Ladesäulen des US-amerikanischen Herstellers von Elektroautos (Quelle: picture alliance/Rolf Haid)
Audio: Antenne Brandenburg | 30.01.2020 | Philip Barnstorf | Bild: picture alliance/Rolf Haid

Geplante Fabrik bei Grünheide - Tesla sucht direktes Gespräch mit Bürgern - in Potsdam

Sechs Tesla-Mitarbeiter haben sich am Mittwochabend in Potsdam den Fragen von ungefähr 100 Bürgern gestellt. Bei der knapp dreistündigen Veranstaltung im Haus der Natur ging es vor allem um die Themen Wasser, Waldrodung und Verkehr im Zusammenhang mit der in Grünheide (Oder-Spree) geplanten E-Auto-Fabrik.

Die Zuhörer, von denen die viele Mitglieder in Umweltverbänden waren, hatten sich vorher anmelden müssen. Pressevertreter durften nicht dabei sein.

Nach Aussagen von Zuhörern soll Tesla angekündigt haben, den bisher geplanten Wasserverbrauch der Fabrik durch technische Maßnahmen um 30 Prozent zu reduzieren. Auch sucht Tesla angeblich zurzeit in Grünheide nach einem Raum für Öffentlichkeitsarbeit. Das derzeit noch offene Informationsbüro solle am kommenden Dienstag schließen.

Tesla bisher schwer zu erreichen

Tesla reagierte mit dem Termin nun offenbar auf Kritik, für Informationen zu dem geplanten Werk in Grünheide schwer erreichbar zu sein. Mitte Januar hatte Tesla zwar ein Informationsbüro vor Ort geöffnet - dort antworteten allerdings nur Mitarbeiter einer Firma für Öffentlichkeitsarbeit die Fragen von Bürgern. Vor Kurzem äußerte sich auch Tesla-Chef Elon Musk auch per Twitter zu den Werksplänen.

Zuvor hatte es mehrfach Proteste gegen die Ansiedlung von Tesla in Grünheide gegeben. Unter anderem sind Anwohner über die Ankündigung verärgert, dass ein Wald für den Fabrikneubau gefällt werden soll.

Bürger sorgen sich auch um das Wasser; sie befürchten eine Gefahr für die öffentliche Trinkwasserversorgung in der Gemeinde. In den Antragsunterlagen laut Bundesimmissionsschutzgesetz hatte das Unternehmen angegeben, dass pro Stunde 372 Kubikmeter Wasser aus dem öffentlichen Trinkwassernetz benötigt werden.

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6 Kommentare

  1. 6.

    Politiker denken doch nur an ihren Wahlkreis. Wer weiß, welche Politiker in Ost-oder Südbrandenburg leben oder ihren Wahlkreis haben. Deshalb der BER, Tesla, Chipfabriken und die ganzen Lausitz-Großprojekte wie Lausitz-ring, der Ostsee und Cargolifter. Kostet alles Geld bis heute und bringt nicht viel. Und Tesla wird genau das Selbe.Alle debattieren darüber Hin und Her und am Ende, versinkt die Giga- Factory Tesla im märkischen Sand. Zum Schluss, bleibt ein Baumarkt, ein Möbelhaus und ein Supermarkt übrig. Und von der Tesla-fabrik Grünheide, höchstens noch ein kleiner Schowroom.

  2. 5.

    Arbeitsplätze in Deutschland will doch gar keiner - eine strukturschwache Region ist doch viel besser, mit Wald und Wiesen. Die bekommen dann wenigstens Fördergelder für jede Kita und für jede Schule und Strasse. Und die ganzen Politiker leben doch selbst im Grünen und kommen mit dem Fördermittelbescheid persönlich vorbei. Hauptsache ein Foto in der Presse !

  3. 4.

    Drei Quadratkilometer Wald, Wasserentnnahme und Anwohnerbedenken auf einer Seite - Mehrere tausend Arbeitsplätzen und mehr Leben für Brandenburg auf der anderen Seite. Der Kaufvertrag ist geschlossen. Für mich ist das Thema durch. Da sollen die ganzen Behörden sich mal damit auseinandersetzen. Wir sind hier in Deutschland und ja nicht in China, Pakistan, oder Bangladesch. Hier gibt es doch für alles eine Behörde, die aufpasst.

  4. 3.

    Ich würde mich freuen wenn mein Grundstück plötzlich das doppelte an Wert kriegen würde und die Bahn wegen Tesla dann öfter fahren würde. DER REST IST SCHHWARZMALEREI.

  5. 2.

    Gut, 50 km hin und 50 km zurück für interessierte Grünheider.

  6. 1.

    Die 373 m³/h sind doch schon lange vom Tisch. Sogar der RBB hatte berichtet. Und auch das befürchtete Wasser-Versorgungsproblem relativierte sich bei genauerem Hinschauen schnell vor allem als weniger schlagzeilenträchtiges zeitliches Problem, dass die lokalen Wasserfachleute sahen.

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