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Audio: Antenne Brandenburg | 08.04.2020 | Philip Barnstorf | Quelle: rbb / Phil Beng

Grünheide

Tesla muss Bau des Fundaments für geplante Fabrik verschieben

Waldrodung, Planierungsarbeiten, Ameisenumsiedlung - Tesla eilt mit seinem Fabrikvorhaben in Grünheide voran. Nun steht der Bau des Fundamentes an. Doch der muss vorerst warten - die entsprechenden Unterlagen für die vorzeitige Genehmigung waren nicht vollständig.

Der US-Elektroautobauer Tesla muss nach Angaben der Brandenburger Landesregierung für den Bau des Fundaments der geplanten Fabrik bei Berlin noch Unterlagen nachreichen. Tesla beabsichtige Pfahlgründungen, die in dem Antrag von Dezember 2019 auf Genehmigung zur Errichtung einer Tesla-Fabrik nicht enthalten gewesen seien, teilte die Sprecherin des Umweltministeriums, Frauke Zelt, am Mittwoch in Potsdam mit.

Das Unternehmen habe darum gebeten, den Antrag auf vorzeitige Genehmigung für den Bau des Fundaments vom März vorerst ruhend zu stellen und geänderte Unterlagen einzureichen. Damit erfülle Tesla die Nachforderungen von Behörden.

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Laut Landesumweltamt will Tesla die Genehmigungsunterlagen noch in einem weiteren Punkt überarbeiten: In Reaktion auf Kritik von Anwohnern hatte das Unternehmen angekündigt, dass die Fabrik weniger Wasser verbrauchen solle als ursprünglich geplant. Diesen geringeren Wasserverbrauch wolle das Unternehmen nun in die Genehmigungsunterlagen einarbeiten. 

Auch wenn die Genehmigung für das Gesamtprojekt noch nicht erteilt wurde, ist es möglich, einzelne vorzeitige Maßnahmen zu beantragen. Davon hatte Tesla insgesamt drei beantragt: Die erste war die Rodung, die zweite die Planierung des Geländes und zuletzt der Bau des Fundaments.

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Gesamtgenehmigung erst im Sommer erwartet

Eine vorzeitige Genehmigung ist nur dann möglich, wenn die Zustimmung für das Gesamtprojekt sehr wahrscheinlich ist. Falls die Gesamtgenehmigung allerdings nicht erteilt werden sollte, muss Tesla dem Landesumweltamt zufolge auf eigene Kosten die Maßnahmen rückgängig machen.

Die Entscheidung über die Gesamtgenehmigung wird im Sommer erwartet. Ob es diesbezüglich zu Verzögerungen wegen der Corona-Pandemie kommen wird, ist noch nicht klar. Das Landesumweltamt will die Antragsunterlagen für das Gesamtprojekt, die Tesla im Dezember eingereicht hat, nun weiter bearbeiten. Ministeriumssprecherin Frauke Zelt sagte, sie rechne nicht damit, dass sich die Unterbrechung "ewig hinzieht".

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