grünheide starten könnte, wusste der Minister nicht zu sagen. Auch zur Frage, wieviele Arbeitsplätze in der Stromspeicher-Herstellung entstehen könnten, hielt er sich bedeckt.

"Wasser ist eine Herausforderung"

Aber bei allem Optimismus sprach der SPD-Politiker auch von Hürden bei den geplanten Fabrikerweiterungen über die derzeit beantragte Größe hinaus. "Bei der Phase zwei ist das Wasser mit oder ohne Batterieproduktion eine Herausforderung", sagte der Minister, „Es bedarf insgesamt eines deutlich größeren Konzeptes. Wir können wir nicht mehr lokal gucken, sondern müssen deutlich weiter weg gucken." Damit dürfte ein Plan des regionalen Wasserverbands Strausberg Erkner (WSE) gemeint sein, über den der rbb schon im Januar 2020 berichtet hatte: Demnach soll Wasser für die späteren Ausbaustufen der Fabrik über eine noch zu bauende 60-Kilometer-Leitung von Grundwasserreservoirs bei Pohlitz (Oder-Spree), südlich von Frankfurt (Oder), nach Freienbrink zum Teslagelände gepumpt werden.

Steinbach sagte weiter: "Es finden im Augenblick schon Gespräche mit dem Umweltministerium und den Wasserverbänden statt, bei denen die Staatskanzlei vermittelt." Insgesamt sei er optimistisch, dass auch die Ausbaustufen der Fabrik mit Wasser versorgt werden könnten.

Sendung: Antenne Brandenburg, 27.07.2020, 14:30 Uhr.

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75 Kommentare

  1. 75.

    Herr Neumann, es freut mich, dass sie nun doch, ich vermute ungewollt, zugegeben haben, dass der B-Plan Freienbrink nicht mehr gültig ist. Wenn ihre Aussage stimmt, ich bezweifele sie ausnahmsweise nicht, dann muss dieser ja schon zu DDR-Zeiten aufgestellt worden sein, denn das UVP-Gesetz gibt es schon seit 1990. Könnte es sein, dass der B-Plan auf eine der letzten Aktionen des Staatssicherheitsministeriums der DDR zurückzuführen ist?
    Unabhängig von dieser Erklärungsmöglichkeit Herr Neumann seien sie so gut und fragen bitte den amtierenden Bürgermeister wie das Siegel der Gemeinde Grünheide auf die bewusste Karte gelangt ist, mit der er ein ständiges Schaulaufen durchgeführt hat. Dazu müsste es doch nach einer 2,5-jährigen Ruhephase nach dem letzten Vermerk auf der Karte ein Protokoll existieren? Wurde es gar im Eingliederungsvertrag protokolliert, zu dem Zeitpunkt des Siegeldatums wehrte sich Spreeau samt Freienbrink noch vergeblich gegen eine Eingliederung in die Gemeinde Grünheide.

  2. 74.

    Ausgeschlafen Bürger haben sich laut aktuellem Bericht der FBB rechtzeitig um den Off-Topic-Schallschutz gekümmert, andere wachsen so wie Sie erst später auf und stören sich dann mangels Sachargumenter an der Uhrzeit.

  3. 73.

    Sie haben über den Beschluss des VG hier geschrieben und später erst einen Link erfragt.

    Gelesen haben Sie den aber offensichtlich immer noch nicht, da vor dem VG die Unterlagen von Tesla kein Thema waren sondern im Gegenteil darauf abgehoben wird, dass für den 8a z B. keine abgeschlossene UVP erforderlich sei.

    Übrigens war, als der B-Plan aufgestellt worden ist, dafür noch keine UVP erforderlich. Die Linke hat zu dessen Rechtsgültikeit ein Gutachten erstellen lassen.

  4. 72.

    Stimmt Herr Neumann, das kann ich nicht akzeptieren, dass es sich hier um ein rechtmäßig überplantes Industriegebiet handeln soll. Auf der Strecke ist bestimmt noch nicht das letzte Wort gesprochen. Der Bürgermeister von Grünheide muss sich schon etwas mehr bemühen, aufzuzeigen, dass der Vorgang rechtmäßig ist. Ein einzelner Lageplan mit einem 2,5 Jahre nach Beschlussfassung datierten Siegel und ein Verweis auf ein Amtsblatt aus dem Jahre 2004 ist wenig überzeugend, zumal auch damals die UVP nicht abgeschlossen war und außerdem Freienbrink zwar zur Gemeinde Spreeau gehörte, aber Spreeau nicht zur Gemeinde Grünheide. Die Gemeindebildung fand erst später statt. Für das Amt Grünheide müsste es doch einfach sein, lückenlos seit 2001 bis zur Gegenwart die Rechtmäßigkeit des damaligen B-Planes aufzuzeigen. Das wäre billiger gewesen als für einen neuen B-Plan 300.000 Euro zu verschleudern.

  5. 71.

    Wie schnoddrig der A.Neumann über das Befinden der Grünheider hinweggeht. Rings um den BER sind noch die meisten Fenster ohne Schallschutz. Bei t-online konnte man lesen, dass so viele Bürger den BER schon abgeschrieben hatten. Wer murkst schon so viele Jahre dort rum und verballert gewissenlos Steuermilliarden ? Um 5:34 Uhr schlafen brave Bürger noch. Was sagtt die Ehefrau dazu ?

  6. 70.

    Herr Neumann, es gelingt ihnen sich immer noch zu steigern. Mit dem letzten Kommentar beweisen sie endgültig, dass sie überhaupt nicht wissen, worüber sie reden. Nun ist mir auch klar, warum von ihnen nur wirres Gewäsch rüberkommt. Das was Tesla an Papier produziert hat, benötigt Zeit und zwar viel Zeit, um es zu durchforsten, auch wenn man am Ende feststellt, dass es zum großen Teil nur sinnlose Zeitverschwendung war. Vor diesen Schwierigkeiten, die ich hatte, standen auch beide Gerichtsinstanzen. Das funktioniert nicht in so kurzer Zeit. Auch wenn ich davon ausgehe, dass die Leute vom Gericht schneller begreifen als ich entstehen bei mir gewisse Zweifel. Sie Herr Neumann könnten die ja ausräumen. Bloß auf der Strecke sind sie ganz still.
    p.s.: Übrigens die Urteilsbegründungen habe ich gelesen, wahrscheinlich sogar viel früher als sie. Bloß dazu lasse ich mich nicht weiter aus, weil ich mir sicher bin, dass mein Kommentar dann nicht mehr veröffentllcht wird.

  7. 69.

    Bei Model 3 vergrößerte Tesla schon die Rundzellen auf das 21700-Format, während VW z.B. auf primatische Zellen setzt. Auch bezüglich der Zellchemie gibt es verschiedene Ansätze. Dazu kommen noch Hinweise, dass die Zellen zukünftig auch von Tesla selber gefertigt werden könnten und nicht wie bisher von bzw. gemeinsam mit Partnerunternehmen.

  8. 68.

    So ganz nebenbei wollen Sie ja auch mit den Hinweis auf die angebliche öffentliche Meinung die Unabhängigkeit der Justiz abschaffen. Die ist aber an Recht und Gesetz gebunden und darf sich keinesfalls von laut schreienden Gruppe beeinflussen lassen lasen.

    Sie hatten ja schon über das VG lamentiert als Sie Monate später nichtmals die Fundstelle des Beschlusses kannten. Haben Sie sich mittlerweile dessen Inhalt angeschaut? Wofür hätten die Richter Tage mit den Anträgen zubringen sollen?

  9. 67.

    Wie soll ich Ihnen versuchen zu erklären, dass es nach dem VG noch eine weitere Instanzvgegeben hat, die über die Anträge der Grünen Liga und des VLAB entschieden hat? Damit sind andere doch schon mit relativ einfachen Worten gescheitert.

    Zudem wollen Sie offensichtlich immer noch nicht akzeptieren, dass es sich hier um ein rechtmäßig überplantes Industriegebiet handelt, was den "hier lebenden Menschen" lange hätte bewusst sein können. Dies vereinfacht das ganze Verfahren enorm.

  10. 66.

    "Sie stellen den Sinn von Eilverfahren in Frage, was aber angesichts Ihrer Meinung über die Justiz beim Thema Tesla nicht weiter verwundert." Das sind ihre Worte Herr Neumann zu meinem letzten Kommentar.
    Ich stelle den Sinn von Eilverfahren nicht grundsätzlich in Frage, wenn es darum geht, dass dadurch Leben gerettet oder Katastrophen verhindert werden können. Ich bin aber gegen Eilverfahren, um wie hier in Grünheide schnell unter Ignorierung der öffentlichen Meinung Leben auszulöschen und eine Katastrophe wie die geplante Giga-Factory den Weg zu bahnen und das nur um einer elitären Truppe einen maximalen Profit zu ermöglichen.
    Ferner entnehme ich ihren Worten, dass sie von der zurückliegenden Rechtsprechung nicht sonderlich überzeugt sind. Sonst hätten sie bestimmt den Versuch unternommen, mir zu erklären, wie es in Kürze der Zeit möglich war, solch komplexen Fall mit schwerwiegenden Auswirkungen die Zukunft der hier lebenden Menschen im Standup-Modus zu erledigen.

  11. 65.

    Entscheidend ist nicht "die Batterie" sondern die Zellenblöcke aus jeweils mehreren Einzelzellen, hierbei hat man nicht viel Spielraum, es sei denn man arbeitet an organischem Material in Biohybrid-Batterien mit exolektrogenen Mikroben der Art Shewanella oneidensis. Vielleicht ist das die "völlig neue Technologie"?
    Oder ist es doch nur der herkömmliche Lithium-Ionen Akku, Formfaktor 18650, in der "neuen Batterie"? Ende September ist es raus.

  12. 64.

    Die Zellchemie macht die Innovation aus. Woher kennen Sie die Baupläne der Batterieproduktion? Insider?

  13. 63.

    Immer wieder kommen mir die Worte von Minister Seehofer In den Sinn: Die gewählt wurden haben nichts zu sagen und die etwas zu sagen haben werden nicht gewählt. Wenn heute ein Gericht sich jahrelang an einem Wirtschaftsverbrechen aufhält aber Scchnellentscheidungen in Sachen TESLA fällt stimmt etwas nicht. Der Minister Steinbach steht nun erneut unter hohem Druck. Die Batterieproduktion gehört nicht in die Nähe des Trinkwasserschutzgebietes Tesla soll eine "weiße Wanne" realisieren,- außerhalb des Schutzgebietes. Warum verschweigt Musk die CHEMIE des Akkus ? Wir Bürger verlieren jedes Vertrauen in die SPD-Politik. Mir tut das sehr weh.

  14. 62.

    Sie stellen den Sinn von Eilverfahren in Frage, was aber angesichts Ihrer Meinung über die Justiz beim Thema Tesla nicht weiter verwundert. Ist Ihnen in den Sinn gekommen, warum das OVG sich des Verfahrens angenommen hat? Wenn Sie den Kommentar, den Sie als "Gesülze" bezeichnen, gelesen hätten, hätte das eigentlich der Fall sein müssen.

  15. 61.

    Herr Robert ich hatte sie gebeten, mir zu erklären, wie es möglich ist, innerhalb des kurzen Zeitraumes am 14.02.2020 am Ende des Tages ein rechtmäßiges Urteil zu beschließen. Ich bin begierig, darauf eine verständliche, widerspruchsfreie vor allem wahrheitsgemäße Antwort zu erhalten. Gehen sie bitte auf meine Frage ein. Wenn sie dazu nicht in der Lage sein sollten, dann schweigen sie bitte und unterlassen sie ihr voriges Gesülze.

  16. 60.

    „Verwaltungsgerichtes vom 14.02.2020, als innerhalb weniger Stunden zwischen Rodungsbeginn, Einreichen der Klage und Urteil alles im Schnelltempo durchgezogen wurde.“
    Die Klage wurde ABGELEHNT, siehe Punkt 2 im Urteil vom 14.2, es fand keine Verhandlung statt
    Darum wurde die Klage bei der nächsten Instanz, dem OVG Berlin Brandenburg, eingereicht.
    Relevant ist also nur, was das OVG in diesem Sachverhalt urteilte. OVG>VG

    Das sie Beiträge scheinbar nur zum Teil lesen und dann auch noch sowas schreiben
    „Sicherheitshalber habe ich den Inhalt dieser Seite gespeichert, um weitere nachträgliche Änderungen verfolgen zu können. Man weiß ja nie, was hier alles so passieren kann.“ hat es auch nicht wirklich mehr Sinn auf ihre Beiträge einzugehen.
    Jemand der auf sämtlichen Ebenen die Kompetenz der Beteiligten infrage stellt, inklusive solcher Behauptungen ggü. dem Portal der Entscheidungen der Gerichte Berlin/Brandenburg, ist einfach nicht ernst zu nehmen.
    Schönen Abend noch




  17. 59.

    Herr Robert, es tut mir ja so Leid, aber ich muss ihnen mitteilen, dass sie mir in die Karten gespielt haben indem sie meine Argumentation unterstützen. Den Link, den sie in ihrem Kommentar freundlicherweise aufgenommen haben betrifft das Gerichtsurteil des Verwaltungsgerichtes vom 14.02.2020, als innerhalb weniger Stunden zwischen Rodungsbeginn, Einreichen der Klage und Urteil alles im Schnelltempo durchgezogen wurde. Ich frage sie nun noch einmal, wie war das Ganze in so kurzer Zeit innerhalb eines Tages unter der Beachtung der Rechtmäßigkeit zu realisieren. Nachdem sie darauf eine Antwort gegeben haben, der Herr Neumann kann ihnen dabei gerne helfen, teile ich ihnen dann auch eine weitere Unstimmigkeit mit, auf die ich beim Lesen der von ihnen angepriesenen Seite gestoßen bin. Sicherheitshalber habe ich den Inhalt dieser Seite gespeichert, um weitere nachträgliche Änderungen verfolgen zu können. Man weiß ja nie, was hier alles so passieren kann.

  18. 58.

    Bitteschön
    Jeweils oben im Reiter auf Langtext klicken.

    Urteil vom OVG Berlin-Brandenburg

    http://www.gerichtsentscheidungen.berlin-brandenburg.de/jportal/?quelle=jlink&docid=MWRE200000738&psml=sammlung.psml&max=true&bs=10

    I'm Punkt 6 geht es um die Fristen.

    Abgewiesene Klage voor dem VG Frankfurt/Oder

    http://www.gerichtsentscheidungen.berlin-brandenburg.de/jportal/?quelle=jlink&docid=MWRE200000872&psml=sammlung.psml&max=true&bs=10

  19. 57.

    Wunderbar Herr Robert, wenn sie sagen: "Dann lesen sie doch einfach das Urteil. Auch das was sie in ihrem Beitrag beanstanden, wird im Urteil behandelt."
    Okay, bestimmt teilen sie mir jetzt auch noch mit, wo ich das von ihnen genannte Papier nachlesen kann. Für die beiden Gerichtsurteile interessieren sich außer mir sicher noch mehrere Leute. Deshalb wäre es schön, wenn sie die Quelle hier einer breiten Masse bekannt machen. Über einen Link auf die rbb24-Plattform gestellt würden sich sicher viele freuen. Dann kann sich jeder selbst ein Bild machen, von dem was hinter den Kulissen gelaufen ist und ist nicht auf ihre blöden Kommentare angewiesen. Unabhängig von der ???? Begründung durch das Gericht bleibt der Fakt des Verstoßes gegen gesetzlich vorgeschriebene Einspruchsfristen bestehen.

  20. 56.

    Dann lesen sie doch einfach das Urteil. Auch das was sie in ihrem Beitrag beanstanden, wird im Urteil behandelt.

    Aber vielleicht sind ihnen die fast 5600 Wörter auf 21 Seiten nicht ausführlich genug.

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